12.05.19

Die Klimafrage

Täglich liest und hört man Berichte über einen vom Menschen verursachten Klimawandel und von möglichen Folgen wie den Anstieg der Weltmeere, Dürrekatastrophen und die damit verbunden verheerenden negativen Folgen für die Menschen. Deswegen möchte ich einmal zusammentragen, was ich zu diesem Thema finde und damit zur Diskussion beitragen. Im ersten Teil stelle ich die offizielle Version zusammen, darunter die Kritik an dieser Version. Im zweiten Teil  die Kritik am Klimawandel.
  Heute, am 9. Mai herrschen fast winterliche Verhältnisse in NÖ  ( 1). Wetter morgen lt. wetter.at:

Trüb, regnerisch, im W Auflockerungen. 7°/11°
Weiterhin überwiegt starke, vielfach auch geschlossene Bewölkung mit zeitweisem Regen. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt dabei im Bergland sowie südlich des Alpenhauptkammes. Im Westen und Norden sind auch längere Niederschlagspausen zu erwarten. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 1000 und 1500m. Abermals bläst am Alpenostrand sowie im Südosten teils stürmisch auflebender Wind aus Nordwest bis Nordost. Frühtemperaturen zwischen 0 und 9 Grad, Nachmittagstemperaturen zwischen 6 und 14 Grad.
Für Dienstag 14.5.2019: 
Im W Schauer, im O Regen. 5°/9°
Der Ostalpenraum befindet sich am Rande eines Hochs mit Zentrum über der Nordsee in einer Nordöstlichen Strömung mit Luftmassen polaren Ursprungs. Damit überwiegt vor allem in der Osthälfte Österreichs zumeist geschlossene Bewölkung mit häufigem Regen sowie Schneefall vorübergehend bis auf 600m herab. Im Westen gibt es neben Häufigen Schauern im Nordstau auch sonnige Abschnitte, hier liegt die Schneefallgrenze tagsüber um 1000m. Der Wind kommt mäßig bis lebhaft, am Alpenostrand anhaltend kräftig, aus Nordwest bis Nordost. Frühtemperaturen 0 bis 7 Grad, Tageshöchsttemperaturen 3 bis 12 Grad.Dazu passt dieser Beitrag>>>

In Wikipedia (12. Mai 2019) steht zum Thema Klimawandel unter anderem folgendes:
Neben den natürlichen Faktoren beeinflusst der Mensch das Klima vor allem seit Beginn der Industrialisierung in ganz erheblichem und immer weiter zunehmendem Maß: Der „Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen“ (Intergovernmental Panel on Climate Change) (IPCC), der den Stand der Wissenschaft im Auftrag der Vereinten Nationen zusammenfasst, kam 2007 zu dem Schluss, dass die Erwärmung der Erdatmosphäre seit Beginn der Industrialisierung hauptsächlich durch die Anreicherung von Treibhausgasen durch den Menschen hervorgerufen wird.[65] In der Forschung herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass die durch menschliche Aktivitäten bedingte Klimagas-Freisetzung während des bisherigen 21. Jahrhunderts im Jahresdurchschnitt erheblich schneller verläuft als dies bei allen bekannten Erwärmungsphasen der letzten 66 Millionen Jahre der Fall war.[39] Der IPCC schreibt in seinem 2013 erschienenen fünften Sachstandsbericht, dass es extrem wahrscheinlich ist, dass die Menschen mehr als 50 % der 1951–2010 beobachteten Erwärmung verursacht haben. Nach der besten Schätzung stimmt der menschliche Einfluss auf die Erwärmung in etwa mit der insgesamt beobachteten Erwärmung während dieses Zeitraums überein.[66] Eine neuere Untersuchung beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass der in den letzten 60 Jahren registrierte Anstieg der Globaltemperatur ohne anthropogene Treibhausgas-Emissionen ähnlich hoch ausgefallen wäre, mit lediglich 0,001 %.[67]
Der sich voraussichtlich in den nächsten Jahrzehnten weiter verstärkende Klimawandel besitzt das Potential, neben gravierenden Umweltveränderungen[68] weltweite und in erheblichem Ausmaß erfolgende Migrationsbewegungen auszulösen („Klima“- bzw. „Umweltflucht“).[69][70]
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Kritik an der offiziellen Version:



