23.06.12

SM-Vertrag wird zur Nagelprobe für Österreich-Verräter

Hinweis:


- MITTWOCH 27. Juni 2012, ab 17.30 Uhr, Ballhausplatz1010 Wien:FPÖ: Protestkundgebung: „Volksabstimmung über ESM-Wahnsinn“ 

 


HC Strache nimmt Prammer und Fischer beim ESM in die Pflicht.
Foto: Unzensuriert.at
 




In den kommenden zwei Wochen wird sich der österreichische Nationalrat mit dem Thema ESM-Vertrag beschäftigen. Hinter den Kulissen hat sich eine rot-schwarz-grüne Koalition bereits geeinigt. Am Ende soll die Aufgabe der Budgethoheit an einen demokratisch nicht legitimierten ESM-Gouverneursrat stehen. Dieser soll in Zukunft eine europäische Fiskalschuldenunion administrieren. Den Mitgliedern des Gouverneursrat soll völlige Immunität und Autonomie zugesichert werden. Eine Kontrolle durch die Mitgliedsstaaten und deren Völker ist nicht mehr möglich. Spannend wird die Frage, wie sich Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Bundeskanzler Werner Faymann und Bundespräsident Heinz Fischer bei der Abtretung der Souveränitätsrechte an Brüssel verhalten. Dazu hat FPÖ-Obmann HC Strache in einer Pressekonferenz die Stellung der Freiheitlichen erläutert.
ESM wird Nagelprobe für Österreich-Verräter
Der freiheitliche Bundesparteiobmann sieht das Proecedere rund um den ESM-Vertrag als "Nagelprobe für die Österreich-Verräter". Der FPÖ-Parlamentsklub werde keiner Tagesordnung zustimmen, die die ESM-Materie beeinhaltet, wenn nicht gleichzeitig eine verbindliche Volksabstimmung zu diesem Thema mit beschlossen wird. Durch den ESM-Vertrag komme es zu einer "Zwangsenteignung" der österreichischen Bevölkerung. Am Ende stehe mit der Fiskalunion eine "Schuldenunion", die den Österreichern die ökonomische Gestaltungsfreiheit nehme. Durch diesen "Versklavungsakt" werde die Zweite Republik de facto abgeschafft.
Prammer und Fischer in demokratiepolitischer Verantwortung
Strache sieht neben Bundeskanzler Faymann (SPÖ) vor allem dessen Genossen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundespräsident Heinz Fischer in der Pflicht. Wenn die FPÖ der Tagesordnung des Nationalrats nicht zustimme, dann liege es in der Hand der Nationalratspräsidentin, diese festzusetzen. Nimmt Prammer den ESM-Vertrag auf, ohne gleichzeitig Beratungen über eine Volksabstimmung einzubeziehen, dann trage sie die demokratiepolitische Verantwortung für den dann erfolgenden "Verfassungsbruch". Sollte der Bundespräsident einen mit rot-schwarz-grüner Mehrheit beschlossene Beitritt Österreichs zum ESM Vertrag beurkunden, dann sei auch er mitverantwortlich für die Abschaffung der österreichischen Souveränität. Die FPÖ prüft im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Verfassungsbruch auch eine strafrechtliche Bewertung.
FPÖ fordert Reform der Eurozone
Als Alternative zur derzeitigen Vorgangsweise fordert die FPÖ eine Reform der Eurozone. Schulden und Haftungen, die primär dem Finanzsektor zu Gute kommen, sollten nicht länger "vergemeinschaftet" werden. Stattessen solle es zu einer Reform der Eurozone kommen. Entweder treten die schwachen Euroländer aus und kehren zu ihren Währungen zurück, oder es schließen sich die starken Euroländer zu einer neuen Währungsunion zusammen. Gleichzeitig sollte auch ein Bankeninsolvenzrecht umgesetzt werden, um den Finanzsektor zu restrukturieren.

Quelle

21.06.12

Die Wahrheit über den Euro-Crash

von FOCUS-MONEY-Redakteur
 

Bloomberg Euro-Skulptur vor dem EU-Parlament in Brüssel
 
In der Euro-Krise wird viel getrickst. Fünf Experten haben sich der Wahrheit verschrieben. Für FOCUS Online erklären sie, was beim einem Euro-Crash auf uns zukommt – und dabei geht es nicht nur ums Geld.
„Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das ganze Volks die ganze Zeit täuschen“ – das Zitat stammt von US-Präsident Abraham Lincoln. Europas Politiker sollten sich an diese Worte halten. Eine Währung ist für den Bürger da. Der Euro steht nicht über den Rechten der Bürger. Doch genau daran arbeiten die Regierungen nach Ansicht von Experten mit dem Euro-Rettungsschirm.
Es ist ein dramatischer Appell, den die fünf Wissenschaftler Wilhelm Hankel, Bruno Bandulet, Bernd-Thomas Ramb, Karl Albrecht Schachtschneider und Udo Ulfkotte in ihrem neuen Buch „Gebt uns unsere D-Mark zurück!“ ausrufen. Von den Regierungen fordern sie: „Beendet das Euro-Abenteuer!“. Von den Bürgern: „Lasst euch nicht verdummen!“ Sie zeigen, wie groß die Gefahr eines Euro-Crashs ist und was bei einer Währungsreform passiert. Ihre Antworten auf die wichtigsten Fragen: 
1.Ist der Rettungsschirm mit den Grundsätzen des Euro vereinbar? 
Für Karl Albrecht Schachtschneider, Professor für öffentliches Recht, ist der Euro-Rettungsschirm ESM schlicht „rechtsstaatwidrig“. Denn es gibt eine eindeutige „No-Bailout-Klausel“ im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, kurz AEUV. Er ist mit dem Vertrag über die Europäische Union (Maastricht-Vertrag) der Gründungsvertrag der EU, also das oberste Regelwerk. In Artikel 125 steht, dass weder die Union noch ein Mitgliedsstaat für die Verbindlichkeiten eines anderen Staates eintritt. Mit einem neuen, vagen Absatz sollen die Staaten künftig den ESM-Vertrag ändern können, ohne sich an die No-Bail-out-Klausel halten zu müssen. Das widerspricht dem Grundsatz des EU-Vertrags: Haushaltsdisziplin als systemische Grundlage für die Stabilität der gemeinsamen Währung. 
2. Sind wir auf dem Weg zu einer Haftungs- und Schuldengemeinschaft?
 „Die geplante Vertragsänderung verändert die Europäische Währungsunion in ihrem Wesen“, schreibt Schachtschneider. Denn sie wird von der Stabilitätsgemeinschaft zur Haftungs- und Schuldengemeinschaft. Die Neuregelung stellt die Währungsunion über die Haushaltsdisziplin sowie wirtschaftliche und monetäre Stabilität. „Der Stabilitätsmechanismus (ESM) ist ein Risikopuffer, der die Schulden der Euro-Gruppe zu vergemeinschaften erlaubt und das geradezu aufdrängt“, so Schachtschneider.
Karl Albrecht Schachtschneider
picture-alliance/ZB

