Der EU-Beitritt und die Folgeverträge sind verfassungwidrig und höhlten die Souveränität Österreichs unrechtmäßig aus: Rund 90% der Gesetze gehen von der EU aus. Österreich wird weitgehend fremdbestimmt; demokratische Kontrolle durch die Bürger ist praktisch nicht mehr vorhanden.Das Europäische Parlament ist kein rechtsstaatliches Parlament und kann das demokratische Defizit der EU-Rechtssetzung nicht beheben.Die Prinzipien der Österreichischen Bundesverfassung sind verletzt. Durch die Euro-"Rettung" werden Steuerzahler zur Kasse gebeten und haften für Zig-Milliarden. Dem Sozialprinzip wird durch die neoliberale Wirtschaftsverfassung der EU keine Chance gegeben. Die Löhne sinken, die Arbeitslosenheere werden größer. Die Staatsschulden explodieren. Die an die EU zur gemeinschaftlichen Ausübung übertragenen Hoheiten sind nicht eng begrenzt, sondern weit und offen. Welcher heimischer Politiker kann das noch überschauen und verantworten? Jedenfalls haben die Österreicher nie dieser Entwicklung zugestimmt. Die EU hat sich zum illegal zum funktionalen Bundesstaat entwickelt. Ohne Mehrheit in einer bundesweiten Volksabstimmung ist das illegal! Auch die Schweizer müssen um ihre Souveränität kämpfen. Der Druck durch die EU wird größer: Ein Rahmenvertrag, der de facto die Souveränität der Eidgenossen nimmt, wird derzeit verhandelt. Die Bürger müssen aufpassen und ein Referendum in dieser Frage einleiten.
Der Schweizer Bundesrat UeliMaurer am 25.10.2014 zum Thema Souveränität.
Prüfen Sie internationale Bindungen
jeweils mit einer ganz einfachen Frage: Können wir noch selbst bestimmen
oder bestimmen andere über uns?
„Ich bin heute hierhergekommen, um Sie vor einem Trick zu warnen – vor einem simplen, aber
wirkungsvollen Trick. Sie wissen ja, wie ein Weinpanscher vorgeht.
Er mischt den teuren Wein mit billigem Fusel. Die Etikette bleibt die gleiche. Aber der Inhalt
ist ausgedünnt, wertlos und ungesund. Es gibt nicht nur Weinpanscher, es gibt auch Begriffspanscher.
Das geht dann so: Man nimmt einen unserer zentralen Werte, der uns Schweizern
viel bedeutet. Und dann beginnt man, diesen zu verwässern und abzuändern oder sogar ins
Gegenteil zu verdrehen. Zum Beispiel die Souveränität. Da wird ein neuer Megatrend ausgerufen.
Es heißt: Absolute Souveränität gebe es gar nicht; oder auch, man müsse die Souveränität
neu definieren. Und immer wieder auch die Behauptung:
Wenn wir hier und dort auf Souveränität verzichten, dann würden
wir damit insgesamt unsere Souveränität stärken. […] Wer in dieser absurden Logik zu Ende
denkt, der käme unweigerlich zum Schluss: Es gäbe keine bessere Rechtsstellung als die eines
Bevormundeten. Und niemand wäre so frei wie ein Sklave. Das ist natürlich Unsinn, auch wenn
er bisweilen sogar von Professoren verbreitet wird".
Die Bedeutung der Souveränität
Gehen wir der Sache auf den Grund: Was heisst eigentlich
Souveränität? Souveränität heisst ganz einfach Unabhängigkeit vom
Einfluss anderer Staaten. So steht es im Duden. Wir können auch sagen,
Souveränität heisst Selbstbestimmung im Gegensatz zu Fremdbestimmung.
Dank der Souveränität können wir Bürgerinnen und Bürger selbst über
unser Schicksal entscheiden. Wir geben uns die Regeln, nach denen wir
leben wollen. Wir haben eine föderalistische, direktdemokratische und
rechtsstaatliche Ordnung gewählt.
Damit bekommt die Souveränität unseres Landes noch einen besonderen,
zusätzlichen Wert: Es geht nicht allein um die aussenpolitische
Unabhängigkeit, sondern auch um unsere Freiheit im Innern. Freiheitliche
Ordnung, direkte Demokratie und Souveränität gehören in der Schweiz
zusammen.