CO2 Wahn

Unsere Luft besteht aus: 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, ca. 1 % Edelgase (Argon, Xenon, Neon, Krypton…) und 0,038% CO2
Von diesen 0,038% CO2 in unserer Luft produziert die Natur selbst etwa 96%. Den Rest, also 4%, der Mensch. Das sind also 0,00152 %. Diese 0,00152 % sollen für eine Erderwärmung verantwortlich sein ? Nein !
Der Raubbau und die Vergewaltigung unserer Mutter Erde in allen Bereichen zerstört unsere eigene Lebensgrundlage.  Wir vergiften die Erde und die Ozeane mit Chemie, Plastik, Kunststoffen und Müll in einem unvorstellbaren Ausmaß, und Mutter Erde reagiert logischerweise kränklich mit allerlei Symptomen. Allerdings eine globale Erwärmung lässt sich nicht beweisen, lediglich Verschiebungen von Klimazonen, welche es schon immer gab.
Nur als kleines Beispiel: vor ca. 500 Jahren weideten auf der Glockner-Pasterze Rinder im saftigen Gras. Dieses Konstrukt mit dem Klimawandel durch CO2 ist eine erfundene Kampagne und dient nur wieder wenigen, und fördert durch CO2 Zertifikatshandel udgl. Milliarden in deren Taschen.  Und es lenkt die Aufmerksamkeit auf ein geschaffenes CO2-Problem, anstatt die gesamte Zerstörung und Vergiftung in den Blickwinkel zu rücken, und dagegen auch wirklich etwas zu unternehmen.


Fritz Loindl / Oberwang

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Film „Nobelpreisträger entlarvt den Klimaschwindel“
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Besorgniserregend ist der Niedergang der Wirtschaft, wie ihn Dr. Willy Marth beschreibt:  http://www.rentnerblog.com/2019/04/deutschlands-spitzenmanager-oh-jammer.html. Dieser Niedergang ist von den Neomarxisten gewollt, welche Desindustrialisierung anstreben und eine beherrschende Funktion in CDU und Grüner Partei ausüben. Für eine wirtschaftliche Stromversorgung der Wirtschaft braucht man stetige Energiequellen. Wind und Sonne sind nicht stetig und deshalb ungeeignet.

Einige von vielen wissenschaftlichen Informationen gegen die Klimakatastrophen-Hypothese
Film von Fachwissenschaftlern (allgemeinverständlich)

Grolle,J. 2019: Warum Wolken der Fluch aller Klimaforscher sind; Vorhersagen zur Erderwärmung sind noch immer erstaunlich ungenau. Supercomputer und künstliche Intelligenz sollen helfen (allgemeinverständlich

Dietze,P 2018: Wie groß ist eigentlich der CO2-Klimaeinfluß?

Dittrich,S. 2015:  Wie viel Mensch steckt eigentlich hinter dem so sehr gefürchteten Klimawandel? 

Shaviv,N. 2018: Klima Fachgespräch im Deutschen Bundestag

Gervais,F. 2016: Anthropogenic CO2 warming challenged by 60-year cycle

Hug,H. 2012: Der anthropogene Treibhauseffekt - eine spektroskopische Geringfügigkeit

Lindzen,R. 2012: Global Warming: How to Approach the Science
http://impactofcc.blogspot.com/2012/02/richard-s-lindzen-reconsidering-climate.html