Zur Person: Karl Albrecht Schachtschneider

Der emeritierte Staatsrechts-Professor veröffentlichte 26 Bücher, unter anderem „Die Rechtswidrigkeit der Euro-Rettungspolitik“. 
3. Ist es ethisch geboten, für die Griechen zu zahlen?
Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, formulierte das klar: „„Ich habe mehr Mitleid mit den Ärmsten in Afrika als mit den Menschen in Griechenland.“ Die Griechen sollten sich selbst helfen, indem sie alle ihre Steuern bezahlen. „Das Volk ist der Staat, sonst niemand“, so Schachtschneider. Also muss das griechische Volk auch für die Schulden des Staates einstehen. Die Finanzierung fremder Staaten verletzt die Souveränität der Völker. Schließlich wollen die nicht mit ihrer Arbeit fremde Staaten finanzieren. Dieses Recht haben auch die Nehmerländer. Trotz Finanzhilfen wehren sie sich – verständlicherweise – gegen ihre Entmündigung. „Das Kontrollinteresse der Geber ist wohlbegründet, aber unverbesserlich demokratiewidrig, staatswidrig, souveränitätswidrig“, so der Staatsrechtler. Erst wird den Griechen Geld von anderen Staaten aufgezwungen, und dann wird ihnen auferlegt, wie sie ihren Staat zu führen haben. Man nimmt ihnen ihre Souveränität. Also ihre Freiheit. 
4. Warum mussten wir die D-Mark aufgeben? 
Sie war schlicht zu stark. Der Erfolg der Bundesbank wurde der Mark zum Verhängnis. Der ehemalige französische Präsident François Mitterrand wollte die Wiedervereinigung Deutschlands zunächst verhindern. Aber noch mehr wollte er: die D-Mark loswerden. Also verlangte er für die Zustimmung zur Wiedervereinigung von Kanzler Helmut Kohl die Einheitswährung. „Wäre die D-Mark eine Schwachwährung gewesen, bestünde sie noch heute“, urteilt der Autor Bruno Bandulet. Frankreichs Absichten zeigten sich bei den deutsch-französischen Besprechungen von 1988. Jacques Attali, Mitterrands außenpolitischer Berater, erkärte: „Um eine Balance zu erhalten, möchten wir über die deutsche Atombombe reden.“ Darauf antworteten die Deutschen: „Sie wissen doch, wir besitzen gar keine Atombombe.“ Woraufhin Attali sagte: „Ich meine die Deutsche Mark.“ Kohl wollte partout die Wiedervereinigung. Also opferte er das Stärkste, was Deutschland hatte: die D-Mark. 
5. Verliert Deutschland seine Top-Bonität? 
Die Gefahr ist groß. „Eine Transferunion, vor der jetzt viele warnen, braucht die EU nicht mehr zu werden“, sagt Bandulet. „Sie ist schon eine.“ Seit der Ära Kohl hat es sich eingebürgert, dass Streit in Europa damit gelöst wird, dass Deutschland das Scheckbuch zückt. Zwischen 1976 und 2008 hat ein EU-Mitglied mehr Nettobeiträge an die EU geleistet als alle anderen Nettozahler zusammen: Deutschland. Politiker rechtfertigen die Zahlmeister- Rolle damit, dass Deutschland als Exportnation am stärksten vom Euro profitiert. Tatsächlich ging auch schon lange vor der Gemeinschaftswährung der Großteil der deutschen Ausfuhren nach Europa. Das Regelwerk des ESM sieht vor, dass alle Euro-Länder bürgen und Bareinlagen leisten müssen. Theoretisch. Denn wer kein Geld hat, für den springen die anderen Euro-Länder ein. Je mehr Staaten nicht mehr zahlungsfähig sind, desto mehr bleibt an Deutschland hängen. Die Bundesrepublik wird also zum Kreditgeber der letzten Instanz. Werden die Finanzspritzen immer größer, muss Deutschland irgendwann eine höhere Neuverschuldung eingehen, um die Schulden Europas abzusichern. Damit ist die Top-Bonität dahin.
 Übersicht: Fünf Experten reden Klartext
...
Fünf Experten reden Klartext: Inflation und Schneeballsysteme - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-26216/fuenf-experten-reden-klartext-die-wahrheit-ueber-den-euro-crash-inflation-und-schneeballsysteme_aid_769487.html

20.06.12

Des Wahnsinns fetteste Beute (ein Film von Frank Höfer)

                                          Bild: anti-zensur.info


Ein sehenswertes Video zur derzeitigen Lage...

hier>>>

19.06.12

„Friedensprojekt oder Europas Untergang? Zahlen und Fakten zur EU“

Kurz, informativ und packend zeigt das Werk auf, was Medien, Politiker und
andere Meinungsbildner meist verschweigen. Und es macht Mut, aktiv zu
werden. Und das alles um EUR 4,80/Stk. (+ 2 Euro Versandspesen, nach
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Der ESM Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion


hs. Eine Volksabstimmung über den ESM in Österreich würde das Ende des „Schuldenmechanismus“ bedeuten. Die Mehrheit würde diesen untragbaren Vertrag ablehnen. Aber in Österreich herrschen die gewählten Parteien, die Demokratie ist reduziert auf das Wahlrecht. SPÖ, ÖVP und die Grünen ziehen scheinbar in dieser Frage mehr oder weniger auf einem Strang. Jedenfalls wird der ESM mit großer Wahrscheinlichkeit sehr bald ratifiziert werden und somit Österreich weiter in die Schulden- u. Zinsenfalle getrieben. Da werden angekündigte Demonstrationen, z.B. am 28. Juni, 18.00, ab Westbahnhof, auch nichts mehr ausrichten. Es müssten Abertausende daran teilnehmen, was illusorisch ist.

Trotzdem erscheint es mir wichtig einige Fakten klarzustellen:  Erstens ist der ESM auch nur ein Vertrag. Wenn Österreich will, kann jeder Vertrag gelöst werden, auch wenn das der ESM nicht vorsieht. Internationale Verträge werden von den Volksvertretern als Repräsentanten des Volkes abgeschlossen. Der Wille des Volkes muss eingehalten werden. Für die EU-Entwicklung und auch für den ESM sind die Völker der Mitgliedstaaten und deren Regierungen ständig verantwortlich. Wenn ein Vertrag insgesamt vom Staatsvolk nicht mitgetragen wird, kann der Abschluss eines solches Vertrages auch nicht rechtgemäß sein. Somit braucht dieser „Unrechtsvertrag“ ESM auch nicht eingehalten werden, weil der vom Volk nicht gewollt ist. Eine Volksabstimmung darüber wird nicht eingeleitet.

Zweitens kann der so genannte „Gouverneursrat“ des ESM nicht beliebig den derzeitigen Rahmen erhöhen, wie es immer behauptet wird. Die Mitgliedsländer des ESM müssen nach ihren verfassungsgemäßen Vorschriften zustimmen. Im Klartext heißt das: Wenn bei den nächsten Wahlen die Oppositionsparteien in Österreich über 33 Prozent erreichen würden, könnten weitere Haftungen in Milliardenhöhe verhindert werden. 

Herr und Frau Österreicher sollten genau überlegen, ob die etablierten Großparteien es wieder verdienen Österreich zu regieren - das Volk zu vertreten. Man hat den Eindruck, dass die Regierung eher die Finanzindustrie, die Spekulation und Zinsgewinnwirtschaft vertritt.


Mehrheitlich wollen die Österreich  den Euro abschaffen.
 Der größte Erfolg und das wichtigste Recht, welches Prof. Schachtschneider gerichtlich durchsetzte,  ist das Austrittsrecht aus der EU. Deutschland kann nach dem Maastricht-Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Zustimmung zum Vorrang der EU vor nationalem Recht jederzeit durch ein neues Gesetz einschränken oder aufheben.Das gilt auch für Österreich. Das Recht zum Austritt ist sogar vertraglich festgehalten.
Österreich kann also beispielsweise einseitig aus dem Euro und aus dem Schengen-Abkommen aussteigen.

Was können die Bürger tun? Die Macht der Parteien gehört abgeschafft, die Parteienstrukturen gehören vorerst total geändert. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Aber noch gibt es das WAHLRECHT!

