Der österreichische Bundespräsident und die Bundesregierung haben die immerwährende Neutralität einzuhalten. Die Österreicher wollen neutral sein und lehnen die EU-Sanktions-, ja Kriegspolitik ab. Auch die Deutschen - und siche die Mehrheit der anderen "EU-"Bürger" sind an der EU-Unfriedenspolitik nicht interessiert. Die Politik muss sich um Demokratie, politische Freiheit und mehr Gerechtigkeit bemühen. Kurz: Krieg ächten und Frieden schaffen!
Offene Briefe:
Krieg gegen Russland - nicht mit uns!
Offener Protest-Brief
An
den BUNDESPRÄSIDENTEN der Republik Österreich, Hrn. Dr. Heinz Fischer,
den
BUNDESKANZLER der Republik Österreich, Hrn. Werner
Faymann,
und den AUSSENMINISTER der
Republik Österreich, Hrn. Sebastian Kurz
KRIEG GEGEN RUSSLAND - NICHT MIT UNS!
Aufruf zum Ende der Mißachtung des Völkerrechts
Die Ereignisse der letzten Monate
in bezug auf die Ukraine sind ungeheuerlich und viele aufmerksame Bürger
Österreichs und auch anderswo erkennen in zunehmendem Maße, daß diese zu
einem Krieg mit Rußland (!) womöglich in allernächster Zeit führen können, wenn
nicht sogar sollen (!). Wir protestieren hiermit in aller Entschiedenheit gegen
diese Politik des sogenannten „Westens“, die keinerlei Rückendeckung in unserem
Staatsvolk hat und in völlig undemokratischer und unserer Meinung nach
unverantwortlicher Weise über dessen Köpfe hinweg auch von
„unseren“ Regierenden mitbetrieben wird.
Und dies in krassem Gegensatz zur „immerwährenden NEUTRALITÄT Österreichs“, die
geltendes Verfassungsrecht der Republik Österreich darstellt, die überhaupt nur aufgrund dieser „Neutralität nach dem
Muster der Schweiz“ nach dem 2. Weltkrieg wieder „auferstehen“ konnte.
Die EU im Sog der NATO - 25 der dzt. 28 E-Mitgliedstaaten sind gleichzeitig
Mitglied der NATO, einer US-geführten, nordatlantischen (!) Militär-Allianz - tut derzeit alles, um eine solche
Kriegsgefahr (3.Weltkrieg?) herbeizuführen. Völkerrechtlich gibt es dafür keine
einzige Berechtigung und humanitär schon überhaupt nicht! Zu den Fakten:
1. Die UNO-Charta
Gleich im Artikel 1 der „Charta
der Vereinten Nationen“ ist das SELBSTBESTIMMUNGSRECHT
DER VÖLKER (nicht der Staaten!) unmißverständlich verankert; es ist der KERN
der UNO-Charta. Absatz 2 dieses Grundsatzartikels lautet wörtlich:
1. Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele:
Abs. 2: freundschaftliche, auf der
Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der
Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln und andere
geeignete Maßnahmen zur Festigung des Weltfriedens zu treffen.
2. In Anwendung dieses internationalen Rechts
haben sich die Völker auf der
Halbinsel KRIM und in der OSTUKRAINE in unabhängigen
VOLKSABSTIMMUNGEN mit jeweils großer Mehrheit für den
Anschluß an Rußland im Fall der Krim und im Fall der Ostukraine für die
Ausrufung eines eigenen Staates unabhängig von der gegenwärtigen Ukraine
ausgesprochen.
Es gibt also nach internationalem Recht keinerlei Rechtfertigung für den im
Gange befindlichen, grausamen Krieg der ukrainischen Armee und zahlreicher, vom
Ausland finanzierter Privatarmeen (= Militärfirmen) gegen die sogenannten
„Separatisten“. Deren Geltendmachung des Rechts auf Selbstbestimmung ist völlig
legitim und niemand kann ihnen dieses Recht nehmen; daran ändern auch noch so
entsetzliche GEWALTMAßNAHMEN bzw. deren Befürwortung durch die Regierungen
jener EU-Staaten nichts, die sich ausschließlich als USA-Vasallen definieren,
z.B. jene Großbritanniens und Deutschlands. Diesen TOTENTANZ darf Österreich
auf keinen Fall mittragen
3.Verleichbare aktuelle Beispiele.
Am 18. September 2014 wird
Schottland über die Unabhängigkeit von England abstimmen; am 9. November 2014 soll Katalonien über die Unabhängigkeit von Spanien
abstimmen.
Im Jahre 2008 proklamierte das Parlament der früheren serbischen Provinz Kosovo
die Unabhängigkeit des Landes; diese wurde vom „Westen“ als legal und legitim
angesehen. Warum wird dann der Freiheitswille der Bürger in der Ostukraine vom
„Westen“ kriminalisiert und mit Bomben und Granaten auf Wohnviertel
beantwortet???
Was auch immer der Grund dafür sein sollte - Rohstoffinteressen, Macht- und
Eroberungspolitik, Einkreisung Rußlands durch die NATO, Rettung des Dollars und der US-Wirtschaft mir ihrer
Rekordverschuldung durch Kriegsgewinne - diese
Gewaltpolitik von USA/NATO/EU ist unmenschlich und alle an zivilisierten
Beziehungen zwischen Menschen und Völkern Interessierten sind
aufgerufen, diesem abscheulichen Weg nicht länger widerspruchslos zuzusehen.
4. Zu den Sanktionen.
Es ist unvereinbar mit der
„immerwährenden NEUTRALITÄT“ Österreichs (Wortlaut des
Neutralitätsgesetzes von 1955), Sanktionen, also politische und wirtschaftliche
Strafmaßnahmen, mitzutragen, weil diese von einer Seite (im konkreten Fall
der USA) verhängt werden. Schon gar nicht dann, wenn für die Verhängung solcher
Sanktionen gegen die Russische Föderation kein völkerrechtlich gerechtfertigter
Grund vorliegt (siehe oben).
Mit diesen Sanktionen wurde ein
Wirtschafts- und Handelskrieg mit Rußland auf dem Rücken der Völker begonnen!
Durch das Mittragen dieser Sanktionen des „Westens“ gegen die Russische
Föderation durch die österreichische Bundesregierung wird nicht nur der Wirtschaft und der Bevölkerung
Rußlands, sondern auch Österreichs Wirtschaft und damit dem ganzen Volk
schwerer Schaden zugefügt und Österreich wird damit zum potentiellen
Angriffsziel.
