31.08.18

EU-Austritt und CETA

Möchte besonders darauf hinweisen, dass auch die vor wenigen Wochen erfolgte Ratifizierung des ruinösen Handelspaktes CETA zwischen der EU und Kanada (und damit indirekt auch der USA) durch die ÖVP-FPÖ-Abgeordneten im Parlament durch den Öxit für Österreich unwirksam gemacht würden. Das gleiche gilt für zahlreiche andere negative Auswirkungen der EU-Mitgliedschaft wie den "Euro-Rettungsschirm" ESM und den damit verbundenen Milliardenhaftungen für andere Staaten oder den jährlichen Netto-Mitgliedsbeitrag an die EU.

(Auszug aus einem Leserbrief von Marlene Kaltenbacher aus "alles roger?" / Leserbriefe vom August 2018)

26.08.18

Vizekanzler HC Strache im Kurier-Interview: Nein zu einer EU-Volksabstimmung!

Sie kandidieren auf EU-Ebene gemeinsam mit Parteien, die die EU abschaffen wollen. Sie selbst haben noch 2014 im KURIER gesagt: Selbstverständlich bin ich dafür, die Österreicher über einen EU-Austritt zu befragen. Warum haben Sie die Österreicher bisher nicht dazu befragt?
Wir kandidieren nicht mit anderen Parteien, aber wir sind Teil einer Europafraktion. Aber wer Europa im Herzen hat und das tun wir, hat auch eine Verantwortung, gegen Fehlentwicklungen aufzutreten. In Sachen Volksabstimmung haben wir uns mit dem Koalitionspartner darauf geeinigt, dass diese ab 2021 zu nationalen Fragen verbindlich möglich werden sollen. Die ÖVP hat leider eine Volksabstimmung über internationale Fragen abgelehnt, da konnten wir uns nicht durchsetzen.
Sie würden auch weiterhin gerne eine Volksabstimmung über den EU-Austritt machen können?
Wir würden gerne nach Schweizer Vorbild die Möglichkeit schaffen, auch über internationale Themen das Volk zu befragen. Aber ich bin nicht dafür, eine Volksabstimmung über den EU-Austritt durchzuführen.

25.08.18

INFO-STAND-KUNDGEBUNGSTERMINE für direkte Demokratie im September und Oktober, Mitwirkende und Helfer sehr willkommen:


jeweils von 9 bis ca. 17 Uhr, Änderungen/Terminverschiebungen/Ausfall nur bei extremem Schlechtwetter oder Behördenproblemen - siehe entspr. Infos auf den Webseiten

www.heimat-und-umwelt.at, www.volksbefragung-direkte-demokratie.at

Montag, 3.9., BREGENZ, Leutbühelplatz vor'm Einkaufszentrum GWL
Dienstag, 4.9., BREGENZ, detto
Mittwoch, 5.9., DORNBIRN,  am Marktplatz gegenüber der großen Kathedrale
Donnerstag, 6.9., SALZBURG-STADT, am Schrannenmarkt bei Abgang zur "Mirabell-Garage" von 8 bis 13 Uhr (Ausnahme!)
Mi, 19.9., ST. PÖLTEN - Kremsergasse/Ecke Domgasse
Achtung Änderung: Do, 20.9., LINZ Taubenmarkt beim Brunnen statt Salzburg/Schrannenmarkt!

Freitag, 21.9., LINZ am Taubenmarkt
Mittwoch, 26.9., WIEN-FLORIDSDORF vor der U-6-Station
Do, 27.9., ST.PÖLTEN - Kremsergasse/Ecke Domgasse
Frei, 28.9., TULLN - Hauptplatz vor Rosen-Arcade
Di, 2.10., WIEN-Mariahilferstraße in der Begegnungszone
Mi, 3.10., WIEN-Kagran, bei U-1-Station
Frei, 5.10., KREMS-Landstraße vor Mohren-Apotheke
Samstag, 6.10., WIEN-Favoriten, Viktor-Adler-Markt
Freitag, 12.10., TULLN - Hauptplatz vor Rosen-Arcade
Samstag, 13.10., WIEN-Mariahilferstraße in der Begegnungszone
Montag, 15.10., WR.NEUSTADT, Hauptplatz bei Rathaus
Dienstag, 16.10., LEOBEN-Hauptplatz vor City-Center
Mittwoch, 17.10., GRAZ-Jakominiplatz/Verkehrsinsel
Do, 18.10., GRAZ-Hauptplatz Ecke Sporgasse
Frei, 19.10., GRAZ-Jakominiplatz/Verkehrsinsel
Sa, 20.10., KLAGENFURT-Alter Platz Nähe Kramergasse
Montag, 22.10., VILLACH-Hauptplatz
Di, 23.10., KLAGENFURT-Alter Platz/Nähe Kramergasse
Mi, 24.10., LEOBEN-Hauptplatz vor "City-Center"
Mo, 29.10., WIEN-Favoriten-Viktor-Adler-Markt
Dienstag, 30.10., WIEN-Ottakring vor U-3-Endstation stadtseitig