 Welche Partei ist gegen diese EU-Entwicklung? Welche Partei ist für ein Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild? Welche Partei ist für Europa, aber gegen diese EU? Welche Partei scheut nicht den Austritt aus der EU zu fordern, wenn die Verträge nicht grundsätzlich geändert werden? Welche Partei will vom Recht Gebrauch machen das Gesetz zur Teilnahme an der Union zu ändern?



ESM: Video über eine Diskussion >>>

18.06.12

Politische Union: »Alles, was wir brauchen, ist eine große Krise…«

Kopp-online:

Gerhard Wisnewski

Die globalen Machteliten haben die Finanzkrise nur benutzt, ja vielleicht sogar geplant, um einen europäischen Superstaat zu errichten?  Eine neue EUdSSR? Weil Angst und Not immer noch die besten Verkäufer sind? Insbesondere von neuen Regimen? Nicht doch. Diese von mir in meinem letzten Artikel geäußerte Meinung ist natürlich nur eine Verschwörungstheorie. Oder vielleicht doch nicht? Mal sehen. Werfen wir einfach einmal einen Blick auf die Äußerungen der letzten Jahre von zwei maßgeblichen Globalisten – Henry Kissinger und David Rockefeller.


»Die globalen Europa-Strategen fahren nun die Ernte ein«, hatte ich am 13. Juni 2012 an dieser Stelle geschrieben. »Unter dem Druck und den Zwängen der Krise soll Europa zu einem Bundesstaat zusammengeschmolzen werden«. Nachdem die Europäer jahrelang durch die Krise in Angst und Schrecken versetzt worden seien, seien sie nun reif für den zweiten Schritt: die EUdSSR, den europäischen Superstaat. »Denn Angst mag zwar ein schlechter Ratgeber sein, ein guter Verkäufer ist sie allemal – egal ob für Impfstoffe gegen die ›Schweinegrippe‹, den Atomausstieg oder für neue Regime.«

Nicht doch – das ist natürlich alles nur Verschwörungstheorie. Oder vielleicht doch nicht? Immer schön der Reihe nach: Es war einmal ein Mann, der, immer wenn er »Europa anrufen« wollte, nicht wusste, welche Nummer er wählen sollte –  so zersplittert war der »Alte Kontinent«. Und das ist natürlich eine blöde Sache – ja geradezu unhöflich, weil das Adressbuch des Mannes so vor lauter Telefonnummern aus den Nähten platzte. Wie viel rücksichtsvoller wäre es daher von Europa, wenn es sich endlich zusammenschließen und dem netten Herrn eine einheitliche Telefonnummer mitteilen würde. Als führender Globalist kann man das schließlich erwarten. Die Rede ist von dem Bilderberger-Boss Henry Kissinger.

Der war schließlich schon immer ein Fan von »großen Lösungen«. In meinem letzten Jahrbuch 2012 hatte ich einen Aufsatz Kissingers aus der New York Times vom 12. Januar 2009 zitiert. Darin hatte Kissinger »The Chance for a New World Order« (so der Titel) bejubelt. Mit der Krise hatte er nicht lange gehadert, sondern vielmehr darauf hingewiesen, dass der »instabile Zustand des internationalen Systems eine einzigartige Gelegenheit« darstellt – nämlich »für eine kreative Diplomatie«. Wobei wir uns durchaus einen Moment mit dem Wort »kreativ« beschäftigen sollten, das häufig als Euphemismus für »irregulär« benutzt wird.  Man denke zum Beispiel an »kreative Bilanzführung«. »Die ökonomische Krise absorbiert die Energien sämtlicher großer Mächte«, hatte Kissinger auch in der Washington Post vom 22. April 2009 (»Obamas außenpolitische Herausforderungen«) gejubelt. »Eine solche Gelegenheit zu umfassenden Lösungen ist noch nie da gewesen«, frohlockte der führende Geostratege. »Die gegenwärtige internationale Wirtschaftspolitik scheint auf der Illusion gegründet zu sein, dass, sobald die gegenwärtige Krise abklingt, das alte globalisierte System wiederhergestellt werden kann«, meinte Kissinger. Allerdings sei ja gerade das Ungleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen und der politischen Organisation der Welt ein Hauptgrund für die Krise gewesen. Übersetzt heißt das: Während die Wirtschaft global organisiert ist, ist die Politik national organisiert. Genau das hören wir jetzt auch von unseren deutschen politischen Führern: Statt einen oder zwei Schritte zurückzugehen, müsse der wirtschaftlichen die politische Union nachfolgen.

Tatsächlich bietet nur eine totale Krise die einmalige Gelegenheit zur umfassenden Umgestaltung der politischen Verhältnisse: »Das schrecklichste Beispiel auf diesem Gebiet ist unser eigenes«, sagte 2009 der Wirtschaftsprofessor Wilhelm Hankel: »Ohne den Schwarzen Freitag kein Hitler. Denn die Folge des Schwarzen Freitags war nicht nur ein Zusammenbruch der Kreditwirtschaft, sondern ein Zusammenbruch der Realwirtschaft.« Und damit auch des politischen Systems. Und dieses Modell hätte man nun gern wiederholt, und zwar global. Allerdings: Wenn man Kissingers Artikel »The Chance for a New World Order« vom 12. Januar 2009 genau liest, fällt auf, dass Kissinger es tunlichst vermeidet, auch nur ansatzweise zu erwähnen, welche globale politische Ordnung oder welches globale politische System er sich eigentlich vorstellt. Und genau im Hinblick darauf haben uns die jüngsten Enthüllungen über eine »quasi-absolutistische Herrschaft« (Spiegel Online, 12.6.2012) die Augen geöffnet. Wie hatte doch  Kissinger-Kumpel David Rockefeller bei einem Treffen des Wirtschaftsausschusses der Vereinten Nationen am 14. September 1994 so schön gesagt: »Alles, was wir brauchen, ist die richtige große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.« Wobei daraus auch zu entnehmen ist, dass es nicht nur um Europa geht (das ist nur ein Zwischenschritt), sondern um die ganze Welt.

Na, dann – viel Spaß.

15.06.12

Den Kampf um die Freiheit nicht aufgeben!

hs .Der Vortrag von Professor Schachtschneider am 23. Mai 2012 in Wien wurde gefilmt. Das Video ist in Produktion. Der Verfassungsgerichtshof Österreich entscheidet derzeit über die Abweisung dieses wichtigen Volksbegehrens durch das Bundesministerium für Inneres (BMI).
Wie auch immer der VfGH entscheiden wird: die Betreiber des Volksbegehrens für den Austritt aus der EU wollen auf keinen Fall aufgeben.
Die politische Klasse und die dahinter stehende Finanzindustrie oder besser ausgedrückt: die Zinseszinsindustrie versucht derzeit die EU-Mitgliedsstaaten als Lösung aus  der Krise weiter in die politische Union zu führen. Die fast täglich in den Medien gebrachten "Hiobsbotschaften" bezüglich der Milliarden, die verschiedene Länder vom ESFS und ESM noch in Anspruch nehmen, machen Angst.
 Statt den notwendigen öffentlichen Diskurs zu fördern, betreiben die Medien Meinungskampagnen im Sinne der Profiteure dieser Entwicklung. Die Medien sollten aber eine Säule der Demokratie sein, als Kontrollinstanz der drei anderen Gewalten.
Das EU-System fördert weiterhin eine Politik der Staatsverschuldung und nimmt damit auch Österreich Handlungsspielraum. Das ist der Hebel für den weiteren Verlust an Souveränität mit dem Endziel Zentralregierung in Brüssel. Die Krise schafft die Dynamik, welche dieses Ziel erreichbar macht.
Angesichts dieser Entwicklung ist das Volksbegehren umso wichtiger. Die österreichische Regierung treibt Österreich die Zinseszinsfalle!