Die Unterstützung der derzeitigen Regierung der Ukraine durch USA und EU ist
auch deshalb zurückzuweisen, da es sich um eine unrechtmäßige, durch einen
gewaltsamen Putsch zustande gekommene Staatsführung handelt, die demokratisch
nicht legitimiert ist. Diesem Putsch ist eine jahrelange politische
Stimmungsmache gegen den russischen Bevölkerungsanteil in der Ukraine durch
über zweitausend (!) sogenannte NGO‘s vorausgegangen, die mit
Milliardenbeträgen vom „Westen“, vor allem den USA, finanziert wurden. Schon
dadurch wurde die staatliche Souveränität der Ukraine auf das gröbste verletzt
und ein friedliches Zusammenleben der Volksgruppen in der Ukraine erschwert.
Dieses Putschregime wurde installiert, weil die rechtmäßige Regierung der
Ukraine und deren gewaltsam verjagter Präsident das geplante
Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU nicht unterzeichnete. Die EU
handelt seither nach dem Motto „Und bist Du nicht willig, so brauch ich
Gewalt!“ Dieses Zitat aus Goethe‘s „Erlkönig“ ist heute leider in der
Weltpolitik noch immer aktuell und darf nicht mehr länger akzeptiert werden.
Systeme, die damit operieren, sind zu verlassen, damit ihnen der Boden für ihr
schändliches Handeln entzogen wird.
5. Solidarität mit den Opfern.
Unser tiefes Mitgefühl gilt den
inzwischen vielen tausend Opfern des gewaltsam
herbeigeführten Konflikts in der Ukraine. Ihr Schicksal könnte morgen auch uns
treffen, auch Österreich liegt geopolitisch an einer Nahtstelle zwischen Ost
und West....
Deshalb ist die Wiederherstellung der NEUTRALITÄT und eines selbständigen
Österreichs mehr denn je das Gebot der Stunde!
6. Aufforderung zur Wiederherstellung des Friedens in
Europa.
Als österreichische, nicht vom
Ausland, sondern ausschließlich durch freiwillige Spenden
österreichischer Bürger finanzierte Arbeitsgemeinschaft rufen wir hiermit alle
Empfänger dieses Protestbriefs auf, zur Wiederherstellung des militärischen, politischen
und wirtschaftlichen FRIEDENS in der Ukraine und damit in ganz Europa durch
Unterstützung folgender Maßnahmen beizutragen:
Einstellung jeglicher Sanktionen gegen die Russische Föderation.Damit
würden auch sofort die Gegen-Sanktionen Rußlands wegfallen. Deutliche
öffentliche Stellungnahmen möglichst vieler offizieller Institutionen gegen die
Sanktionen des „Westens“, wie von der österr. Wirtschaftskammer und von den Regierungen Ungarns und der Slowakei
inzwischen erfolgt.
Beendigung der Einflußnahme von Auslands-finanzierten NGO´s in interne
Angelegenheiten von Staaten zur offenen oder verdeckten Destabilisierung nicht nur in der Ukraine, sondern in allen
demokratischen Staaten als eklatante Verletzung des Selbstbestimmungsrechts der
Völker. Abzug aller einschlägigen Stiftungen/Vereine/Institute und sonstigen
Tarnorganisationen aus der Ukraine und anderswo.
Sofortige Einstellung jeglicher militärischer Unterstützung der Ukraine
durch USA/EU und diesen nahestehenden Privatarmeen-
und Einrichtungen und Abzug derselben. Ermöglichung einer freien,
selbstbestimmten Entwicklung der Ukraine, deren Bürger bereits jetzt einen
hohen Preis für die Destabilisierung ihres Staates zahlen, der ohne diese
Maßnahmen noch massiv steigen wird.
Anerkennung des Anschlusses der Krim an die Russische Föderation und der
staatlichen Unabhängigkeit der Ostukraine auch durch USA und EU, auf jeden Fall
aber durch das neutrale Österreich.
Die Grundlage des Friedens in der
Welt kann nur Gerechtigkeit für alle sein und ein Ende des Messens mit
zweierlei Maß!
Im Namen des überparteilichen
Personenkomitées für den Austritt Österreichs aus der EU:
Inge Rauscher, Obfrau der
Initative HEIMAT & UMWELT, Bevollmächtigte des EU-Austritts-Volksbegehrens,
p.A.A-3424 Zeiselmauer, Hageng. 5.
ihu@a1.net
Ergeht auch an:
Die Klubobmänner bzw. -Obfrauen
der Parlamentsfraktionen, die russische und ukrainische Botschaft in
Österreich, die Generalsekretäre der OSZE, des EUROPARATES und der VEREINTEN
NATIONEN, sowie an viele andere Personen und Institutionen im In- und Ausland.
(Quelle: Wegwarte 4/14)
www.klagemauer.tv/nato-gipfel
***
Offener Brief an Putin und Russland, jetzt reichts uns!
Der ehemalige Oberstleutnant der NATO-Luftwaffe, Jochen Scholz,
schrieb einen offenen Brief an den Präsidenten Russlands, Wladimir
Putin. Ein Brief der es in sich hat und weitherum bekanntgemacht werden
muss. Bitte kopieren und weitersenden.
Jochen Scholz hat bereits in der Vergangenheit mit seinen fundierten
Beiträgen für hochrote Köpfe bei den gleichgeschalteten Medien
verursacht. So als er zum Beispiel in einem Interview auf die
Diskrepanzen zwischen Berichterstattung und den tatsächlichen Gründen
der deutschen Beteiligung am Jugoslawienkrieg im Jahre 1999 hinwies.
Scholz setzte ebenfalls seine Fragezeichen zu den Umständen der
Anschläge des 11. September: Wie konnten 19 teppichmesserschwingende
Studenten davon ausgehen, dass die komplette Flugabwehr der USA an
diesem Tag versagt? Scholz gibt einen tiefen Einblick in die
Ungereimtheiten unter militärischem Blickwinkel und erklärt überdies
auch noch die wirkliche Bedeutung der “Global Missile Defense” in Polen
und Tschechien, was uns nahtlos zur heutigen Situation in der Ukraine
führt. Hier als erstes der offene Brief an Putin, zuletzt finden Sie das
Interview indem die Hintergründe dazu erklärt werden.