01.05.19

Obst schmeckt nach nichts


In der Agrarwirtschaft dominieren – wie in fast allen anderen Wirtschaftsbereichen – die Konzerne. Sie verdrängen die kleineren Unternehmen und betreiben in erster Linie Gewinnmaximierung. Das hat negative Auswirkungen auf die Menschen. Die Obst- und Gemüseproduktion wird von den Agrarkonzernen mit ihren genormten Einheitsprodukten beherrscht. Man bekommt in ganz Europa, ja, sogar weltweit, mehr oder weniger dieselben Produkte. Sie werden in großen Mengen angebaut, bereits vor der Reife geerntet und in großen speziellen Lagerhäusern aufbewahrt. Zur Erntezeit in Österreich werden Produkte aus den Vorjahren angeboten. Sie schauen im Supermarkt, bestrahlt von künstlichem Licht, wunderbar aus, schmecken jedoch nach nichts. Die Produzenten bekommen so wenig dafür, dass teilweise die Erntekosten nicht mehr gedeckt werden können. Es werden optisch schöne Apfelsorten angeboten, die alle fad schmecken, austauschbar sind. Die ursprüngliche Sortenvielfalt wurde stark verringert. Es geht primär um Größe, Farbe und Haltbarkeit. Die Beispiele kann man bei anderen Obstsorten fortsetzen. Pfirsiche sind rein äußerlich betrachtet groß und wunderschön, im Endeffekt jedoch steinhart und geschmacklos. Auch hier wird im unreifen Zustand geerntet, weil dann offensichtlich die Haltbarkeit verlängert werden kann. Auch die Pflaumen sind äußerlich makellos, schauen frisch und verlockend aus. Wenn man sie essen will, merkt man, dass sie innen bereits eine leicht bräunliche Farbe haben. Die Beispiele könnte man unendlich lang fortsetzen. Die Arbeitsbedingungen in diesen Großkulturen sind verheerend. Die Arbeiter werden ausgebeutet. Die Produkte werden einer massiven chemischen Behandlung unterzogen. Der Konsument sollte versuchen, sich dagegen zu wehren. Wenn es möglich ist, sollte man direkt beim Produzenten oder auf Bauernmärkten einkaufen, kleinere Spezialgeschäfte sollen gefördert werden. In der EU muss man umdenken, dem Primat der großen Konzerne mit ihren Lobbyisten müssen Grenzen gesetzt werden. Das wäre eine verdienstvolle Aufgabe der neu gewählten EU-Vertreter. Lösungsvorschlag: alle Förderungen für die großen Agrarkonzerne einstellen und dafür naturnahe kleine Unternehmen entsprechend fördern.
Kronen-Zeitung vom 28.4.2019
Dr. Horst Filzwieser, Bruck an der Mur 
Erschienen am So, 28.4.2019

Wegwarte Nr. 3/2019

 






 


 


 

Wegwarte 3/2019 zum Herunterladen>>

«Die Gründerväter Europas waren in der Hand der Amerikaner»

Interview von Alexandre Devecchio («Le Figaro») mit Philippe de Villiers*

«Es wird offensichtlich, dass die ‹Gründerväter› nicht dem geheiligten Bild der mythologischen Erzählung entsprachen. Es waren Menschen in der Hand der Amerikaner, geschwächt und abhängig.»

Das schlaffe Europa, unter dem wir heute leiden, ist keine Fehlentwicklung der eigentlichen Absichten der Gründer des Vertrags von Rom [Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft], sondern die eigentliche Umsetzung ihres Projekts, hebt der ehemalige Präsidentschaftskandidat für das Elysee, Philippe de Villiers, anklagend hervor.
 
Le Figaro: Ihr jüngstes Buch über die «Gründerväter Europas» steht im Kreuzfeuer der Kritik. Haben Sie eine solche Kontroverse erwartet?
Philippe de Villiers: Ja, natürlich. Seit Jahrzehnten bewegt sich die Union im verborgenen. Sie ist ein Wesen des Abgrunds; was sie fürchtet, ist das Licht. Der plötzliche Lichtstrahl, der auf die Gründungslüge gerichtet wird, hat die kleine Welt der akkreditierten «Possenreisser» in Panik versetzt. Zu spät. Das Buch ist im Umlauf. Es findet reissenden Absatz.
Weshalb ist das so?
Weil es kein Buch mit Halbwahrheiten ist, das mit einer wissenden Handbewegung weggewischt werden könnte. Es ist ein Buch, das sich auf Untersuchungen stützt, mit 111 Seiten Beweismaterial, neu freigegebenen Archivdokumenten, die für sich sprechen. Der Gegenangriff der in Angst versetzten Vertreter der offiziellen Meinung, die versuchen, eine Schutzzone zu errichten, kommt an der störenden Wahrheit der Beweise nicht vorbei. Alles gerät ins Wanken.
Es wird offensichtlich, dass die «Gründerväter» nicht dem geheiligten Bild der mythologischen Erzählung entsprachen. Es waren Menschen in der Hand der Amerikaner, geschwächt und abhängig. Was das Projekt des ursprünglichen Europas betrifft, so war es keineswegs das einer «Europäischen Macht». Die Amerikaner wollten einen zusätzlichen Markt mit einer Exekutivkommission, das heisst einer technischen, postpolitischen Autorität, von Funktionären geleitet und von der Kontrolle der Staaten unabhängig. Man führt als Entgegnung den Kalten Krieg und die Unterstützung des Antikommunismus an. Aber ich habe herausgefunden, dass Monnet am 13. November 1934 in Moskau mit Stalins Segen geheiratet hat. Antikommunismus war keineswegs seine Leidenschaft.
Was antworten Sie denjenigen, die Sie als «Verschwörer» bezeichnen?
Bei Verschwörungen geht es um Theorien, Gerüchte, Fantasien. Bei mir geht es um das Gegenteil: Ich veröffentliche Dokumente. Mein Buch ist sogar die Antwort auf die echte Verschwörung. Ich habe herausgefunden, dass Monnet, um dem Einfluss des Quai d’Orsay [französisches Aussenministerium] zu entkommen, sein Team ein «Kommando von Verschwörern» nannte. Die «europäische Konstruktion» hat sich schon immer mit Geheimhaltung umgeben. Undurchsichtigkeit war die Regel. Die «Monnet-Methode» ist verschwörerisch, gegen die Völker gerichtet. Er verheimlicht es nicht. Diese Konstruktion ist in Wirklichkeit ein Serienmord an den Demokratien Europas.
Einige Historiker behaupten, dass schon lange bekannt ist, dass Monnet den Amerikanern nahestand ...
Aber man hat vergeblich darauf gewartet, von ihnen zu erfahren, dass diese Nähe eine Kompromittierung darstellte: Dieser Präsident des «Komitees für die Vereinigten Staaten von Europa» erhielt geheime Zahlungen über die «Ford Foundation», aus CIA-Kreisen und über ein Konto bei der Chase Manhattan Bank. Viele Biographen wiederholen Monnets Worte, der behauptete, er habe «jegliche staatliche Subventionen ausgeschlossen». Ich beweise jedoch, dass dies eine Lüge ist, indem ich alle Dokumente veröffentliche, die die geheimen Überweisungen von stolzen Summen belegen und die Beeinflussungsoperationen, die die Gegenleistung darstellten. Es gibt auch andere Dokumente, die zeigen, dass Monnet ein Agent des Aussenministeriums war. Diese Historiker haben einige Unterlassungen begangen!
«Das dekonstruktive Gen, das die Europäische Union unterhöhlt, befand sich in der DNA der ‹Gründerväter›. Das Programm war von Anfang an festgelegt. Sie wussten, was sie taten und was sie wollten: eine gehirnlose Governance, um sich auf einen globalen Massenmarkt zuzubewegen. Wir sind weit entfernt von einem unabhängigen Europa.»
Was sagen Sie denen, die sagen: «Das wuss­ten wir schon ...»
Und warum haben sie dann nichts gesagt? Ich wusste nichts davon. Meine Leser anscheinend auch nicht. Ich wusste nicht, dass Schuman den Ersten Weltkrieg in deutscher Uniform, den Zweiten in Klöstern verbracht hatte, nachdem er unter Pétain einen Ministerposten bekleidet und für eine umfassende Vollmacht gestimmt hatte. Mir war nicht bekannt, dass der Architekt des Vertrags von Rom und erste Präsident der Kommission [Walter Hallstein] ein nationalsozialistischer Jurist war, der damit beauftragt worden war, den Rahmen für «Das Neue Europa» festzulegen, bevor er ein hoher Offizier für nationalsozialistische Ausbildung wurde und dann von den Amerikanern umerzogen wurde, um anschliessend von ihnen für führende europäische Positionen vorgeschlagen zu werden.
Was wollten Sie aufzeigen?