24.08.18

Offener Brief an Vizekanzler HC Strache: Bitte verbieten Sie endlich ausnahmslos die schlimmste Tierquälerei "im Namen Gottes" – das betäubungslose Schächten!

Herrn Vizekanzler

HC Strache
BM für öffentlichen Dienst und Sport
Minoritenplatz 3
1010 Wien


Sg. Herr Vizekanzler Strache,

in diesen Tagen – vom 21.-24. August – findet bekanntlich das heurige muslimische Schlachtopferfest „Kurban Bayrami“ statt. Mehr als 700.000 Menschen muslimischen Glaubens leben mittlerweile in Österreich und ihrer Tradition gemäß fühlen sie sich verpflichtet, mindestens ein Rind, Schaf oder Ziege pro Familie zu „opfern“, sprich betäubungslos schächten zu lassen. Leider gibt es noch immer im § 32, Abs. 5 des österr. Tierschutzgesetzes die Ausnahmebestimmungen für das generelle Gebot der Betäubung vor der „normalen“ Schlachtung eines Tieres. Demnach dürfen für sog. „rituelle Schlachtungen“ diesen Tieren ohne vorangegangene Betäubung die Hälse aufgeschnitten werden; erst danach müssen – laut TSchG § 32 Abs. 5, lit 5 – die Tiere „wirksam betäubt werden“ (sog. „post-cut-stunning“), eine völlig impraktikable, sinnlose und wohl auch kaum zu kontrollierende Vorschrift – somit quasi eine „typisch österreichische Lösung“. Ich erspare Ihnen und anderen hier ganz bewußt eine detailliertere, auch wissenschaftlich fundierte Beschreibung, wie sehr die betroffenen Tiere bei diesem Tötungsprozeß leiden müssen und wie lange das – nämlich bis zu 10 Minuten - mitunter dauern kann…

Zudem müssen diese Schächtungen laut TS-Gesetz ausschließlich „in einer von der Behörde dafür zugelassenen Schlachtanlage durchgeführt werden“ und zudem muß bei JEDER Schächtung ein dafür beauftragter Tierarzt anwesend sein, der das Ganze, nämlich auch die Behandlung der Tiere und eben das „post-cut-stunning“, kontrollieren müßte. Gestern, am 2. Tag dieses gerade laufenden Kurban-Bayrami-Festes war ich persönlich anläßlich einer angemeldeten Demonstration im Weinviertel vor einer derartigen „Schlachtanlage“ (verschiedene Medien haben darüber berichtet). Im Minutentakt kamen verschiedene Oberklasse-PKWs mit Muslimen vorbei und haben sich dort ihre vorbestellten „Halal“-Fleischteile in großen Kisten abgeholt. Nur, der Hof, wo das Ganze stattgefunden hat, war alles andere als ein typischer Schlachthof, sondern ganz offensichtlich – gelinde ausgedrückt – ein abgewrackter alter Bauernhof. An die 1000 Schafe, zum Großteil noch aus Rumänien herangekarrt und tagelang, teilweise ohne Versorgung der prallen Sonne ausgeliefert (auch darüber haben Medien berichtet) wurden und werden im Laufe dieser „Fest“-Tage dort geschächtet. Laut Auskunft des leitenden Polizeibeamten vor Ort war angeblich ein Tierarzt im Gelände, das wir natürlich nicht betreten durften, anwesend, den Namen konnte oder wollte er mir nicht sagen…

Ähnliches hat sich einen Tag zuvor bereits in unserem eigenen Vereinsort, nämlich 3053 Brand-Laaben zugetragen: Dort hat ein Türke, der eine Rinderzucht betreibt und erst kürzlich einen Schlachtraum errichtet hat, Dutzende seiner Landsleute mit frischem Halal-Fleisch seiner wohl ebenfalls geschächteten Rinder bedient.