Sehr geehrter Herr Präsident!
In Ihrer Rede vor der Staatsduma baten Sie um Verständnis bei den Deutschen.
Wir sind deutsche Staatsbürger, die die Nachkriegszeit mehrheitlich
in der Westhälfte Deutschlands erlebt haben. Als der Kalte Krieg 1990
beendet und unser Land vereinigt wurde, ging ein Aufatmen durch die
Welt, weil die stets drohende Gefahr einer nuklearen militärischen
Auseinandersetzung gebannt schien, die den gesamten Globus in
Mitleidenschaft gezogen hätte.
Deutschland wäre ausgelöscht worden.
Den entscheidenden Beitrag zur Befreiung Europas vom
Nationalsozialismus hat, unter unvergleichlichen Opfern, die Sowjetunion
geleistet. Gleichwohl war sie 1990 bereit, die deutsche
Wiedervereinigung zu unterstützen, 1991 die Warschauer
Vertragsgemeinschaft aufzulösen und die NATO-Mitgliedschaft
Gesamtdeutschlands zu akzeptieren. Dies wurde vom Westen nicht
honoriert.
Der damalige Botschafter der USA in Moskau (1987 bis 1991), Jack
Matlock, hat vor wenigen Tagen in der Washington Post bestätigt, dass
Präsident Bush zugesagt hatte, die Großzügigkeit Präsident Gorbatschows
nicht auszunutzen. Die Ausdehnung der NATO bis in ehemalige
Sowjetrepubliken, die Errichtung von Militärstützpunkten in ehemaligen
Warschauer Vertragsstaaten und der Aufbau eines Raketenabwehrschirms in
Osteuropa bei gleichzeitiger Kündigung des ABM-Vertrages seitens der USA
sind nicht nur eklatante Wortbü che.
Diese Maßnahmen können auch von uns nur als Machtprojektion der
westlichen Führungsmacht verstanden werden, die gegen die von Ihnen
betriebene staatliche und ökonomische Konsolidierung Ihres Landes nach
Ihrem Amtsantritt im Jahr 2000 gerichtet sind. Keir A. Lieber und Daryl
G. Press haben 2006 darüber hinaus in „Foreign Affairs“ mit ihrem
Artikel „The Rise of U.S. Nuclear Primacy” überzeugend dargelegt, dass
der Raketenabwehrschirm einen nuklearen Erstschlag zur nuklearen
Neutralisierung Russlands ermöglichen soll.
Diese Vorgeschichte in geraffter Form bildet den Hintergrund ab, vor
dem wir die Ereignisse in der Ukraine seit November 2013 beurteilen.
Inzwischen ist vielfach dokumentiert, dass die USA die berechtigten
Proteste der ukrainischen Bevölkerung für ihre Zwecke instrumentalisiert
haben. Das Muster ist aus anderen Ländern bekannt: Serbien, Georgien,
Ukraine 2004, Ägypten, Syrien, Libyen.
Auch die Störfaktoren Europäische Union und OSZE wurden, postwendend,
innerhalb von zwölf Stunden nach dem von den Außenministern des
Weimarer Dreiecks ausgehandelten friedlichen Machtwechsel unter
Zuhilfenahme faschistischer Kräfte ausgeschaltet. Wer hinter der
jetzigen Putschregierung in Kiew steht, zeigen die Partner auf der
Website der Open Ukraine Foundation des amtierenden Ministerpräsidenten.
Die inner- und völkerrechtlichen Fragen zur Sezession der Krim werden
unterschiedlich beantwortet. Wir wollen die Vorgänge hier nicht
juristisch, sondern ausschließlich politisch bewerten und einordnen. Vor
dem Hintergrund der Entwicklung in Europa seit 1990, der Dislozierung
der rund 1000 US-Militärbasen weltweit, der Kontrolle der Meerengen
durch die USA und der von den Gewalttätern des Majdan ausgehenden Gefahr
für die russische Schwarzmeerflotte sehen wir die Sezession der Krim
als eine defensive Maßnahme mit einer gleichzeitigen Botschaft: bis
hierher und nicht weiter! Der entscheidende Unterschied zur
Unabhängigkeits-erklärung des Kosovo ist, dass hierfür mit dem
völkerrechtswidrigen Luftkrieg der NATO – leider mit Beteiligung
Deutschlands – erst die Voraussetzung geschaffen wurde.
Sehr geehrter Herr Präsident, Sie haben bereits vor knapp vier Jahren
für eine Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok geworben.
Sie wäre die ökonomische Basis für das „Gemeinsame Haus Europa“. Die
Ukraine könnte eine ideale Brückenfunktion für die künftige Kooperation
zwischen der von Ihnen angestrebten Eurasischen Union und der
Europäischen Union einnehmen, nicht zuletzt in kultureller Hinsicht. Wir
sind überzeugt, dass die massive Einflussnahme der USA das Ziel hatte,
diese Brückenfunktion auszuschalten. In der EU-Kommission haben sich
diejenigen Kräfte durchgesetzt, die die Politik der USA gegen Russland
unterstützen. Die Rede des Geschäftsführenden Generalsekretärs des
Europäischen Auswärtigen Dienstes, Pierre Vimont, am 14. März dieses
Jahres ist insofern eindeutig (EurActiv: „EU shunned from US-Russia
meeting on Ukraine“).
Sehr geehrter Herr Präsident, wir bauen darauf, dass Ihre historische
Rede im Jahr 2001 im Deutschen Bundestag auch künftig die Grundlage für
Ihr Handeln gegenüber der EU und Deutschland bilden wird. Die aktuellen
Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen keine Konfrontation
mit der Russischen Föderation wünscht und Verständnis für die russische
Reaktion auf die Ereignisse in der Ukraine aufbringt. Wir verkennen
nicht die Schwierigkeiten, denen die deutsche Politik als Mitglied der
EU und der NATO in Bezug auf Russland ausgesetzt ist, sie sind auch
Ihnen bekannt. Zumindest erwarten wir jedoch, dass die Bundesregierung
nach dem alten Römischen Rechtsgrundsatz audiatur et altera pars
handelt. Dies wurde im Zusammenhang mit der Nachbarschaftspolitik der EU
im Fall der Ukraine unterlassen.
