30.09.11

Die Efta, eine echte Alternative für die Zusammenarbeit souveräner Staaten

thk. Dänemark, Grossbritannien, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und die Schweiz gründeten 1959 die Europäische Freihandels-Assoziation (Efta). Später schlossen sich weitere Staaten der Freihandelszone an. Kein Mitgliedstaat der Efta war Mitglied der EWG. Grund dafür war, dass im Gegensatz zu dieser die Efta nie einen politischen Staatenbund anstrebte, sondern von Anfang an darauf achtete, die Souveränität der einzelnen Länder zu wahren. Ziel der Efta war und ist es, durch Freihandelsverträge Wohlstand, Stabilität und Wirtschaftswachstum der Mitgliedsländer zu fördern. Dabei ging es nicht darum, einen gemeinsamen Markt zu etablieren, sondern durch faire Verträge gleichberechtigt den Freihandel zu regulieren und auf die Bedingungen der einzelnen Länder Rücksicht zu nehmen. Aus diesem Grund schloss die Efta den Freihandel mit Agrarprodukten aus. Sie anerkannte das Prinzip der Selbstversorgung als nationale Aufgabe. Als einziges Entscheidungsorgan wurde der Efta-Rat geschaffen, der regelmässig auf Minister- und Beamtenebene zusammentrat. Am Amtssitz der Efta in Genf wurde ein ständiges Sekretariat eingerichtet, in dem selbst während der 90er Jahre gerade einmal 150 Mitarbeiter beschäftigt waren.
Die Efta, die heute immer noch besteht und unter anderem eine Vielzahl von Verträgen mit den ehemaligen Ostblockstaaten, im asiatischen und arabischen Raum sowie mit China und Russ­land unterhält, wird zukünftig sicher wieder an Bedeutung gewinnen.

Quelle: Zeit-Fragen

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