Ist es wirklich so, daß viele österr. Biobauern keine Hofschlachtungen mehr durchführen können oder dürfen (mit damit verbundenen oft überlangen Transporten quer durch Europa zu einem EU-Schlachthof), weil sie sich die rigorosen „Hygiene“-Vorschriften der EU für einen Schlachtraum nicht leisten können, aber jeder Türke offenbar problemlos in jedem heruntergekommenen „Bauernhof“ eine Schächt-Schlachtanlage bewilligt bekommt? Welche Behörden kontrollieren das und warum ist es quasi ein Staatsgeheimnis für die Öffentlichkeit, wo sich diese (angeblich) bewilligten Schächt-Schlachthöfe in Österreich befinden?

Sg. Herr Vizekanzler Strache: Ihre Partei, die FPÖ, hat sich erst kürzlich, vor diesem muslimischen „Opferfest“, dafür stark gemacht, daß keine „Hinterhofschlachtungen“ mehr stattfinden sollen. Aber wo ist der Unterschied zu diesen „Bauernhof“-Schlachtungen, angeblich sogar mit Genehmigung? Wie sieht es dort mit den EU-Hygienebestimmungen aus? Und wer kontrolliert das wirklich? Ein Amtstierarzt pro Bezirk ist damit heillos überfordert und zumeist auch gar nicht gewillt, überhaupt etwas dagegen zu unternehmen (das hat mir genannter Dr. Pusker sogar persönlich mitgeteilt, daß er sich gar nicht getrauen würde, auf solche Massaker zu gehen, wo bärtige, blutverschmierte Männer mit langen Messern herumlaufen…). Wozu also (ohnehin nur halbherzige) Gesetze machen, wenn sie sowohl impraktikabel (post-cut-stunning) als auch unkontrollierbar sind?

Ich könnte Ihnen noch einiges berichten über die angeblichen „zwingenden religiösen Gebote“ für derartige archaische Tierquälereien, die es nämlich gar nicht gibt. Aus dem einfachen Grund heraus, weil zu der Zeit, als diese jahrtausendealten Schriften entstanden sind (Thora oder Koran), es noch gar keine Betäubungsmethoden unserer Jetzt-Zeit gegeben hat (Bolzenschuß-, Elektro- oder CO2-Betäubung) und sie daher damals auch nicht verboten werden konnten. Das einzige, was in diesen Schriften „zwingend“ vorgeschrieben ist, ist das Gebot, daß das Fleisch blutleer sein muß, was aber – egal ob mit oder ohne Betäubung – NIE der Fall ist (es bleiben immer Blutreste in Kapillaren, kleinsten Blutgefäßen zurück, was Ihnen jeder Tierarzt bestätigen kann). Die logische Konsequenz daraus wäre also, wollten sich Anhänger dieser Religionsgemeinschaften tatsächlich an ihre eigenen Regeln halten, daß alle Vegetarier werden müßten… Somit ist der Gesetzestext des § 32 TSchG in sich schon widersprüchlich, ganz abgesehen von der Undurchführbarkeit und fehlenden Kontrolle.
Aus all diesen Gründen fordern wir – die Unterzeichnenden dieses offenen Briefes an Sie bzw. an die Regierungspartei FPÖ - von Ihnen, endlich ein absolutes Verbot des betäubungslosen Schlachtens - ohne jegliche Ausnahmen – gesetzlich zu verankern. Wieso ist dies in anderen europäischen – auch EU- Ländern möglich und nicht in Österreich, wo es doch seit heuer eine FPÖ-Regierungsbeteiligung gibt?: Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark, Polen, Liechtenstein und Holland! Immerhin gibt es seit 2013 in unserer Verfassung auch die Staatszielbestimmung Tierschutz, nur ist diese leider der sog. "Religionsfreiheit" untergeordnet. Wir Tierschützer bekämpfen jedoch nicht diese Religionen an sich, sondern lediglich die damit verbundenen archaischen und extremen Tierquälereien „im Namen Gottes“, welche in deren Schriften keineswegs bindend vorgeschrieben sind, die aber zu 100.000en jährlich unter den Augen der „Gesetzeshüter“ stattfinden. Ein harmonisches Zusammenleben aller Bevölkerungsschichten kann jedoch nur gedeihen, wenn solche Tierschindereien unterlassen und gültige Gesetze respektiert werden. Eine „In-Ohnmacht-Versetzung“ der Tiere durch reversible Elektrobetäubung wird sogar von maßgeblichen islamischen Religionsautoritäten als absolut religionskonform angesehen – ebenso mittlerweile auch eine gottgefällige Geldspende, gegeben an Arme. Es bestünde also für Muslime in Österreich gar kein Grund, betäubungslos zu schächten.
Sg. Herr Vizekanzler Strache: schauen Sie bitte nicht weg und stehen Sie zu Ihren Wahlversprechen, Ihre Wähler erwarten es nicht nur von Ihnen, sondern würden es sicher auch anerkennen.
Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank,
Obmann ANIMAL SPIRIT