Russland hat seine im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommenen 27
Millionen Menschen selbst im Kalten Krieg nicht gegen Deutschland
politisch instrumentalisiert. Diese innere Größe allein verdiente eine
andere Qualität in den Beziehungen zwischen unseren Ländern. Die
Menschen in Deutschland haben hierfür ein feines Gespür: Als sich 1994
die „Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ mit einem
Auftritt ihres Musikkorps auf dem Platz vor der Bundeskunsthalle in Bonn
aus Deutschland verabschiedete, spielten sich bewegende Szenen zwischen
den zahlreichen Zuschauern und den Musikern ab. In diesem Zusammenhang
fällt uns zu der aktuellen Berichterstattung und Kommentierung der
deutschen Medien nur ein treffendes Adjektiv in englischer Sprache ein:
disgusting.
Sehr geehrter Herr Präsident, mit unseren bescheidenen Mitteln als
einfache Staatsbürger werden wir dazu beitragen, dass die beabsichtigte
Spaltung Europas nicht gelingt, sondern die Ideen von Gottfried Wilhelm
Leibniz zu neuem Leben erweckt werden. Wir sind überzeugt: nur wenn die
Staaten und Völker des eurasischen Doppelkontinents ihre
Angelegenheiten miteinander friedlich, respektvoll, kooperativ, auf der
Grundlage des Rechtes und ohne Einmischung von außen regeln, wird dies
auch auf die übrige Welt ausstrahlen. Wir verstehen Sie in diesem Sinn
als Verbündeten.
Für Ihre jetzige, und hoffentlich auch die nächste Amtsperiode wünschen wir Ihnen Kraft, Stehvermögen, Klugheit und Geschick.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Jochen Scholz, Oberstleutnant a.D.
Die Erstunterzeichner dieses Briefes finden Sie namentlich nach dem eingefügten Interview mi Jochen Scholz aus dem Jahr 2009:
Erstunterzeichenr des offenen Briefes:
Volker Bräutigam, Journalist
Wolf Gauer, Filmemacher/Journalist
Andreas Hauß, Historiker, Publizist
Regine Naeckel, Redakteurin
Dr. Ludwig Watzal, Journalist und Redakteur, Bonn Stefan Siegert,
Zeichner, Autor Peter Kleinert, Journalist, Dokumentarfilmer,
Herausgeber der Neue Rheinische Zeitung Günter Schupp, Rentner Ulrich
Sander, Journalist, Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes/Bund der Antifaschisten Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin
und Autorin Benjamin Hecht Peter Lommes, Immobilienkfm., Wilfried R he,
Rentner, Hauptmann a.D. der NVA, Vorsitzender der Gemeinschaft der 13er
e.V., Claudia Karas, Aktionsbündnis f r einen gerechten Frieden in
Palästina, Friedensaktivistin Peter M. Richter, Jurist Antje Richter,
Diplombibliothekarin Tilo Schönberg, Herausgeber des Informationsportals
0815-info.com Hartmut Barth-Engelbart, Schriftsteller, Kabarettist,
Liedermacher, Historiker Günter Schenk, membre du Collectif Jud o Arabe
et Citoyen pour la Palestine, Strasbourg Wolfgang Jung, Herausgeber der
LUFTPOST Ulrich Gellermann, Herausgeber der Rationalgalerie Tim
Bräutigam, Kundenbetreuer Rainer Rupp, Journalist Winfried Belz,
Dipl.-Theologe, Klinikseelsorger i.R.
Friedrich Gentzsch, Dipl.-Ing. Architekt Birgit Gentzsch, Lehrerin i.R
GEW Harri Grünberg, Vorsitzender des Netzwerkes Cuba, Mitglied des
Bundesausschusses der Partei Die Linke Dr. Werner Bollendorf,
Historiker, selbst. Kaufmann i.R.
Thomas Immanuel Steinberg, Rentner, Fritz Reichert, Physiker, Dr.
Manfred Lotze, Arzt, Annette Klepzig, MTA im Ruhestand, Mitglied bei Pax
Christi Dr. Dieter Weber, Historiker und Archivar Dr. med. Jens Wagner,
Assistenzarzt, IPPNW Johannes Klier, Musiker Ingrid Hacker-Klier,
Übersetzerin Norbert Bragoner, Rentner Dr. Albrecht Jebens,
Chefredakteur, Lektor und Autor Samy Yildirim, Dipl. Phys., Maria Pauli,
Kunsthandwerkerin, Kurt Wirth, Dipl.-Kfm./Rentner, Elisabeth Woeckel,
Theologin, Dozentin i. Brasilien, Syrien, Sri Lanka, i. R., Dr. Dirk-M.
Harmsen, Physiker, Leitungskreis Forum Friedensethik (FFE) in der
Evangelischen Landeskirche in Baden Flora Erler, Rentnerin Irma
Dillmann, Rentnerin Jürgen Rose, Oberstleutnant a. D., Vorstandsmitglied
des Arbeitskreises Darmstädter Signal Karl-Heinz Walloch,
Dokumentarfilmer Ren Pauli, Polizeibeamter Esther Thomsen,
Diplom-Theologin Prof. Dr. Werner Ruf, Politikwissenschaftler Wolfgang
Reinicke-Abel, M.A. phil.p d., Kulturmanager Christine Reinicke, M.A. ,
Schulleiterin Dr. phil. Tatjana Weber, Diplomlehrerin f r Russisch und
Geschichte Erasmus Schäfer, ‘Schriftsteller, K ln Peter Bautsch, Rentner
Gudrun Rafeld, Rentnerin Dr. Izzeddin Musa, Diplomgeologe i.R.,
Vorsitzender der Gesellschaft zur Humanitären Unterstützung der
Palästinenser e.V., Dr.-Ing. Dietrich Schulze, Beiratsmitglied
NaturwissenschaftlerInnen-Friedensinitiative, Tobias Ganietz, Zimmerer,
Hans Christange, Diplom-Jurist, Rentner, Partei DIE LINKE Prof. Dr.
Frank-Rainer Schurich, Publizist Dr. Hassan Swelim, Physiker Alexander
Bese, Krankenpfleger Olga Bese Betriebswirtin Frank Skischus,
Bundesausschuss Friedensratschlag, Kassel Renate Schoof,
Schriftstellerin Ursula Schleier, Ärztin i.R., Thomas Gotterbarm, Med.