Wichtig ist: Den Kampf um die Freiheit nicht aufgeben!

 Zur Erinnerung: Das Video der Pressekonferenz anlässlich der Einreichung des EU-Austritts-Volksbegehrens hier>>>

13.06.12

Die politische EU wird Österreich aufgezwungen!

Kopp Verlag:

Spiegel Online: Europa erwartet »quasi-absolutistische Herrschaft«

Gerhard Wisnewski

Jetzt ist die Katze aus dem Sack; der eigentliche Sinn der globalen Finanzkrise wird klar: Europa soll zu einem neuen Riesenstaat zusammengeschmolzen werden, in dem die nationalen Parlamente kaum noch Rechte haben. Die Massenmedien gewöhnen uns schon mal dran...


Die junge Frau strahlt. Sie ist ungefähr so glücklich, als hätte sie gerade ein neues Persil, Meister Proper oder ein Sonderangebot Carefree-Binden ergattert. Ihre beiden Arme hat sie erhoben, die Finger zum Victory-Zeichen gespreizt. Aber es geht nicht um irgendein x-beliebiges Produkt. Kaufen sollen wir diesmal gleich einen neuen Staat: Um die Frau herum flattern blaue europäische Fahnen, auch sie selbst ist in Blau gekleidet. Die Botschaft: Nur ein neues Europa macht uns alle glücklich. Dieses Bild prangte am 12. Juni 2012 über einem Artikel von Spiegel Online über den »Traum vom neuen Europa«).


Jubel-Europäerin im Europa-Rausch

Das heißt: Langsam wird die Katze aus dem Sack gelassen. Die globalen Europa-Strategen fahren nun die Ernte ein. Während die Bevölkerungen die Nase von den Europa-Experimenten voll haben und wieder weniger Europa wollen, wollen die Eliten im Schulterschluss mit ihren »Qualitätsmedien« genau das Gegenteil: Die Heilung für die Krise soll nicht in weniger, sondern in »mehr Europa« bestehen. Wie sagte doch kürzlich die Kanzlerin: »Wir brauchen mehr Europa. Wir brauchen nicht nur eine Währungsunion, sondern wir brauchen auch eine so genannte Fiskalunion, also mehr gemeinsame Haushaltspolitik. Wir brauchen vor allen Dingen auch eine politische Union.« Also einen gemeinsamen Staat wie die Vereinigten Staaten von Amerika. Unter dem Druck und den Zwängen der Krise soll Europa zu einem Bundesstaat zusammengeschmolzen werden: »Es geht um nicht weniger als einen neuen Grundriss für Europas Institutionen, ja, um erste Schritte hin zu den Vereinigten Staaten von Europa«, so Spiegel Online.

Nachdem die Europäer jahrelang durch die Krise in Angst und Schrecken versetzt wurden, sind sie nun reif für den zweiten Schritt: Die EUdSSR, den europäischen Superstaat. Denn Angst mag zwar ein schlechter Ratgeber sein, ein guter Verkäufer ist sie allemal – egal ob für Impfstoffe gegen die »Schweinegrippe«, den Atomausstieg oder für neue Regime. Natürlich: »Käme es aber zur echten Fiskalunion, würden die Machtverhältnisse in Europa verschoben – weg von den nationalen Parlamenten und hin zu den Euro-Finanzministern. Das käme einer Revolution gleich.« Allerdings nur, wenn man über eine äußerst merkwürdige Definition von »Revolution« verfügt. Denn mit einer Revolution im herkömmlichen Sinne, nämlich mit einer Revolution »von unten«, hätte das ziemlich wenig zu tun. Eine Revolution von oben nennt man dagegen einen Staatsstreich oder einen Putsch. »Aus den Parlamenten dürfte massive Gegenwehr zu erwarten sein«, glaubt denn auch der Spiegel Online-Infodienst, »schließlich geht es dabei um einen tiefen Eingriff in ihr höchstes Gut: das Budgetrecht«. Und: »Mit dem mächtigen Finanzgremium könnte drohen, was vielen Parlamentariern ein Graus ist – die Rückkehr zur quasi-absolutistischen Herrschaft. Diesmal in Gestalt der Euro-Finanzminister in Brüssel.«

Was heißt »ein Graus«? Klingt irgendwie niedlich. So, als ginge es nur um eine Geschmackssache, wo es doch in Wirklichkeit um nichts anderes als Hochverrat und Diktatur geht. Nicht doch: »Die Debatte darüber hat längst begonnen, und sie wird weitergehen. Sie wird in Fachpublikationen geführt, in den Parlamenten und außerhalb.« Sowieso. Denn schließlich könne die europäische Währungsunion »nur funktionieren, wenn der Handlungsspielraum ›der nationalen Regierungen und Parlamente eingeschränkt wird‹, wie schon der Kanzler-Freund und frühere Chef der Deutschen Bank, Josef  Ackermann, kürzlich festgestellt« habe.

Und wenn das dann schon bald alles Wirklichkeit wird, tun Sie bloß nicht so überrascht. Denn schließlich konnte man es doch überall nachlesen...


12.06.12

Wiener Zeitung: Vereinigte Europäische Staaten ...

Von Alexander Van der Bellen


  • Die Europäische Union bewegt sich immer weiter in Richtung einer politischen Union. Aber wie soll man dieses Konstrukt nennen?

Alexander Van der Bellen ist Nationalratsabgeordneter der Grünen.

Alexander Van der Bellen ist Nationalratsabgeordneter der Grünen.© Parlamentsdirektion/WILKE

Und sie bewegt sich doch (und nicht im Rollstuhl): die Europäische Union. Die Stichworte Fiskalunion (nicht zu verwechseln mit dem leidigen Fiskalpakt), Bankenunion, Wachstumsunion geistern durch die Medien, "Dämme brechen für die Vereinigten Staaten Europas" titelte die "Presse" am Wochenende.
Da liegt schon noch ein gutes Stück Weg vor uns Europäern. Immerhin, während in den letzten drei Jahren die "intergouvernementale Methode" vorherrschte - schon der unaussprechliche Name zeigt, dass das mit europäischer Demokratie wenig zu tun hat-, das heißt, die Regierungschefs der Mitgliedstaaten versuchten das Europäische Parlament zu umgehen und die Kommission an der kurzen Leine zu halten, setzt sich nun langsam, aber doch die Auffassung durch, dass es ohne tief greifende Weiterentwicklung der europäischen Verträge nicht gut gehen kann mit dieser Union. In dieser Neuordnung müssen die demokratischen Spielregeln wieder zu ihrem Recht kommen, insbesondere die Gewaltenteilung zwischen Parlament und Regierung.
Zarte Pflänzchen wachsen schon: Während der alte "Rettungsschirm" EFSF am Wiener Parlament vorbeilaviert wurde und nur der Deutsche Bundestag sich Mitwirkungsrechte vorbehalten hatte, sind die Verhandlungen zwischen SPÖ, ÖVP, Finanzministerium und Grünen über die Mitwirkung des Nationalrats am ESM im (hoffentlich erfolgreichen) Endstadium.
Wobei ziemlich klar ist: Die Mitwirkung nationaler Parlamente an einer europäischen Institution hat den Geruch einer Notlösung, die das Außen-vor-Bleiben des Europäischen Parlaments unvollkommen verdeckt. (Das Regieren im Bund wird ja auch nicht von den Landtagen kontrolliert, sondern vom Nationalrat, einer Bundesinstitution.)
Vereinigte Staaten von Europa: Ist das der "richtige" Name für die Vision, wohin die Union gehen soll? Für mich schon; aber ich gebe zu, die USA-Konnotation ist irreführend. In den USA sind vor allem Außenpolitik, Militär und Geldpolitik (Federal Reserve) auf zentraler Ebene angesiedelt, der gemeinsame Binnenmarkt ist schwach ausgeprägt. In der Europäischen Union ist es, mit Ausnahme der Europäischen Zentralbank, genau umgekehrt, und daran wird sich so bald nichts ändern.
Gibt es andere Namensideen für die nächste Stufe nach "Gemeinschaft" und "Union"? "Republik Europa" klingt ein wenig fad. "Bundesrepublik Europa" trifft es besser, schmeckt aber zu sehr nach deutscher Vormacht. (Die gibt es natürlich, aber muss man das noch betonen?) Die "Demokratische Volksrepublik Europa" lässt wohl nur die Unbeirrbaren der ehemaligen PDS die Arme hochreißen. "Europäische Föderation" ist kurz und korrekt, aber der "Union" sehr ähnlich. "Europäische Eidgenossenschaft" würde die Schweizer amüsieren, ist aber schwer in 20 Sprachen zu übersetzen. Bleiben wir, alsdann, bei den United States of Europe, den Etats Unis de l’Europe ...