Damit sind wir gut gefahren. Der Vergleich mit andern Ländern
bestätigt das. In den letzten Jahren ist der Unterschied durch die
Schulden- und Euro-Krise sogar noch deutlicher geworden.
Wir stellen also fest: Einerseits zeigt sich uns gerade heute wieder,
wie wichtig unsere Souveränität ist. Andererseits beobachten wir, was
ich als Begriffspanscherei bezeichnet habe, also eine zunehmende
Verwässerung der Souveränität.
Der Wert der Souveränität
Diese Verwässerung der Souveränität geht auf zwei grundlegende
Missverständnisse zurück: Zuerst ist da die Vorstellung, man würde eine
höhere Stufe der menschlichen Entwicklung erreichen, wenn wir unsere
staatliche Souveränität und unser Landesrecht zugunsten von neuen,
internationalen und höheren Instanzen relativieren. Dazu kommt der
Glaube, es handle sich um einen unumkehrbaren Zivilisationsprozess, und
Kritiker würden schlicht die Zeichen der Zeit verkennen.
Beide Behauptungen gehen an der Realität vorbei. Erstens ist die
geschwächte Souveränität nicht ein Gewinn, sondern sie ist eine Gefahr
für Fortschritt und internationale Stabilität. Zweitens handelt es sich
nicht um eine natürliche Entwicklung, sondern um einen machtpolitischen
Zwang – und man hat gute Gründe, diesen zu hinterfragen.
Ich möchte auf diese beiden Aspekte genauer eingehen:
1. Staatliche Souveränität ist ein Friedenskonzept
Wer die staatliche Souveränität einschränkt, der gefährdet ein
Friedenskonzept, das sich in den letzten dreieinhalb Jahrhunderten
insgesamt sehr gut bewährt hat. Die Souveränität, so wie wir sie heute
kennen, geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Sie ist eine Folge des
Dreissigjährigen Krieges. Mit dem Westfälischen Frieden wurde 1648 ein
Krieg beendet, der damals eine ganze Generation lang wütete und grosse
Teile Mitteleuropas zerstörte.
Aus dieser furchtbaren Erfahrung heraus ist das Prinzip der
Souveränität entstanden: Über den Staaten soll es keine höheren
Instanzen geben, die sich in deren inneren Angelegenheiten einmischen.
Und auch die verschiedenen Staaten sind untereinander gleichberechtigt.
Keiner ist dem andern übergeordnet. Der Staat hat seine eigene Ordnung
und beschliesst seine eigenen Gesetze, die er innerhalb seiner Grenzen
anwendet und durchsetzt. Wenn souveräne Staaten miteinander verhandeln
und Verträge abschliessen, begegnen sie sich also auf Augenhöhe.
Damals war das eine fundamentale Neuerung: Denn zuvor, während des
ganzen Mittalters und zu Beginn der frühen Neuzeit, gab es keine klar
definierten Staatskörper.
So war auch die Schweiz bis zum Frieden von Westfalen 1648 formell
noch Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, und der
Kaiser sah sich als ihr Oberhaupt.
Die Souveränität der Staaten brachte eine wichtige Klärung der
politischen Verhältnisse, und die Möglichkeiten für Eingriffe und
Einmischungen wurden reduziert. Das hat Europa Stabilität gegeben sowie
Fortschritt und Wohlstand gebracht.
Umgekehrt hat es fast immer zu Krisen, Spannungen oder noch
Schlimmerem geführt, wenn das Souveränitätsprinzip missachtet wurde;
dann, wenn grosse, mächtige Staaten versucht haben, Einfluss auf andere
zu nehmen. Es ist darum kein Zufall, dass das Prinzip der staatlichen
Souveränität nach Katastrophen wie den beiden Weltkriegen jeweils wieder
erneut bekräftigt wurde. Denn die gegenseitig beachtete Souveränität
schliesst genau solche machtpolitischen Verirrungen aus.
Seit einigen Jahren wird nun die Souveränität wieder grundsätzlich in Frage gestellt:
Internationale Organisationen erlassen immer häufiger Vorschriften,
die weit in die innerstaatliche Ordnung eingreifen. Denken wir nur an
das Steuerrecht oder an den Schutz der Privatsphäre. Auch wir haben
unsere Gesetze auf äussern Druck hin geändert.