Dokumentar/Übersetzer Rudolf Reddig, Historiker Wolfgang Behr, Kartograf
Dr. George Alfred Kouchakji , Retired Medical Microbiologist Frank
Skischus, Bundesausschuss Friedensratschlag, Kassel Maria von Choltitz,
Oberstudienr tin a.D., Bündnis90/Die Grünen,Tochter des Eroberers der
Krim und des Retters von Paris vor der Zerstörung durch Hitler Dr.
Wolfgang Bittner, Schriftsteller Dietrich Schulze, Dr. Almuth Benzel,
Karin Hamacher, Volker O Barden, Tobias Gdanietz-Zimmerer, Dr. Bernd
Bornemann Gerhard Duemchen, Pfr. i.r.
Ole Chmilewski, Heinz Brüggemann, Günther Wilke, Journalist, Marianne
Wilke, Erica Warncke, Marlen Goischke, Rentner, Maaten Slooves, Rentner,
Wolfram Jasker, Irmgard Jasker, Helga Meyer, Brigitte v. Winterfeld,
Rentnerin, Rainer Mehl, Rentner, Gesa Metzger, Inge L ers, Valentin
Bese, Bürokaufmann, Jochen Vogler, Rentner, Landessprecher der VVN-BdA
NRW Edgar Fries, Dipl.Ing. Stadtplaner/Rentner Karl Schmidt, Pfarrer
i.R., Helmut Jaskolski, Lehrer i.R., Mitglied Pax Christi Hanna
Jaskolski Michael Poost, Texter und Programmierer Dr. Peter Kern,
Professor a.D., Andreas Winterhalder, Lehrer
Frithjof Newiak, Absolvent Staatliche Universität Charkow /Ukraine Sonja
Newiak, ehemals Studierende in Charkow/Ukraine Hans-Günther Schramm
Christoph, Paschke, EDV-Leiter Mario Schweizer, technischer Betriebswirt
Susanne Wiesinger, Übersetzerin Jochen Adolff, Grafikdesigner Carsten W
lk, Rentner Jessica Mayer, Mutter und Hausfrau Dr. Rudolph Bauer, Prof.
em., Dipl.-Psych. Marianne S rensen-Bauer, Psychotherapeutin Florian
Finke, angehender Student Wolfgang Ney Willy Wahl, Herausgeber d.
Internet-Blogs Seniora.org Margot Wahl Klaus H. Jann, Roter Reporter Dr.
Bernd Bornemann, Kunsthistoriker, Kulturschaffender Dipl.Ing. Ernst
Dokter, VDI Hans-Ulrich B nger, Dipl.-Sozialwirt, Rentner Michael Poost;
Journalist Sybille Maggraf, Literaturp dagogin Holger Platta, Autor und
Wissenschaftsjournalist Edgar Fries Anita Binz (Schweiz) Ursula
Schleier Dr. theol. Holger Müller, Pfarrer, Beauftragter der
Evangelischen Landeskirche in Baden f rs Konstanzer Konzil-Jubiläum
Angelika Wolfrum-Daub, Physiotherapeutin Peter G. Spengler, Redaktion
Studien von Zeitfragen Professor Dr. Hans-Christian Günther, Universität
Freiburg Ulrike Schramm, Kinderkrankenschwester Werner Schramm,
Erziehungswissenschaftler Manfred Hausherr – Willmann, Selbständiger
Heinz A. Schammert, Erziehungsberater Brigitte Brecht, Opernregisseurin
Katharina Bachmann, Vors. Die NaturFreunde OG Schopfheim e. V. Stefan
Pertschi, Dessinateur, Udo Stampa, Richter am Landessozialgericht Werner
Heinlein, Justizbeamter i.R Hans Christange Inge Baumgart, Rentnerin
Christa Willich-Klein, Dipl.-Psychologin Christine Ehrlenspiel,
Oberstudienrätin i.R. Dieter Anschütz, Oberstudienrat i.R. Dr. Theresia
Sauter-Bailliet, Rentnerin Dr. med. Frank Baum, Facharzt f.
Allgemeinmedizin, Klin. Geriatrie (IPPNW, Verein demokr. Ärztinnen u.
Ärzte, ver.di) Michael Schoof, Rentner Dr. Jürgen Koch Uta Koch Rainer
Kluckhuhn, Lehrer a.D.
Dipl.-Biol. Doris Grunert, Fach Ärztin f r Humangenetik, Universität
Bremen Albert Haller Dipl.-Ing. Wolfgang Herzig, Oberst a.D. Helmut
Rössler, Rentner, Jens Loewe, Unternehmer, Fa. Bormann & Loewe GbR
Gerhard Zwerenz, Schriftsteller Ingrid Zwerenz, Autorin Doris Schilling,
Unternehmerin Sebastian Zachow-Vierrath Elke Minx Senior Mitglied der
Linken Horst Müller, Bauing. Eva Maria Müller, Diplom-Jurist, Udo
Meurer, Industriemechaniker, Dr. Vera Hartlapp, Psychiaterin i.R.
Brigitte Rauscher, Peter Rauscher, Rentner, PD Dr. Hamid Reza Yousefi,
Universität Trier Günter Schroth, Erwachsenenbildner i.R. CLAUDE
GREGOIRE, Luxemburger Staatsbürger Christa Oppermann, Rentnerin Dietrich
Hyprath, Dipl.-Ing. i.R. Josef Gottschlich, Lehrer und Referent f r
Grundschule im IRP Freiburg Klaus-Dieter Mudra J rg Spannbauer,
selbständiger Filmtheater Betreiber Ernst Albers-Buttstaedt, Fachpfleger
für Sozialpsychiatrie i.R. Stefan Buttstaedt, Verwaltungsangestellter
i.R., Dr. med. BG John Heinzow, Arzt/Umweltmedizin Wolfgang
Eschenbacher, Makroökonom Andreas Gaube, Grafiker Dipl. Ing. Dusan,
Radakovic, Rentner Peter B , Pfarrer i.R. Tatjana He , private
Seniorenbetreuerin
Gudrun Fenten, Chemotechnikerin im Ruhestand Klaus Fenten, Architekt im
Ruhestand Anke Wetekamp, Lehrerin Walter Mayer, Karlsruhe / Bibliothekar
im Ruhestand Prof. Hermann Kendel, Lindenallee 32, 14050 Berlin
Dipl.-Kfm. Christan Ottens, kaufm. Angestellter Christine Green-Ottens,
Dioplom Sozialpädagogin Dr. Christian Fischer, Beratender Ingenieur,
öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger Cyrill Pech,
Berlin, Pfarrer i.R. Veronika Thomas-Ohst, Aachen, Vorsitzende des
Aachener FriedensEuregio-Projektes Burkhard Redeker, Essen, Angestellter
einer Universität
(Telepolis)
***
Offener Brief an Angela Merkel
Amerikanische Ex-Geheimdienstmitarbeiter warnen vor Behauptungen der
Geheimdienste zur Ukraine und erinnern an die irakischen
Massenvernichtungswaffen
Wir, die Unterzeichner, sind langjährige Veteranen der
US-Nachrichtendienste. Wir unternehmen den außergewöhnlichen Schritt,
diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um Ihnen die Gelegenheit zu
geben, vor dem NATO-Gipfel am 4. und 5. September Einblick in unsere
Sicht der Dinge zu bekommen.