Dass das heutige Europa, ohne Körper, ohne Kopf, ohne Wurzeln, ohne Grenzen, keine falsche Umsetzung darstellt. Die geöffneten Archive liefern den Beweis: Das dekonstruktive Gen, das die Europäische Union unterhöhlt, befand sich in der DNA der «Gründerväter». Das Programm war von Anfang an festgelegt. Sie wussten, was sie taten und was sie wollten: eine gehirnlose Governance, um sich auf einen globalen Massenmarkt zuzubewegen. Wir sind weit entfernt von einem unabhängigen Europa.
Die beiden von Anfang an vorhandenen aktiven Prinzipien, die Personenfreizügigkeit und die Nichtdiskriminierung, haben wie Radiumstufen gewirkt, die die beiden vor uns liegenden grundlegenden Zivilisationsveränderungen hervorgebracht haben, das Soros-Europa und den Marrakesch-Pakt: Das erste Prinzip – die Personenfreizügigkeit – war die Vorstufe zur Abschaffung der physischen Landesgrenzen, die den austauschbaren, multi-unkultivierten Menschen hervorbringt. Und das zweite, die Nichtdiskriminierung, hat das Ende der anthropologischen Grenze vorbereitet, welche einen «Sandmann» hervorbringt, ohne Humus und ohne Nachkommenschaft.
Ein Kapitel ist Orbán gewidmet. Warum haben Sie ihn getroffen?
Ich wollte die Wahrheit wissen. Ich war sehr beeindruckt von diesem überlegt sprechenden, unerschütterlichen, reifen Mann, der keinen anderen Ehrgeiz hat, als seinem Land zu dienen. Er wurde dreimal hintereinander wiedergewählt. In Brüssel sagt man, er sei kein Demokrat. Er schützt seine Grenze, die eine Schengen-Grenze ist, und er will keine Masseneinwanderung, welche Brüssel der Visegrad-Gruppe aufzuzwingen versucht. Ich habe die Zweiteilung Europas wahrgenommen: einen Teil, der nicht islamisiert werden will, und einen anderen, der bereits den mutual accomodations ausgeliefert ist. Dies ist der Gegensatz zwischen den Eliten des Ostens, die ihre nationale Faser, ihre vertrauten Heimatländer behalten haben, und denjenigen des Westens, die in ihrer Neurose der ehemals Besiegten baden, misstrauisch gegenüber jedem Überschwang, jeder Begeisterung, jedem nationalen Gefühl. Letztendlich ist Monnets Europa für sie nur die Geschichte eines ständig fortschreitenden Traumas.
Ist dieses Buch eine Möglichkeit, um sich für «populistische Parteien» einzusetzen?
Nein, ich gebe keine Anweisungen, ich schlage Alarm. Ich schlage und schlage. Bevor der Muezzin kommt. Der Populismus ist der Schrei der Völker, die nicht sterben wollen.
Ist das von Ihnen beschriebene Europa reformierbar?
Sie fragen mich, ob Le Corbusier ein Viollet-le-Duc werden könnte?1 Die Antwort ist nein. Der grundlegende Mangel liegt in einer post-politischen, körperlosen, undemokratischen Architektur mit einem externen Bindeglied. Mit einem globalistischen und multikulturalistischen Tropismus, der von einer «Union» erzeugt wird, die das Innenleben unserer Zivilisation zerstört. Es ist nicht reformierbar.
Haben Sie keine Angst vor dem Chaos, das sein Fall mit sich bringen könnte?
Das Chaos, das haben wir schon. Der Bruch zwischen dem ideologischen und dem körperlichen Europa wird sich vergrössern. Die Mauer von Maastricht wird fallen. Denn der Traum vom Zusammenwachsen der Nationen – der Traum der postnationalen Eliten – ist in den Herzen der Völker verschwunden. Er ist zerfallen, weil er aus einem Netz von Lügen gewoben war. Die Welt von morgen, die bereits am Horizont auftaucht, ausserhalb Europas, ist die Welt der Entglobalisierung und damit der Souveränität des Rechts der Völker auf historische Kontinuität und der Grenzen, die die Frieden bringenden Filter der Zukunft sind.    •
* Philippe de Villiers, 1949 in der Vendée (Westfrankreich) geboren, ist ein französischer Politiker und Publizist. Mit einem dreijährigen Unterbruch war er von 1987 bis 2004 Mitglied der französischen Nationalversammlung. Von 2004 bis 2014 gehörte er dem Europäischen Parlament an. Als Autor veröffentlichte er eine Vielzahl historischer Bücher. 2005 trat er für die Beibehaltung der Souveränität Frankreichs ein und lehnte beim Referendum den Verfassungsvertrag für die EU ab. Er ist Gründer des «Puy du Fou», eines historischen Themenparks, der eines der beliebtesten Ausflugsziele Frankreichs ist und jährlich rund 2 Millionen Besucher anzieht. 

Quelle: © Alexandre Devecchio/Le Figaro vom 26.3.2019 (Übersetzung Zeit-Fragen)

1    Eugène Viollet-le-Duc war ein französischer Architekt, Denkmalpfleger und Kunsthistoriker. Er erlangte Berühmtheit durch seine Restaurierungen mittelalterlicher Bauwerke und seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Architekturgeschichte. Er lebte von 1814 bis 1879. Le Corbusier lebte von1887 bis 1965. (Anm. d. Übers.)
(Quelle: Zeit-Fragen)