(Quelle


Kommentar:

hs. Die Wahrheit wird schön langsam der Öffentlichkeit serviert. Österreich soll also aufgehen in die politische Union, man braucht ja nurmehr den geeigneten Namen zu finden. Die "Vereinigten Staaten von Europa" des US-Mannes Jean Monnet werden real. 

Der Rechtsstaat wird ausgehebelt, aber werden die Bürger das hinnehmen? Es müsste die österreichische Bundesverfassung (gesamt) geändert werden und Österreich muss verfassungsgemäß zustimmen.  Das geht nicht ohne Volk!

Wer vom Volk will Österreich abschaffen und in ein anglo-amerikanisches Gebilde untergehen, wo die Demokratie chancenlos ist?

Ich schlage vor, die Parteien in dieser Form abzuschaffen, den Parteien die Macht zu nehmen und dem Volk die Politik in die Hand zu geben!


11.06.12

Über die Notwendigkeit der Rückkehr Österreichs zur demokratischen Republik, in der das Recht vom Volk ausgeht.


Nach dem verheerenden zweiten Weltkrieg war man bestrebt eine Ordnung des
Friedens, des Gemeinwohls und des Rechts zu schaffen. Österreich erlangte nach zehn Jahren Besatzung am 26. Oktober 1955 wieder die Eigenstaatlichkeit als freie Nation und erklärte die immerwährende Neutralität. Um des Friedens Willen ist es nötig internationale Verträge zu schließen, Völkerrechte und Menschenrechte einzuhalten. Noch im selben Jahr trat Österreich der Vereinten Nationen bei. Die UNO erklärt in Art. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

 „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen“.


Die Organisation für europäische und wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) wurde im Jahre 1948 gegründet. Die Aufgaben und Ziele umfassten den Aufbau einer gesunden europäischen Wirtschaft durch wirtschaftliche Zusammenarbeit von gleichberechtigten Nationen.  Die OEEC hatte keine supranationalen Befugnisse, die Beschlüsse mussten einstimmig gefasst werden, wobei die Durchführung den Mitgliedsstaaten oblag. Ausgehend von der OEEC wurde – aufgebaut auf die Unabhängigkeit und Souveränität von gleichberechtigten Nationalstaaten  - eine große Freihandelszone angestrebt. Daraus entwickelte sich die EFTA[1].

 Parallel zur OEEC hatte mit US-amerikanischer Unterstützung der Franzose Robert Schumann – und mehr im Hintergrund Jean Monnet[2] – den Anstoß zur Gründung der Montanunion als Grundstein der heutigen ­Europäischen Union (EU) gegeben[3]. Die Gründung der Vereinigten Staaten von Europa, ein Bundesstaat nach Vorstellungen des US-Bankiers Jean Monnet, war am Widerstand der französischen Generalversammlung gescheitert. So bevorzugte Monnet weiterhin die Politik der kleinen Schritte und war gegen die schnelle Übertragung von Souveränität auf die europäische Ebene. Heute im Jahre 2012 ist der De- facto-Einheitsstaat EU eingeführt und der Endpunkt in einem mehrstufigen, langjährigen Prozess fast erreicht. Monnet hat die von den USA gewünschte Art der europäischen Zusammenarbeit entgegen den Modellen der OEEC und EFTA durchgesetzt.

Eine Zusammenarbeit in Europa zur Sicherung des Friedens, wo die Nationalstaaten Herren der Verträge sind, ist wünschenswert. Aber nur unter Einhaltung der wichtigen Menschen- und Völkerrechte, der Demokratie, von Rechtsstaat, Sozialstaat und nationalen Grundgesetzen. Die EU entwickelte sich aber ins Gegenteil. Aufgrund der übertragenen Hoheiten und der Fülle der Macht ist die EU längst ein Bundesstaat.

Die ständige Verantwortung über die EU-Entwicklung haben die nationalen Parlamente/Regierungen der Mitgliedsländer der EU, aber das EU-Recht ist undurchsichtig, unüberschaubar und damit nicht mehr verantwortbar geworden. Die Kontrolle durch den Bürger ist kaum möglich. Wer  kann die Verträge und die wichtigen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs wirklich richtig lesen und deuten? Wer versteht wichtige Begriffe wie das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung oder das Subsidiaritätsprinzip? Die Übertragung von Hoheiten durch Staaten an die EU-Organe soll demokratisch legitimiert sein, indem sie begrenzt bleibt und nicht allgemein erteilt wird. So verlangt es auch der EU-Vertrag in Art. 5. Die Kontrolle über die Begrenztheit fehlt aber, der österreichische Verfassungsgerichtshof kümmert sich nicht darum. 

Subsidiarität heißt, dass Politiken, welche die Nationalstaaten selbst erledigen können, nicht an die EU übertragen werden sollen, bis heute aber klagte noch keine Regierung wegen Subsidiaritätsverletzungen. Österreich braucht die EU nicht und könnte selbst alle Politiken machen.

Wichtigste Politiken, wie die Währungspolitik, Handelspolitik, der Binnenmarkt mit seinen „Grundfreiheiten“ und die Außen- u. Sicherheitspolitik  fallen unter die ausschließliche Zuständigkeit der Union (Art. 3 AEUV).  Da können die Mitgliedstaaten nicht mehr tätig werden!

Die an die EU übertragenen Hoheiten sind nicht begrenzt, sondern  weit und breit. Man denke nur an die Milliarden für die Schulden der Griechen oder die derzeitige Einführung des Europäischen Stabilitätsmechanismus und Fiskalunion. Ohne Zustimmung des Volkes wird die Hoheit über den Staatshaushalt damit abgegeben. Österreich entleert weiter seine Souveränität.

Zusammengefasst kann man sagen, dass mit den EU-Verträgen eine auf Profitmaximierung ausgerichtete Politik betrieben wird, die entgegen der Bundesverfassung, den Menschen- u. Völkerrechten ist, daher illegal, weil sie ohne Zustimmung der österreichischen Bevölkerung umgesetzt wird. Der wirtschaftliche Hebel der EU ist die Deregulierung aller Handelshemmnisse. Ein wirtschaftlicher Krieg alle gegen alle. Der Sozialstaat leidet darunter. Ein Wachsen des allgemeinen Wohlstands ist nicht in Sicht, dafür aber wächst der Reichtum der Reichen. Die Gewinnmaximierung steht im globalen Wettbewerb im Vordergrund unter Ausklammerung der Faktoren Soziales und Gerechtigkeit. Die Wirtschaft der EU ist ein Teil der globalen Wirtschaft, deren Grundlage der Freihandel ist und allen beteiligten Volkswirtschaften Vorteile vorgaukelt. Der Glaube an freie Märkte hat nicht wie versprochen zum Wohlstand für alle geführt, sondern im Gegenteil Finanzmarktkrise und Wirtschaftskrise mit ihren fürchterlichen Auswirkungen heraufbeschworen. Einigen Gewinnern stehen die Massen von Verlierern gegenüber, welche über Sparpakete zur Kasse gebeten werden.