Institutionen ohne demokratische Legitimation erhalten mehr und mehr
Kompetenzen. So wie beispielsweise der Internationale Währungsfonds oder
die Europäische Zentralbank. Über die Köpfe der betroffenen Bevölkerung
hinweg bestimmen sie in vielen Staaten mittlerweile die
Wirtschaftspolitik.
Offenbar akzeptieren mächtige Staaten wie die USA die Souveränität
anderer Länder nicht mehr. Sie erklären eigene Gesetze für weltweit
gültig – und setzen diese auch hier bei uns durch, wie zum Beispiel
FATCA.
Die EU reduziert seit Jahren Schritt für Schritt die Souveränität
ihrer Mitgliedsstaaten. Und sie will offensichtlich auch die Schweiz
immer stärker in ihren Machtbereich einbinden: Wir verhandeln jetzt über
eine „institutionelle Lösung“. Das könnte dazu führen, dass wir die
Gesetzgebung der EU fortlaufend übernehmen und uns ihren Richtern
unterstellen müssten. Das wäre dann das Ende unserer Souveränität.
Vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen macht mir all das
grosse Sorgen. Wird die staatliche Souveränität relativiert und
eingeschränkt, so ist das kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt: Wir
kehren zurück zu Abhängigkeits- und Unterordnungsverhältnissen. Damit
wachsen auch Spannungen, Frustrationen und Ressentiments. Ich halte die
gegenwärtige Entwicklung deshalb für verantwortungslos und sehr
gefährlich.
2. Der Wunsch nach Selbstbestimmung bleibt lebendig
Ich widerspreche auch der zweiten Behauptung, dass es einen
natürlichen Trend zu einem globalen Zusammenwachsen der Staaten gibt.
Es gab und gibt immer wieder machtpolitische Zwänge, die in diese
Richtung wirken. Aber das Bedürfnis der Völker, Länder oder sogar von
Regionen nach Selbstbestimmung ist ungebrochen. Das zeigt sich immer
dann, wenn der Zwang wegfällt. Sehen wir uns nur das letzte
Vierteljahrhundert an:
Sobald sie Gelegenheit hatten, entledigten sich die Länder Mittel-
und Osteuropas ihrer militärischen und wirtschaftlichen Bindungen:
Warschauer Pakt und Comecon wurden beide 1991 aufgelöst. Der
Vielvölkerstaat Sowjetunion brach auseinander, die Tschechoslowakei und
Jugoslawien lösten sich auf.
Wir sehen in Westeuropa historische Minderheiten, die mehr
Selbstbestimmung fordern. Vom Baskenland über Korsika bis Südtirol. Oder
denken Sie an den Jura, der mit der Volksabstimmung von 1978 zum
eigenen Kanton wurde.
Wir sehen die Forderung nach mehr Selbstbestimmung von Regionen, die
als Wirtschaftsmotor das ganze Land vorwärtsbringen. Zum Beispiel
Katalonien oder Norditalien. Sie wehren sich dagegen, dass ihr Wohlstand
von einem Zentralstaat abgeschöpft wird.
Wir verfolgen die Debatte über Selbstbestimmung in Grossbritannien:
Die Schotten haben sich in einer Volksabstimmung nicht für die
Unabhängigkeit entschieden, weil man ihnen vorher weitgehende
Autonomierechte zugestanden hat. Und Grossbritannien fordert mehr
Selbstbestimmung innerhalb der EU; Premierminister Cameron musste seinen
Bürgern sogar eine Abstimmung über den Austritt für 2017 versprechen.
Letzten Montag las ich auf der Frontseite der NZZ den Titel:
„Britische Pläne für Einwanderungsquoten“ [1]. Da staunt man. Oder man
staunt eben gerade nicht:
Denn der Wunsch nach Souveränität, nach Selbstbestimmung, ist und
bleibt lebendig. Nicht nur bei uns in der Schweiz. Die Leute wollen doch
überall nach ihrem eigenen Recht leben, nach einem Recht, das ihren
Bedürfnissen entspricht und ihre realen Probleme löst.
Quelle und weiterlesen svp.ch>>>