Es ist beispielsweise wichtig für Sie zu wissen, dass
Anschuldigungen hinsichtlich einer großangelegten russischen Invasion in
der Ukraine offenbar nachrichtendienstlich nicht zuverlässig gesichert
sind. Vielmehr scheint die "Intelligence" von derselben politisch
festgelegten Art zu sein, mit der vor 12 Jahren der Angriff auf den Irak
"gerechtfertigt" wurde. Wir sahen damals keine glaubwürdigen Beweise
für Massenvernichtungswaffen; wir sehen jetzt keine glaubwürdigen
Beweise für eine russische Invasion. Vor 12 Jahren verweigerte der
damalige Kanzler Schröder in Anbetracht der vagen Hinweise auf irakische
Massenvernichtungswaffen die Teilnahme am Angriff auf den Irak. Unserer
Ansicht nach sollten Sie Anschuldigungen des US-Außenministeriums und
von NATO-Vertretern hinsichtlich einer Invasion Russlands in der Ukraine
mit angemessenem Misstrauen begegnen.
Präsident Barack Obama versuchte am gestrigen Tage, die
Rhetorik seiner eigenen führenden Diplomaten sowie der kommerziellen
Massenmedien abzukühlen, als er die jüngsten Vorgänge in der Ukraine mit
den Worten "...eine Weiterführung dessen, was in den letzten Monaten
geschehen ist ... es ist nicht wirklich eine Änderung" beschrieb.
Obama hat jedoch nur schwache Kontrolle über die
politischen Entscheidungsträger in seiner Regierung, die leider über
keinen nennenswerten Sinn für Geschichte verfügen, keine Erfahrungen mit
Kriegen haben und Politik mit anti-russischen Ressentiments
verwechseln. Vor einem Jahr war es "Falken" unter den Vertretern des
Außenministeriums bereits beinahe gelungen, Obama zu einem
großangelegten Angriff auf Syrien zu bewegen - wiederum auf
"nachrichtendienstlichem" Material beruhend, das im besten Fall
zweifelhaft war.
Vor allem, weil vermehrt Geheimdienstinformationen
hervorgehoben werden, auf die sich scheinbar verlassen wird und die wir
für gefälscht halten, denken wir, dass die Wahrscheinlichkeit einer
Eskalation der Kampfhandlungen über die Grenzen der Ukraine hinaus in
den letzten Tagen erheblich gestiegen ist. Wichtiger aber ist, dass wir
überzeugt sind, dass diese wahrscheinliche Entwicklung vermieden werden
könnte, was von der gesunden Skepsis abhängt, die Sie und andere
führende Politiker Europas zum NATO Gipfel in der kommenden Woche
mitbringen.
Erfahrungen mit Unwahrheit
Es bleibt zu hoffen, dass Ihre Berater Sie auf die
durchwachsene Bilanz hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit des
NATO-Generalsektretärs Anders Fogh Rasmussen hingewiesen haben. Es
erscheint uns, als würden Rasmussens Reden nach wie vor regelmäßig in
Washington geschrieben. Dies war mehr als deutlich am Tag vor der
US-geführten Invasion im Irak, als er in seiner Funktion als dänischer
Premierminister seinem Parlament vortrug: "Irak hat
Massenvernichtungswaffen. Das ist nicht etwas, das wir lediglich
vermuten. Wir wissen es."
Bilder können mehr sagen als tausend Worte. Wir haben
erhebliche Erfahrung mit der Sammlung, Analyse und Berichterstattung zu
jeder Art von Satellitendaten und anderem Bildmaterial sowie anderer
Arten nachrichtendienstlicher Quellen. Es soll hier ausreichen, deutlich
zu machen, dass die am 28. August von der NATO veröffentlichten Bilder
eine sehr fadenscheinige Grundlage dafür bilden, Russland eine Invasion
der Ukraine vorzuwerfen. Traurigerweise haben sie starke Ähnlichkeit mit
den Bildern, die am 5. Februar 2003 von Colin Powell vor den Vereinten
Nationen gezeigt wurden und die ebenfalls nichts bewiesen.
An eben jenem Tag warnten wir Präsident Bush, dass
unsere ehemaligen Analysten-Kollegen "zunehmend verstört über die
Politisierung der Nachrichtendienste" waren, und wir sagten ihm
geradeheraus, dass "Powels Präsentation nicht annähernd einen Grund
bietet", der einen Krieg rechtfertigen würde. Wir mahnten Mr. Bush, "die
Diskussion...über den Kreis jener Berater hinaus zu erweitern, die klar
einen Krieg anstreben, für den wir keinen überzeugenden Grund sehen und
dessen unbeabsichtigte Konsequenzen vermutlich katastrophal sein
würden".
Betrachten Sie Irak heute. Schlimmer als katastrophal.
Obwohl Präsident Wladimir Putin bisher beträchtliche Zurückhaltung im
Ukraine Konflikt gezeigt hat, halten wir es für erforderlich, daran zu
erinnern, dass Russland ebenfalls zu "Shock and Awe" in der Lage ist.
Wenn auch nur die kleinste Wahrscheinlichkeit besteht, dass derlei
aufgrund der Ukraine Europa betreffen könnte, sollten nüchtern denkende
Führungspersonen dies sehr sorgfältig durchdenken.