Das oberste Prinzip der EU, die „Grundfreiheiten des Binnenmarktes“ sind Freiheiten des Kapitals und der Märkte und nicht der Menschen. Die Kapitalverkehrsfreiheit etwa, vom Europäischen Gerichtshof rigoros durchgesetzt – hat die US-Finanzmarktkrise auch in die EU gebracht. So hat die EU stark am US-Immobiliengeschäft mitspekuliert. Europa zahlte bis Ende 2008 über zwei Billionen in Rettungsfonds und Garantieerklärungen zur Rettung der Banken! (siehe auch den Beitrag in dieser Ausgabe des Bürgerbriefs von Prof. Friedrich Romig: „Der geplante Verfassungsputsch im Mai“)


Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union fällt im Vergleich zu den großen Menschenrechtstexten zurück

Die UNO-Charta von 1948 beinhaltet u. a. das Recht auf  Eigentum, Staatsangehörigkeit, soziale Sicherheit und das Recht auf Arbeit.

Art. 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

Recht auf Arbeit und gleichen Lohn, Koalitionsfreiheit.

  1. Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz gegen Arbeitslosigkeit.
  2. Alle Menschen haben ohne jede unterschiedliche Behandlung das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
  3. Jeder Mensch, der arbeitet, hat das Recht auf angemessene und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert und die, wenn nötig, durch andere soziale Schutzmaßnahmen zu ergänzen ist.
  4. Jeder Mensch hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Berufsvereinigungen zu bilden und solchen beizutreten.

In Art. 29 werden auch Grundpflichten definiert:

  1. Jeder Mensch hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der  allein die freie und volle Entwicklung seiner Persönlichkeit möglich ist.
  2. Jeder Mensch ist in Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zwecke vorsieht, um die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten der anderen zu gewährleisten und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und der allgemeinen Wohlfahrt in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
  3. Rechte und Freiheiten dürfen in keinen Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.


Mit dem Vertrag von Lissabon wurde die EU-Charta der Grundrechte wirksam. Der Schutz der Grundrechte in der Europäischen Union ist durch Art. 6 EU-Vertrag primärrechtlich verankert. Organe der Union und der Mitgliedstaaten haben in Anwendung des Unionsrechts die sich daraus ergebenden Grundrechte einzuhalten. Eine interessante Frage ist, wieweit sie schon das Österreichische Bundesverfassungsgesetz ersetzt. Die EU-Charta der Grundrechte ist ein schlechter Menschenrechtstext. So wird die unternehmerische Freiheit anerkannt (Art. 16),  aber sie kennt kein Recht auf Arbeit (Art. 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte), sondern nur ein Recht zu arbeiten (Art. 15 der EU-Charta) und verändert dadurch die nationale Wirtschaftsverfassung grundlegend, weil ein Recht auf Arbeit eine Politik der Vollbeschäftigung fordert und den Staat in die Pflicht nimmt.

Die EU als Schutzherrin des globalen Extremkapitalismus ist gegen eine menschliche Wirtschaftspolitik gerichtet. Real sinkende Einkommen und die immer größer werdende Kluft zwischen Arm u. Reich belegen dies. Es verteuert sich der Konsum und die Zahl der Arbeitslosen steigt kontinuierlich,  speziell die der jungen Menschen. Teilzeit- u. Halbtagsarbeit, prekäre Arbeitsverhältnisse statt sichere Anstellung mit Vollbeschäftigung und ausreichendem Lohn sind die Folge der neoliberalen EU-Wirtschaftsverfassung.

 Eine auf das Gemeinwohl ausgerichtete Politik muss wieder im Zentrum des Bemühens der gewählten Beauftragten des Volkes im Parlament sein. Dazu kann Martin Regners Buch „Entwurf einer menschheitlichen Wirtschaftsordnung.“ ISBN 978-3-86727-623-8 als Anstoß dienen, der Wirtschaftbetriebe in Form von Genossenschaften als Alternative anschaulich beschreibt. Für den internationalen Handel bietet sich die EFTA an (siehe Kasten).
Ein weiteres Beispiel für die Ungenauigkeit der EU-Charta ist der Artikel 13, indem
 „die akademische Freiheit“ (Art. 13), lediglich „geachtet“, nicht etwa gewährleistet oder gar garantiert oder wenigstens als Recht anerkannt wird). Dagegen steht im österreichischen Staatsgrundgesetz, Art. 17 eindeutig: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei“. Dieses Gesetz hat auch heute noch Gültigkeit[4].


EFTA:

Die EFTA war von Anfang an eine rein wirtschaftlich konzipierte Freihandelszone und verfolgte als wichtigstes Ziel die Beseitigung von Handelsbarrieren unter ihren Mitgliedsstaaten. Im EFTA-Rat sind bis heute alle Mitgliedsstaaten gleichberechtigt mit einer Stimme vertreten. Beschlüsse können nur einstimmig gefasst werden. Der EFTA-Rat und die Mitglieder verfolgen nur wirtschaftspolitische Ziele unter strikter Beibehaltung der nationalen Souveränität. Deswegen schaffen Sie keine supranationalen Instanzen und übertragen keine einzelstaatlichen Kompetenzen an gemeinsame Organe. Die Landwirtschaft ist ausdrücklich von der Liberalisierung des Warenverkehrs ausgenommen. Der bürokratische Aufwand ist sehr gering und daher kostengünstig.



 Politik muss bürgernäher werden

Wieso erfüllen unsere Politiker ihre Pflicht nicht, nämlich als vom Volk gewählte Beauftrage den Willen des Volkes umzusetzen? Widerstand gegen die EU und gegen den
undemokratischen Parteienstaat gibt es längst, die Bürger müssen ihr eigenes Geschick in die Hand nehmen, da von Seiten der politischen Macht keinerlei Regung kommt,
ihre Aufgabe der Volksvertretung auch wahrzunehmen. Ein Europa der freien Staaten kann nur zurückkehren, wenn der Neoliberalismus nicht mehr unser Wirtschaftsgeschehen
bestimmt. Es gibt in Europa nur die Chance auf Freiheit durch den Austritt aus der EU. Eine Zusammenarbeit der Staaten ist selbstverständlich anzustreben und kann mit
zwischenstaatlichen Verträgen jederzeit erfolgen. Die direkte Demokratie der Schweiz ist dabei ein anzustrebendes Vorbild (Siehe Kasten Direkte Demokratie).

Österreich muss zurück zu einer Ordnung, in der die Politik ständig bemüht ist, solche Gesetze zu formulieren, die unter Einhaltung der Menschen- und Völkerrechte und der Bundesverfassung das Wohl aller im Vordergrund steht und mit denen alle einverstanden sein können.



Kasten Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild:

Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild darf nicht verwechselt werden mit direkter Demokratie, welche aktuell von unseren Parteien vorgeschlagen wird, die aber eine „begrenzte“ Direkte Demokratie ist. Der Bürger muss wachsam sein, wenn heutzutage viel von direkter Demokratie die Rede ist. In der Schweiz entscheiden die Bürger durch Initiative, Referendum und in der Gemeinde selbst über alle Belange. Damit können Fehlentwicklungen der Politik oder allfälliges Versagen von Volksvertretern korrigiert werden. Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Selbsthilfe und Neutralität sind die obersten Prinzipien der vorbildlichen Eidgenossen. Beispielsweise legen die Schweizer Gemeinden ihre Steuern selbst fest und die Bürger bestimmen über die Aufnahme von neuen Krediten. Die Schweiz bilanziert seit 10 Jahren positiv und das, weil in diesem Land die direkte Demokratie lebt.
Österreich muss zurück zu einem Europa der Nationalstaaten,  in welchen die Bürger und deren Parlamente das Sagen haben. Das ist der richtige Weg aus der „EU-Diktatur“. 


 

[1] Siehe Kasten EFTA
[4] Univ. Prof. iur. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider widmet der Problematik der Charta der Grundrechte der Europäischen Union großen Raum. Ab S 228 ff der Österreich Klage gegen den Lissabon-Vertrag zu finden. http://www.kaschachtschneider.de/files/Oesterreich_Klage_Lissabon_Vertrag.pdf  



Demo gegen die EU in Wien

Quecksilber in EU - Energiesparlampen

 

Bild: it.wikipedia.org

 Filmvorstellung 'Bulb Fiction'
(Thema Energiesparlampen) 

 

Video

08.06.12

Warnung vor falscher "Direkter Demokratie"

 hs. Der Bürger muss wachsam sein, wenn heutzutage von Seiten der österreichischen Parteien von Stärkung der direkten Demokratie die Rede ist.  Das Erfolgsmodell Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild darf nicht verwechselt werden mit der vorgeschlagenen "begrenzten" Direkten Demokratie. Über wichtigste Bereiche der Politik soll nämlich das Volk nicht abstimmen dürfen.  DiePresse.com berichtet Ende Mai 2012: „Ausklammert bleiben folgende Bereiche: Grundprinzipien der Bundesverfassung, völkerrechtliche Verpflichtungen, EU-Primärrecht, Menschenrechts- u. Grundrechtsfragen sowie Budget- u. Steuerfragen“.  

Dagegen entscheidet der Schweizer Souverän, der Bürger, durch Initiative, Referendum und in der Gemeinde selbst über alle Belange. Damit können Fehlentwicklungen der Politik oder allfälliges Versagen von Volksvertretern korrigiert werden. Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Selbsthilfe und Neutralität sind die obersten Prinzipien der vorbildlichen Eidgenossen.

Beispielsweise legen die Schweizer Gemeinden ihre Steuern selbst fest und die Bürger bestimmen über
die Aufnahme von neuen Krediten. Die Schweiz bilanziert seit 10 Jahren positiv und das, weil in diesem Land die direkte Demokratie lebt. Vorbildlich ist auch die Initiative "Staatsverträge vors Volk", welche am 17. Juni 2012 zur Abstimmung kommt.
Bei genauerer Betrachtung der Reformvorschläge stellt sich heraus, dass die neuen Modelle das Gegenteil der vorbildlichen Schweizer Direkten Demokratie sind.
In der demokratischen Republik Österreich soll alle Macht vom Volk ausgehen. Trotz Wahlrecht muss eine ständige Kontrolle durchs Volk möglich gemacht werden. Jede Umfrage würde das ergeben.

Das zeigt auch das  Ergebnis einer Umfrage der "Kronen-Zeitung":
    • Sowohl Volk als auch Parlament soll eine Volksabstimmung herbeiführen können
    • Ab 100.000 Unterschriften auf ein Volksbegehen soll zwingend  eine Volksabstimmung eingeleitet werden müssen
    • Es soll über alle Fragen  abgestimmt werden dürfen
Diese Umfrage erscheint eher den Bürgerwillen zu entsprechen und nicht den vorgeschlagenen Reformen der Demokratie durch die Parteien.

Geradezu gefährlich wäre ein "Ja" in einer Volksabstimmung der Bürger auf eine Demokratie, welche wichtigste Themen ausklammert. Das könnte vielleicht als Auftrag  gewertet werden, den wichtigen Art. 44 Abs. 3 in der Bundesverfassung zu verändern oder gar zu streichen. Der Art. 44 Abs. 3 schreibt verpflichtende Volksabstimmung bei Gesamtänderung der Bundesverfassung vor.

Die Regierung will nicht zugeben, dass durch die EU-Entwicklung die Prinzipien der Bundesverfassung (die Baugesetze) verändert werden und damit eine obligatorische Volksabstimmung abgehalten werden muss. Das Verfassungsgericht Österreich will darüber nicht entscheiden. Deswegen ist es notwendig, dass das Volk darüber abstimmen darf.

Die ÖVP will ein Volksbegehren ab 650.000 Unterschriften zur Volksabstimmung machen, dagegen schlägt die SPÖ die Zahl 700.000 vor. Die FPÖ will schon ab 250.000 eine verbindliche Volksabstimmung und auch über wichtige Entscheidungen, wie „Euro-Bonds“ und „Fiskalpakt“ abstimmen lassen. Die BZÖ ab 400.000 Unterschriften übers Internet eine Volksabstimmung und die Grünen sind angeblich auch schon ab 250.000 Unterschriften für eine verbindliche Volksabstimmung in einem 3-Stufen-Plan. Natürlich wären die Hürden für die Erreichung von verbindlichen Volksabstimmungen für kleine Bürgerinitiativen viel zu hoch angesetzt, auch wenn man über alles abstimmen dürfte. Für die großen Parteien oder Zeitungen sind die vorgeschlagenen Hürden eventuell leichter zu erreichen.

 Die Bürger sollen für mehr Mitsprache in der Politik eintreten, aber gegen die neuen Vorschläge der Regierung stimmen, falls es eine Volksabstimmung/Befragung darüber geben sollte.

07.06.12

Start zur totalen Inflation - Geldentwertung?

MMnews schreibt: Deutsche Zinsen +600% | Drucken |
06.06.2012
Heute sind die Zinsen für deutsche Anleihen explodiert. Ist die bedingungslose Euro-Kapitulation Berlins der Grund? Die Zinsen der 2jährigen Anleihen steigen um 600%! - Wird Berlin also den PIGS-Staaten die gewünschte Kreditkarte aushändigen, für die deutsche Sparer und Steuerzahler haften?

Die Erholungsrallye an den Börsen ging heute weiter, ausgelöst natürlich vom PPT in den USA. Dass der Dow Jones von den ganzen Krisenängsten bisher nichts mitbekommen hat, ist schon erstaunlich.
Auffallend ist derzeit in der Eurozone, dass sich der DAX realativ zu den PIGS-Börsen schlechter entwickelt. In Madrid gab es heute regelrecht eine Kursexplosion.
Umgekehrt sind heute in Deutschland die Zinsen explodiert. Die Zinsen für 2jährige Schätze stiegen um 600%. Zugegeben: Die Sätze lagen auf absurd niedrigem Niveau. Die Steigerungsrate des heutigen Tages ist dennoch beachtlich:
                  2year                     5 year                       10 year
Germany 0.07% +600% 0.48% +27.66% 1.34% +10.93
Quelle: www.cds-info.com (Stand 19Uhr)
Besonders die Bankaktien schossen heute nach oben, u.a. Deutsche Bank und Commerzbank, aber besonders die Südschieneninstiute. Was bedeutet diese Entwicklung?
Die Euro-Krise ist bekanntlich weit davon entfernt, gelöst zu werden. Oder tut sich was hinter den Kulissen? Besonders der steile Anstieg der deutschen Zinsen scheint darauf hinzuweisen, dass Berlin dem Druck aus Brüssel möglicherweise nicht mehr standhält und bereit ist, aufzugeben.
Das bedeutet: Euro-Bonds oder etwas ähnliches in kurzer Zeit. Es bedeutet gleichzeitig auch volle Haftung der Deutschen für die Schulden im Süden inklusive Frankreich, ein Land, in dem heute das Rentenalter bekanntlich wieder auf 60 Jahre gesenkt wurde. Berlin wirds schon richten. Auch die Vollhaftung für die südlichen Pleite-Banken ist wohl schon beschlossene Sache.
Mit dem heutigen Tag signalisieren die Märkte jedenfalls, dass Deutschland "All In" gehen wird. Berlin wird auf Druck aus Brüssel wahrscheinlich demnächst eine unbegrenzte Kreditkarte für den Süden ausstellen, für die der deutsche Steuerzahler und der deutsche Sparer haftet.