Alle gegen Glyphosat

Strache, Kurz und Kaiser, alle haben sich öffentlich gegen Glyphosat ausgesprochen.
Großartig. Was kann uns besseres passieren.

Das EUHG Urteil gegen die Genschere,
die Strafe von 552 Mio. gegen Monsantos Glyphosat
Die Bokustudie: Österreich kann sich mit Bio ernähren.


Jetzt ist es Zeit den Import genverändertem Soja zu stoppen. Alles andere wäre Betrug. Gensoja ist  mit Glyphosat hoch verseucht. Es werden 400.0000 Tonnen glyphosat-verseuchtes Gensoja jährlich verfüttert. Dies ist die Hauptquelle, warum Glyphosat in unserem Körper gelangt.  Über den Mist kommt es  zudem ins Grundwasser und über den Boden in die nächste Ackerfrucht, in die Gerste und ins Bier.  Das ist wirklich unzumutbar.

Endlich könnte man aufhören die Biobauern, zu bestrafen. Indem sie  unsere Gesundheit schützen und  nur  genfreies Soja ohne Glyphosat verwenden, müssen sie zurzeit einem 10 %- igen Mehrpreis bezahlen.
Das Ziel sollte sein, was eine Studie der Boku 2018 herausgefunden hat:

Österreich könnte nur noch biologisch anbauen.
Das hat Zukunft, das schützt unsere Bienen, dies hätte für den Fremdenverkehr, für unser Saatgut und Lebensmittelexporte einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil.

volker@helldorff.at

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Ärzte, Bauern und Juristen für gentechnikfreie Nahrung
Dipl. Ing. Volker Helldorff
Unterlinden 9
A-9111 Haimburg
 

M: 0043 (0) 676- 729 30 82
F: 0043(0)4232 / 7114 - 14
E: volker@helldorff.at

06.08.18

"EU-Austritt wäre äußerst sinnvoll"

Vor drei Jahren fand die Eintragungswoche des EU-Austritts-Volksbegehrens statt. Trotz eines Medienboykotts erreichte es 261.000 Unterschriften und sorgte damit für ein kleineres Erdbeben im Land. alles roger? sprach mit der Initiatorin Inge Rauscher über die Auswirkungen des Volksbegehrens, Gründe für einen Öxit und warum sie die FPÖ nicht mehr unterstützt.


Interview: Roland Hofbauer
Waren Sie überrascht, dass das EU-Austritts-Volksbegehren 2015 rund 261.000 Unterschriften erreichte?
Wir haben dieses Ergebnis weitgehend ohne Medienunterstützung erreicht. Und daher ist es natürlich enorm gewesen, was auch die Stärke der Basisbewegung in Österreich gezeigt hat.
Wie haben die Medien und die Politik generell darauf reagiert?
Natürlich hat das System nicht sofort darauf reagiert. Aber registriert haben es sicher alle. Es hat ja auch verschiedene Weiterentwicklungen zur Folge gehabt, denn die FPÖ-Fraktion hat dann im Parlament einen Antrag auf Volksbefragung über den EU-Austritt gestellt. An den können sie sich heute offensichtlich nicht mehr erinnern.
Was hat das Volksbegehren rückwirkend gesehen gebracht?
Eine Themenentwicklung. Als wir mit der Volksbegehrensarbeit begonnen haben, sagten viele Leute: ?Ihr seid ja blöd, ein Austritt ist ja rechtlich gar nicht möglich.? Am Ende war er ein anerkanntes Thema. 
Was sind die wichtigsten Gründe für einen EU-Austritt?
Es gibt sehr viele Gründe. Der wichtigste für uns Betreiber des damaligen Volksbegehrens war der Verlust der Selbstbestimmung. Es ist besser, in Österreich Entscheidungen für unsere Bürger zu treffen als in Brüssel, wo ja ganz andere Verhältnisse herrschen. Diese vielen unsinnigen Verordnungen - vom Bräunungsgrad der Pommes frites bis zum Verbot der Glühbirnen - zeigen, dass man die Leute drangsalieren und rechtlos sowie unmündig machen will. Natürlich ist auch der Verlust der Demokratie, der eben mit dem Verlust der Selbstbestimmung einhergeht, ein Austrittsgrund. Die EU-Kommissare sind nicht gewählt, das sogenannte EU-Parlament hat keine Gesetzgebungsbefugnis und eine direkte Demokratie wie in der Schweiz ist in der EU de facto unmöglich. Nun soll die EU im Gegenteil noch weiter zentralisiert und den Staaten die Budgethoheit genommen werden. Dieser Weg führt nicht in die Zukunft. 
Auch die Probleme mit der Masseneinwanderung hängen mit der EU zusammen. Deren Credo der "offenen Grenzen" hat diese überhaupt erst ermöglicht, bis hin zur damit verbundenen heutigen Kriminalität. Ein weiterer Punkt ist die Neutralität, die mit dem EU-Beitritt sofort verloren gegangen ist. Man muss bedenken, 25 der 28 EU-Mitglieder sind gleichzeitig NATO-Mitglieder. Bundeskanzler Kurz hat das Pesco-Abkommen unterschrieben, die sogenannte ständige strukturierte militärische Zusammenarbeit der EU-Staaten, und das bedeutet den Ausbau einer NATO-kompatiblen EU-Armee. Wie kann ein neutrales Land Frieden gestalten, wenn man einer Armee beitritt, die mit dem NATO-Angriffsbündnis im Einklang steht? 
EU-Befürworter erklären immer, im Falle eines Austritts würde Österreich wirtschaftlich untergehen. Wie sehen Sie das?
Durch die Einheitswährung Euro ist bei uns ein enormer Kaufkraftverlust eingetreten und eine enorme Teuerung. Das spürt jeder Bürger in seiner Brieftasche. Und das hängt damit zusammen, dass schwächere Volkswirtschaften wie Italien, Spanien oder Portugal durch den Euro nicht mehr abwerten können und in große Probleme geraten sind. Über den EU-Vertrag mussten stärkere Volkswirtschaften wie Österreich für Schulden anderer Länder haften. Zusätzlich zahlt Österreich weit mehr in die EU hinein als es wieder herausbekommt. Der ganze Weg hat zu einer Verarmung unserer Bevölkerung geführt. Und zu einer steigenden Kluft zwischen Arm und Reich. Die EU ist wirtschaftlich kein Erfolgsprojekt. Das Bauernsterben steigerte sich seit dem EU-Beitritt, wir haben heute so gut wie keine Textil- oder Schuhindustrie in Österreich. 
Wie sehen Sie die Entwicklung in Großbritannien vor dem Brexit?