Wenn die von der NATO und den USA freigegebenen Fotos
den besten verfügbaren "Beweis" einer russischen Invasion darstellen,
verstärkt dies unseren Verdacht, dass aktuell erhebliche Anstrengungen
unternommen werden, um Argumente für den NATO-Gipfel zu stärken, auf
deren Grundlage Maßnahmen verabschiedet werden sollen, die Russland mit
Sicherheit als Provokation ansehen wird. Sie sind zweifelslos vertraut
mit dem Ausdruck "Caveat Emptor". Es soll genügen hinzuzufügen, dass man
allem, was Mr. Rasmussen oder selbst Außenminister Kerry zu verkaufen
versucht, mit äußerster Vorsicht begegnen sollte.
Wir vertrauen darauf, dass Ihre Berater Sie hinsichtlich
der Ukraine-Krise seit Anfang 2014 auf dem Laufenden gehalten haben,
auch darüber, wie sehr die Möglichkeit einer NATO-Mitgliedschaft der
Ukraine für den Kreml ein Anathema ist. Gemäß eines Telegramms vom 01.
Februar 2008 (veröffentlicht durch WikiLeaks) von der US-Botschaft in
Moskau an die damalige Außenministerin Condoleezza Rice, wurde
US-Botschafter William Burns zu Außenminister Sergey Lawrow gerufen, der
ihm Russlands starken Widerstand gegen eine NATO-Mitgliedschaft der
Ukraine erläuterte.
Lavrov warnte spezifisch vor "Befürchtungen, dass das
Thema das Land entzweien und zu Gewalttätigkeiten führen könnte oder
sogar, so behaupten manche, zu einem Bürgerkrieg, der Russland dazu
zwingen würde, über eine Intervention nachzudenken". Burns gab seinem
Telegramm den ungewöhnlichen Titel "NYET heißt NYET: RUSSLANDS ROTE
LINIEN ZUM THEMA NATO-ERWEITERUNG" und schickte es mit HÖCHSTER
Priorität nach Washington. Nur zwei Monate später verabschiedeten
NATO-Führer auf ihrem Gipfel in Bukarest in einer formalen Erklärung,
dass "Georgien und die Ukraine in der NATO sein werden."
Gerade gestern behauptete der ukrainische
Ministerpräsident Arseni Jazenjuk über sein Facebook-Account, dass er
mit Unterstützung des Parlaments darum nachgesucht hat, den Weg zu einer
NATO-Mitgliedschaft offen zu halten. Jazenjuk war natürlich nach dem
Staatsstreich am 22. Februar Washingtons erste Wahl für das Amt des
Ministerpräsidenten. "Yats ist unser Mann", sagte die stellvertretende
Außenministerin Victoria Nuland einige Wochen vor dem Coup in einem
abgefangenen Telefongespräch mit dem US-Botschafter in der Ukraine,
Geoffrey Pyatt. Vielleicht erinnern Sie sich, dass dies dasselbe
Gespräch war, in dem Nuland sagte: "f*ck die EU."
Zeitpunkt der russischen "Invasion"
Nach der gängigen Sichtweise, die noch vor wenigen
Wochen von Kiew verbreitet wurde, hatten ukrainische Kräfte die Oberhand
im Kampf gegen die Anti-Coup-Föderalisten gewonnen, was im großen und
ganzen als Reinigungsaktion dargestellt wurde. Aber dieses Bild der
Offensive stammt fast vollständig von offiziellen Regierungsquellen in
Kiew. Es gab nur sehr wenige Berichte, die unmittelbar aus der
südöstlichen Ukraine stammten. Es gab jedoch einen, der den ukrainischen
Präsidenten Petro Poroschenko zitierte, der Zweifel an den
Regierungsdarstellungen aufkommen ließ.
Gemäß der "Pressestelle des Präsidenten der Ukraine" am
18. August ordnete Poroschenko eine "Umgruppierung der an der
Militäraktion beteiligten ukrainischen Einheiten im Osten des Landes"
an. "...Heute müssen wir eine Neuordnung der Kräfte vornehmen, die unser
Territorium verteidigen werden - sowie fortgesetzte Bodenoffensiven",
sagte Poroschenko und fügte hinzu: "Wir müssen unter den neuen Umständen
einen neuen Militäreinsatz in Betracht ziehen."
Falls die "neuen Umstände" den erfolgreichen Vormarsch
der ukrainischen Regierungskräfte bezeichnen sollte, weshalb sollte es
nötig sein, die Kräfte "umzugruppieren" und "neu zu ordnen"? Etwa zur
selben Zeit begannen Quellen vor Ort über eine ganze Reihe erfolgreicher
Angriffe der Anti-Coup-Föderalisten auf die Regierungskräfte zu
berichten. Nach diesen Quellen waren es die Regierungstruppen, die
begannen, schwere Verluste zu erleiden und an Boden zu verlieren,
weitgehend aufgrund von Ungeschick und mangelhafter Führung.
Zehn Tage später, als sie eingekesselt waren und/oder
sich zurückzogen, war mit der "russischen Invasion" eine vorbereitete
Ausrede gefunden. Exakt in diesem Augenblick wurden die verschwommenen
Aufnahmen von der NATO veröffentlicht, und Reporter wie Michael Gorden
von der New York Times wurden von der Leine gelassen, um zu verbreiten,
dass "Die Russen kommen". (Michael Gordon war einer der lautstärksten
Propagandisten für den Krieg gegen den Irak.)
Keine Invasion - aber reichlich andere russische Unterstützung
Die Anti-Coup-Föderalisten in der südöstliche Ukraine
erfreuen sich erheblicher lokaler Unterstützung, zum Teil aufgrund der
Artillerieangriffe von Regierungstruppen auf große Bevölkerungszentren.
Und wir vermuten, dass russische Unterstützung über die Grenze geflossen
ist, einschließlich - und das ist von erheblicher Bedeutung -
ausgezeichneter Gefechtsfeld-Aufklärung. Allerdings ist es alles andere
als klar, dass diese Unterstützung zu diesem Zeitpunkt auch Panzer und
Artillerie umfasst - hauptsächlich weil die Föderalisten besser geführt
wurden, um Regierungstruppen festzusetzen.
Gleichzeitig haben wir keinerlei Zweifel daran, dass die Panzer kommen werden, falls und wenn die Föderalisten sie benötigen.