04.06.12

Art. 136 AEUV

Um die permanente "Europäische Schuldenmaschine", den ESM in Fahrt zu bringen, hat der EU-Ministerrat Art. 136 AEUV zu ergänzen beschlossen. Damit macht Österreich einen weiteren Schritt in Richtung Gliedstaat im Einheitsstaat EU!

Folgende Sätze werden dazukommen:

"Die Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, können einen Stabilitätsmechanismus schaffen, der im unvermeidlichen Fall aktiviert wird, um die Stabilität der Eurozone abzusichern. Die Gewährleistung von jeglicher finanzieller Hilfe im Rahmen des Mechanismus ist an strikte Bedingungen gebunden."

Nach Bestätigung des Europäischen Rates, das sind die Staats- u. Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer wurden daraus geänderte Sätze: 

"Die Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, können einen Stabilitätsmechanismus einrichten, der aktiviert wird, wenn die unabdingbar ist, um die Stabilität des Euro-Währungsgebiets insgesamt zu wahren. Die Gewährung aller erforderlichen Finanzhilfen im Rahmen des Mechanismus wird strengen Auflagen unterliegen."

Diese offene Ermächtigung versucht rechtsstaatswidrig die bisherige vertragswidrige Umgehung des Bail-out-Verbotes des Art. 125 AEUV zu legitimierten. Die Stabilitätsgemeinschaft, welche die Voraussetzung zur Einführung des Euro war, wird zur Haftungs- und Schuldengemeinschaft.

Bald wird sich nach Griechenland auch Zypern, Spanien, Portugal, Italien, Frankreich und Irland, vielleicht später dann auch Österreich unter den "Schuldenschirm" stellen. Die Zins- u. Zinsenzinsprofiteure reiben sich jetzt schon die Hände....
Langfristig werden alle EU- Länder genauso in die Schuldenfalle gehen, wie es schon vielen anderen Ländern ergangen ist, welche IWF-Kredite genutzt haben. (Buchtipp: "Schock-Strategie" von Naomi Klein)

Diese Politik wird zur Verarmung großer Massen der Österreicher und zu Aufständen führen.

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02.06.12

Faymann bei geheimnisvollem Treffen

Demos in USA
FAYMANN Faymann: Die Grenze werde "irgendwo zwischen 1000 und 7000 Euro liegen" (© APA)
Bundeskanzler Werner Faymann reist wieder in die USA - in mysteriöser Mission: Der SPÖ-Chef wird ab heute an einer Konferenz der geheimnisumwitterten Bilderberg-Gruppe in Chantilly nahe Washington teilnehmen.

Faymann logiert in dem noblen Westfield Mariott Hotel in Chantilly, unweit von Washington. Dort findet die geheime Versammlung statt. Was genau bei dem Treffen der Welt-Elite aus Politik und Finanz besprochen wird, darüber herrscht Schweigen. Die Teilnehmer unterliegen einem strikten Geheimhaltungsverbot. Hauptthema wird wohl die Wirtschaftskrise - und auch Griechenland sein.

Zahlreiche Demonstanten haben sich vor dem Hotel bereits versammelt. Sie protestieren gegen eine "geheime Weltregierung".

Neben Faymann werden auch der frühere Außenminister der USA, Henry Kissinger, Spaniens Königin Sophia sowie Italiens Premier Mario Monti erwartet.

Die Bilderberg-Gruppe ist 1954 von Prinz Bernhard der Niederlande ins Leben gerufen worden, um die Beziehungen zwischen Westeuropa und den USA zu stärken. Der Name "Bilderberg" kommt vom ersten Konferenzort, einem Hotel im niederländischen Oosterbeek.

Quelle: Heute.at

Kommentar von Helmut Schramm:

Die Österreicher müssen mehr Mitsprache in der Politik fordern! Mehr Kontrolle der Volksvertreter ist nötig, wer auch immer die Entscheidungen der Staatsorganisation beeinflusst. Ob es die Bilderberger, der CFS, die Finanzindustrie der Wall Street und City of London oder Geheimdienste oder Geheimgesellschaften sind: Die Lösung ist die Schaffung die Aufnahme der Direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild, aber keine abgespeckte Direkte Demokratie, wie momentan von der österreichischen Bundesregierung vorgeschlagen. .

Das österreichische Volk muss auch über Staatsverträge, wichtige Grundgesetzänderungen, EU-Entwicklung zum Bundesstaat, "Euro-Rettung" (ESFS, ESM, Fiskalunion) wahrheitsgemäß informiert werden um sich ein Bild machen zu können. Erst dann - nach ausreichenden Diskussionen, wo Gegner und Befürworter zu gleichen Teilen zu Wort kommen  -  soll das Volk in regelmäßigen Volksabstimmungen darüber entscheiden.

Das Volk würde dann immer rechtgemäß entscheiden, weil das Volk insgesamt ihren Willen zu Ausdruck bringt und damit die Wahrheit. Der Wille aller Menschen, die in einem Staat verfasst sind soll die Grundlage der Gesetze sein, unter denen die Menschen leben. Der Staat ist das Volk, also sind alle Menschen in Österreich, die sich unter Gesetzen des Rechts zusammenfinden um sich gemeinsam Gesetze zu geben für das gute Leben aller.

Wer unter den eigenen Gesetzen lebt ist frei! Die Organisation des Staates, die österreichische Bundesregierung, die Parlamentarier, die Sozialpartner, Gewerkschafter, etc. muss sich ständig bemühen den Willen des Volkes in Gesetze des Rechts zu fassen.

Den Willen des Volkes festzustellen ist schwer, aber deswegen können sich die Volksvertreter nicht das Recht geben wichtigste Entscheidungen alleine zu treffen. Instrumente der Direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild helfen da weiter. Es muss echte Direkte Demokratie in die Bundesverfassung ohne Wenn und Aber.

Das heißt, dass Herr und Frau Österreicher auch über Staatsverträge, wichtigste Bundesverfassungsänderungen, Menschenrechtstexte und denen das Volk leben soll, Hoheiten die zur gemeinsamen Ausübung an die EU-Organe übertragen werden usw. usw. praktisch über alle wichtige Dinge von der öffentlichen Hand vollständig wahrheitsgemäß aufgeklärt werden müssen. Nach ausreichender Diskussion im öffentlich rechtlichen Medien, wo Befürworter und Gegner einer Entscheidung zu gleichen Teilen zu Wort kommen muss es regelmäßig zu Volksabstimmungen kommen. Ein gutes Beispiel wäre die anstehende Einführung des Fiskalpaktes, die nächste Schritt zur politischen Europäischen Union und zur Abschaffung Österreichs als demokratische Republik.

Beschlüsse in geheimen Bilderbergerkonferenzen oder sonstige Entscheidungen von irgendwelchen Mächten können nicht die demokratische Legitimation von Faymann und Co. für schicksalhafte Entscheidungen für Österreich sein. Die Macht braucht wirkliche Kontrolle, das Profitdenken muss einer Politik des Wohles aller Menschen im Staat weichen.