Der Brexit wird kommen. Er wird in unseren Medien aber immer negativ hingestellt, damit er keine Folgewirkung auf andere Staaten hat. Wenn die Briten das Gefühl haben, dass die EU sie über den Tisch ziehen will, dann brauchen sie gar kein Austrittsabkommen, um auszutreten. Nächstes Jahr wird ja der EU-Austritt vollzogen und man wird sehen, dass das Land ohne EU weiterexistiert - und höchstwahrscheinlich auch besser ... 
Rund ein Drittel der Österreicher ist laut Umfragen für den Öxit, die gesamten Mainstream-Medien und Parlamentsparteien dagegen. Wie ist die Diskrepanz zu erklären?
Was informierte Bürger wollen, ist nie von den offiziellen Kreisen gewünscht, weil diese Organisationen in Brüssel haben. Die vielen Posten, die in Brüssel vergeben werden, auf unsere Kosten, sind sehr verlockend für Mainstream-Medien, Parteien oder Regierungen. Und die vertreten die normale Bevölkerung nicht mehr. Natürlich sehen das noch nicht alle Leute, daher scheint der EU-Austritt im Moment nicht mehrheitsfähig, aber die Leute werden draufkommen, dass dieser Weg sinnvoller wäre. 
Sie haben mit einem Personenkomitee bei der Bundespräsidentenwahl für Norbert Hofer und danach im Bund die FPÖ unterstützt. Was waren die Gründe und warum haben Sie sich dann von der FPÖ distanziert?
Einer der Hauptgründe war das Eintreten der FPÖ für eine direkte Demokratie nach Schweizer Muster: Es gab ja einen Bundesparteiantrag mit 100 Prozent Zustimmung zum Beschluss, einen Automatismus bei Volksabstimmungen erreichen zu wollen, der auch alle EU-Themen einschloss. Die direkte Demokratie nach Schweizer Muster wurde ja von der Parteiführung zur absoluten Koalitionsbedingung erklärt. Und das gleiche hat für das CETA-Abkommen gegolten, das uns enorm schaden wird, und das jetzt ratifiziert wurde, auch mit den Stimmen der FPÖ. Das hat sich ja schon im Regierungsprogramm niedergeschlagen, bei dem wir sofort gesehen haben, dass die FPÖ alle ihre wesentlichen Ziele über Bord geworfen hat, und dann war natürlich eine weitere Unterstützung unmöglich.
Welche Erwartungen haben Sie an die österreichische EU-Ratspräsidentschaft?
Geringe. Es wird wahnsinnig viel Geld kosten und ich glaube, sie wird uns noch mehr an die EU ausliefern, vor allem wird der Zentralismus in der EU weiter vorangetrieben. Sie wollen einen Finanzminister für die ganze EU, Österreich würde die Budgethoheit verlieren, auch wollen sie die Arbeitslosenversicherung EU-weit machen, sodass die noch halbwegs intakten Länder die Arbeitslosenheere in den anderen Ländern zahlen müssten. Ich glaube nicht, dass das unsere Zukunft sein soll.
Glauben Sie noch an eine Volksabstimmung über den EU-Austritt und an eine Mehrheit dafür?
Ja. Die Menschen haben immer mehr Einbußen im persönlichen Leben, viele können sich die Wohnungen nicht mehr leisten, weil sich die Einkommen so negativ entwickelt haben. Die Menschen werden sich fragen, womit das zusammenhängt und wir werden mit unseren Unterstützern und Sympathisanten quer durch Österreich auch weiter faktenbasierte Informationsarbeit zum Thema leisten. Man muss Geduld haben.
Was wäre, wenn tatsächlich eine Mehrheit für den EU-Austritt zustande käme?
Das wäre ein äußerst sinnvoller Weg, sowohl volkswirtschaftlich, umweltpolitisch als auch für die Sicherung der Nahversorgung, etwa durch Bauern. Wir brauchen auch in Österreich wieder mehr Industrieproduktion. Natürlich würden wir uns nicht nach außen abschotten, sondern mit allen Staaten der Welt weiter Handel betreiben, aber auf einer fairen Basis mit beiderseitigen Rechten und Pflichten, so wie das ein Beitritt zur EFTA ermöglichen würde. 

Richter im Interview: „Die Asyl-Situation hat sich verschärft“

 Sie waren einer der erfahrensten Asylrichter Österreichs. Hat sich aus 
Ihrer Sicht die Situation beruhigt? Gibt es weniger Asylanträge? Sind die 
Grenzen nun dicht?DDr. Friedrich Kinzlbauer: Die Situation hat sich eher verschärft! Die Anzahl der bei Gericht anhängigen Asylverfahren wird
Ende 2018 der Einwohnerzahl der Stadt St. Pölten entsprechen.
Zum Vergleich: Letztes Jahr wurden in Österreich 25.000 Anträge
 gestellt - in Polen waren es nur 5000 und in Ungarn
überhaupt nur 3500.
Auch heuer dürften wieder 25.000 neue Asylanträge in Österreich
gestellt werden. Und zusätzlich dazu wird uns auch noch der
 Familiennachzug aus dem Jahre 2015 beschäftigen, als an die
90.000 Asylanträge gestellt wurden. Die Grenzen sind weiterhin
nicht dicht! Wären sie es, gäbe es auch keine illegalen Einreisen
 nach Österreich.

02.08.18

Happy Birthday Schweiz! Nationalfeiertag am 1. August 2018 - mit Text der Nationalhymne zum Mitsingen!

Am 1. August 2018 feierte die Schweiz ihren Nationalfeiertag und die meisten Firmen und Geschäfte blieben geschlossen. Wir gratulieren dem eigenwilligen Alpenstaat mit den vielen freiheitsliebenden BürgerInnen zum Geburtstag und hoffen, dass die Schweiz auch weiterhin als neutrales, eigenständiges Land besteht und als Vorbild dient, wie eine Direkte Demokratie BewohnerInnen und Land glücklich macht. In der Schweiz können die Bürger durch Abstimmungen und eigene Initiativen das Geschick ihres Landes bestimmen. In der Schweiz ist nicht eine Führerin oder eine Kommission höchstes politisches Organ - auch nicht der Bundesrat - sondern der kleine Bürger und die kleine Bürgerin sind die Herrscher über den edlen, höchst erfolgreichen Alpenstaat. Gegründet wurde die Schweiz der Überlieferung nach bereits am 1. August 1291 als "Ewiger Bund" am sogenannten "Rütlischwur" auf der Rütliwiese am Vierwaldstättersee. Am 1. August 2018 feiert die Schweiz also bereits ihren 727. Geburtstag! Happy Birthday liebe Helvetia und alles Gute zu Deinem heutigen Geburtstag!
"Der König sind wir!" - Direkte Demokratie in der Schweiz
Die Schweiz ist das Demokratie-Vorbild der ganzen Welt. Im kleinen Alpenstaat wird die direkte Demokratie gelebt, die nicht Königinnen oder Minister, sondern das Volk als höchstes Staatsoberhaupt hat. So dürfen die stolzen SchweizerInnen immer wieder an der Wahlurne über wichtige und unwichtige Geschäfte ihres Landes entscheiden, und sie können sogar selber Initiativen einbringen, über die dann wieder das ganze Volk beschliesst. Das kann sonst keines der umliegenden Länder.
Höhenfeuer als Zeichen des Föderalismus
Am Nationalfeiertag, dem 1. August, bleiben alle Betriebe geschlossen, die Wirtschaft gibt den BürgerInnen einen bezahlten Freitag, die Feierlichkeiten finden am Abend statt. Dann werden an Hügelkanten entlang Höhenfeuer entzündet, die die kleinen Dörfer flackernd mit Leuchtpunkten verbindet und so an den Föderalismus der Schweiz erinnert. Föderalismus bedeutet, dass man ein Land nicht zentral von einer Hauptstadt wie Paris oder Brüssel regiert, sondern dass die kleinsten Einheiten, die Dörfer und Kantone, sich weitgehend selber verwalten.

Wir wünschen Ihnen einen schönen 1. August 2018!
Wir wünschen Ihnen einen schönen, patriotischen 1. August 2018 und bringen, damit auch Sie ungeniert mitsingen können, den Schweizerpsalm in voller Länge und seinen 4 Strophen, so können Sie vielleicht auf dem Handy unter dem Tisch etwas daraufschielen, sollten Sie den ganzen Text (noch) nicht auswendig können:

Trittst im Morgenrot daher - Der Schweizerpsalm, Text der Schweizer Nationalhymne:

1. Strophe
Trittst im Morgenrot daher,
Seh' ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
2. Strophe
Kommst im Abendglühn daher,
Find' ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
3. Strophe
Ziehst im Nebelflor daher,
Such' ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
4. Strophe
Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Ja, die fromme Seele ahnt,
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.