Genau dies ist der Grund, weshalb die Situation eine
gemeinsame Anstrengung für einen Waffenstillstand erfordert, den, wie
Sie wissen, Kiew bisher hinausgezögert hat. Was muss an diesem Punkt
unternommen werden? Nach unserer Ansicht muss Poroschenko und Jazenjuk
klargemacht werden, dass eine NATO-Mitgliedschaft nicht auf dem Tisch
liegt und dass die NATO keinerlei Interesse an einem Stellvertreterkrieg
mit Russland hat - insbesondere nicht zur Unterstützung der
zusammengewürfelten ukrainischen Armee. Anderen NATO-Mitgliedern muss
dies ebenfalls gesagt werden.
Für die Lenkungsgruppe der Veteran Intelligence
Professionals for Sanity (Pensionierte Geheimdienstexperten für den
gesunden Menschenverstand)
William Binney, ehemaliger technischer Direktor, Welt
geopolitische & militärische Analyse, NSA; Mitbegründer, SIGINT
Automation Research Center (i.R.)
Larry Johnson, CIA & Außenministerium (i.R.)
David MacMichael, National Intelligence Council (i.R.)
Ray McGovern, ehemaliger US Army Infanterie / Nachrichtenoffizier und
CIA-Analyst (i.R.)
Elizabeth Murray, stellvertretender National Intelligence Officer im
Mittleren Osten (i.R.)
Todd E. Pierce, MAJ, US Army Judge Advocate (Ret.)
Coleen Rowley, Abteilungsanwältin & Special Agent, FBI (i.R.)
Ann Wright, Oberst der US-Armee (i.R.); Foreign Service Officer
(zurückgetreten)
(Telepolis)
Offener Brief von Professor Cees Hamelink: “Entschuldigung Herr Putin!”
Sehr geehrter Herr Präsident Putin,
hiermit möchten wir uns im Namen eines Teils niederländischer Bürger für unsere Regierung und unsere Medien entschuldigen.
Die Wahrheit wird verdreht um Sie und Ihr Land in ein schlechtes Licht zu rücken.
Machtlos müssen wir zusehen wie der Westen, unter der Führung der
Vereinigten Staaten, Russland der Aktivitäten beschuldigt an denen sie
selber beteiligt sind. Das planmäßige Messen mit zweierlei Maß ist
verwerflich. Der Westen verurteilt ohne genügend Beweise zu erbringen.
Wie Sie, ohne Beweise, verurteilt werden für das Verüben von sogenannten
Verbrechen, ist eine äußerst freche und anstößige Angelegenheit.
Sie haben uns, während des Syrien-Konflikts, vor einem Weltkrieg
gerettet. Der Gasangriff auf syrische Bürger wurde Assad in die Schuhe
geschoben, obwohl Al- Qaida-ähnliche-Typen, trainiert und bewaffnet von
den Vereinigten Staaten und bezahlt von Saudi-Arabien, diesen Massenmord
auf ihrem Gewissen haben. Hiermit hoffte der Westen, dass die Welt sich
gegen Assad wenden und ein Angriff auf das Land gutheißen würde.
Nicht lange danach haben westliche Organisationen die Opposition der
ukrainischen Regierung aufgebaut, bewaffnet und trainiert um die
Regierung zu stürzen. Die neuen Machthaber wurden durch den Westen in
Windeseile anerkannt. Dieser neuen Regierung wurde von unserem
Steuergeld Kredite als Belohnung vergeben, um sie damit zu verpflichten.
Die Bevölkerung der Krim war damit nicht einverstanden und zeigte das
mittels friedlicher Demonstrationen. Gewalt, angewendet von anonymen
Heckenschützen und später durch die ukrainische Armee hat dazu geführt,
dass die Bewohner der Krim sich von der Ukraine trennen wollten. Ob Sie
nun die Separatisten unterstützt haben oder nicht, es steht unserer
Regierung nicht zu, Ihnen deshalb Vorwürfe zu machen.
Russland wird zu Unrecht, ohne Untersuchung und lückenlose Beweise,
der Lieferung eines Waffensystems beschuldigt, das womöglich ein
Passagierflugzeug abgeschossen hat. Aus oben genannten Gründen meint
unsere Regierung Russland mit Sanktionen zu belegen.
Wir wache Niederländer, die diese Propaganda der westlichen Medien
und die Lügen unserer Politiker durchschauen und ablehnen, wollen uns
hiermit bei Ihnen entschuldigen. Es ist leider so, dass unsere Medien
jede Art gesunder und unabhängiger Kritik verloren haben, und nur
berichten was die Politik vorschreibt.
Dadurch haben die Bürger des Westens ernsthafte Probleme die Wahrheit
zu erkennen, und versäumen so die Möglichkeit ihren Politikern bei den
Wahlen einen Denkzettel zu verpassen.
Sehr geehrter Herr Präsident Putin, wir hoffen auf Ihre Weisheit. Wir
wollen Frieden. Wir sehen, dass die westliche Politik gegen ihre Bürger
und für einen Plan für eine Neue Weltordnung arbeitet. Das Vernichten
von souveränen Staaten und das Töten von unzähligen Millionen Menschen
ist für unsere westlichen Weltführer anscheinend das Opfer das
dargebracht werden muss, um ihr Ziel zu erreichen. Wir, die Bürger der
Niederlande wollen Gerechtigkeit und Frieden, auch mit Russland.
Wir wollen Ihnen hiermit deutlich machen, dass die niederländische
Regierung nur für sich spricht. Wir hoffen mit dieser Erklärung unseren
Anteil beitragen zu können, um die steigende Spannung zwischen unseren
Staaten zu entschärfen.
Hochachtungsvoll,
Professor Cees Hamelink.
Verweise:
http://ommekeer-nederland.nl/brief-aan-de-bank-kunt-u-de-rente-verlagen/
DE Brief an Putin:
http://ommekeer-nederland.nl/documents/brief-putin-de.pdf
EN Letter to Putin:
http://ommekeer-nederland.nl/documents/letter-putin-en.pdf
NL Brief aan Putin:
http://ommekeer-nederland.nl/documents/brief-aan-putin-nl.pdf
Professor Cees Hamelink. Waarom moet je niet geloven wat in de krant staat?
http://youtu.be/_tf1FA3gqWE
Historische claim laat zien waarom de Krim Rusland aangaat
http://bit.ly/1jN3m2x
(neopresse.com)
Offener Brief an Merkel von Ex-NSA-Direktor: