15.09.11

Schweizer im Wohlstands-Ranking erneut auf Platz eins



Das Bruttogeldvermögen ist laut einer Studie der Allianz 2010 in 50 untersuchten Ländern auf 95,3 Billionen Euro geklettert. Österreich rangiert nur auf Platz 18 im Ranking der reichsten Länder.

Pro Kopf Geldvermögen in Euro:

1. Schweiz 207.393 
...
18. Österreich: 59.346...

(Auch in der Wiener Zeitung vom 15. September)
hs. Das Schweizer Erfolgsmodell ist eine echte Alternative zur EU!



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Platz 4 und 5 werden von Dänemark und den Niederlanden belegt. In den Top 10 sind außerdem noch Belgien und Großbritannien. Gefolgt von 9 weiteren EU-Ländern in den Top 20. Ergibt 65% (beinahe 2/3) der Top 20 sind EU-Mitglieder.
Zusätzlich muss man auch noch sagen dass in der Schweiz sehr viele Banker leben und arbeiten, was sich natürlich auf diese Statistik niederschlägt. Wenn man einen Blick auf den Gini-Koeffizienten wirft (der sagt aus wie ungleich das Vermögen verteilt ist, je höher desto ungleicher ist das Vermögen verteilt) die Schweiz hat einen Gini-Koeffizient von 0.803 während Österreich einen von 0.646 hat.
Diese Statistik als Argument gegen die EU zu benutzen kann man also durchaus als hirnrissig bezeichnen.

Helmut Schramm hat gesagt…

Hirnrissig ist die Schuldenmacherei der EU und der damit einhergehende Niedergang des Restes der Souveränität, Demokratie und des Rechtsstaates. In der Schweiz verhindern die Stimmbürger solche Irrwege der blind ins Verderben laufenden politischen Klasse. Ich behaupte, dass das Erfolgsmodell Schweiz für Österreich mehr Gerechtigkeit bringen würde, obwohl auch bei den Eidgenossen der mehrheitliche Bürgerwille wo es geht unterdrückt wird. Die Schweizer müssen aufpassen, um nicht noch mehr in die EU gezogen zu werden.

Die USA, das Zentrum der Hochfinanz, ist an 2. Stelle dieser Statistik. Wenige Reiche haben so viel wie alle zusammen. Das ist leider in der Schweiz auch so. Aber die Direkte Demokratie, die Neutralität und das Zusammenhaltgefühl wird in der Schweiz hochgehalten und ist vorbildlich.

Anonym hat gesagt…

Aufgrund von so einer Statistik (die eine ungleichmäßige = nicht unbedingt gerechte) Verteilung des Vermögens impliziert, davon auszugehen, dass es den Schweizern besser geht als uns Österreichern, bzw. dass der Durchschnitts-Schweizer reicher ist als der Durchschnitts-Österreicher ist schlicht und einfach falsch. Noch ein Nachtrag: Meiner Meinung nach spielt die Hochfinanz in der Schweiz eine wesentlich größere Rolle, da die Schweiz ein pro-Kopf Geldvermögen von 207.393€ hat, während es in den USA "nur" 111.897€ beträgt, was ein enormer Unterschied ist.

Darauf zu schließen, dass mehr Direkte Demokratie zu mehr Gerechtigkeit führt ist auf den ersten Blick naheliegend, aber was Gerechtigkeit ist lässt sich nur sehr schwer definieren. Das haben schon sehr viele, sehr kluge Männer versucht, aber keiner hat eine allgemein gültige Definition gefunden, mit welcher alle zufrieden sind.

Der Grund warum Österreich bei der EU ist ist übrigens auch von gelebter Direkter Demokratie ausgegangen.

Helmut Schramm hat gesagt…

Also ich traue mich zu behaupten, dass es den Eidgenossen besser geht, obwohl die Hochfinanz auf in der Schweiz ihr Bein hineinkriegen will. Wer nicht spätestens jetzt bemerkt, was abläuft, der will nicht sehen und will Österreich abschaffen und in einer EU untergehen lassen, die nie eine Demokratie sein kann und eine Konstruktion der Starken zu Lasten der Schwachen ist. Beipiel USA. Dort müssen sich die armen Leute mit Essensmarken schon anstellen und verarmen immer mehr, während die Elite immer reicher wird. Gerechtigkeit wäre, die Leistung gerecht unter alle Staatsbürger aufzuteilen und politische Mitsprache zulassen. Die Zahlenspiele sind da nicht so wichtig, es liegt auf der Hand. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder EU-Diktatur!

Anonym hat gesagt…

Zu Behaupten, dass die Schweiz ein Land sei in dem "die Hochfinanz" ihr Bein hineinkriegen will ist mutig. Die Schweiz ist bekannt für 3 Dinge: Berge, Käse und Banken (der Vollständigkeit halber muss ich auch noch ein viertes erwähnen: die Neutralität). Banken und die Finanzwelt spielten in der Schweiz seit jeher schon immer eine große Rolle.

Da die Zahlenspiele keine so große Rolle spielen geben Sie also indirekt zu, dass Sie vielmehr aufgrund eines nicht näher definierbaren Bauchgefühls gegen die EU wettern. Und das mit Argumenten, die aus der Krone stammen könnten (und vermutlich auch aus dieser Zeitung entnommen sind). Die EU als Diktatur zu bezeichnen obwohl es alle 5 Jahre eine Europawahl gibt (zu der aber kaum Menschen gehen), bei welcher das EU-Parlament gewählt werden kann.

Und was meinen Sie mit "Leistung gerecht unter allen Staatsbürgern aufteilen"? Den Begriff Leistung müssen Sie genauer definieren, sonst geht es mir wie dem Herrn Meischberger ("Wo woar mei Leistung?")

Gleichheit und Brüderlichkeit sind zwei Werte welche sich meiner Meinung nach im großen Europäischen Kontext mehr bringen würden als im kleinen.

Und niemand will Österreich abschaffen, nur der in Österreich (leider) vorherrschenden Engstirnigkeit gehört Paroli geboten.

Helmut Schramm hat gesagt…

Aus Ihren letzten Formulierungen merke ich, dass Sie großen Aufholbedarf in Europarecht und Verfassungsfragen haben und über die Schweiz nicht Bescheid wissen.

Lesen Sie beispielsweise: Erfolgsmodell Scheiz von Elsässer/Erne, Europarecht Teil 2 Wirtschaftsrecht oder/und Die Rechtswidrigkeit der Euro-Rettungspolitik v. Schachtschneider.

Die Zahlen wurden nicht von mir erhoben und wurden vielfach veröffentlicht.

Gerechtigkeit wäre beispielsweise wenn das Wirtschaftswachtum, die jährliche Rate von 1 oder 2 Prozent auch an die Bürger durchgereicht würde. Aber das Gegenteil ist der Fall: Sparpakete und Steuererhöhungen sind an der Tagesordnung, wärend die Banken einen Freibrief zum Weiterspekulieren ohne viel Risiko bekommen, weil die Steuerzahler letzlich aufkommen werden.

Anonym hat gesagt…

Sie können die Tatsache, dass die Schweiz seit jeher ein wichtiger Finanzplatz ist nicht verleugnen (Sie können es schon, aber das wäre dann schlicht und einfach falsch).
Auch den Banken in der Schweiz wurde zum Teil vom Staat unter die Arme gegriffen (http://bit.ly/qMS9Ym).

Zu den Literaturempfehlungen: Sie sind wirklich mutig diese tiefste Propaganda als ernst zu nehmende Literatur auszugeben. Mein Tipp: lesen Sie lieber wieder die Krone, da können Sie sich auch jeden Morgen wunderbar über die EU aufregen und es ist nicht ganz so tiefe Propaganda.

Helmut Schramm hat gesagt…

Die Schweiz ist ein wichtiger Finanzplatz, weil es in der Schweiz sicherer ist, als in Österreich zum Beispiel. Die USBS sollten die Schweizer hinauswerfen und sich wieder Hrn. Raiffeisen Idee einer Bank besinnen.

Danke für die Lesetipps!

Anonym hat gesagt…

Die Schweiz, als erfolgreiches EFTA-Land ist den EU-Mächtigen ein Dorn im Auge.