19.07.13

Kommentar zur EU-Gentechnikpolitik

Kein Grund zum Jubeln!

Die Freude über einen vermeintlichen Sieg gegen Monsanto ist definitiv zu früh. Auch wenn Monsanto offene Anträge auf Anbauzulassung zurückzieht, bleibt die Genmaissorte Mon810 deren Anbau in Europa genehmigt ist, vermutlich als Fuß in in der Tür, erhalten. Des weiteren und deshalb verwundert der "angebliche" Rückzug von Monsanto nicht, laufen derzeit Verhandlungen zum Freihandelsabkommen EU-USA bei denen auch GVO´s ein Thema sind.

Dem Vernehmen nach soll vereinbart werden, dass in den USA zugelassenes Gensaatgut automatisch auch in der EU die Zulassung zum Anbau erhält. Damit kommt der Anbau durch die Hintertür. Es ist anzunehmen, dass das der Konzern bereits weiß. Die Einfuhr von Millionen Tonnen genmanipulierten Futter- und Lebensmittel, auch die Anträge auf Zulassung (z.b.Einfuhr Smartstax, Zulassungsverfahren läuft derzeit) bleiben davon sowie unberührt.

Auch wird Monsanto nicht freiwillig den Konkurrenzunternehmen das sprichwörtliche Feld überlassen, auch nicht beim Anbau.

Die derzeitige vor der Entscheidung stehende Saatgutverordnung nicht minder. In der Saatgutdatenbank der Zulassungsbehörde CPVO in Frankreich sind derzeit 267 Anträge auf Zulassung von Monsanto/Seminis offen. Bereits genehmigt sind 783 Saatgutsorten. Ingesamt sind 21.302 Sorten verschiedener Firmen zugelassen. Tendenz steigend. Freies Saatgut wird Monsanto weiter ein Dorn im Auge sein. Daher muß weiter auch gegen die Saatgutverordnung gekämpft werden. Zum zurücklehnen ist es zu früh!

Auf der Homepage des österreichischen Parlaments kann die Bürgerinitiative “Saatgutrichtlinie – NEIN DANKE für ein Freies Saatgut und indirekt gegen Monsanto unterschrieben werden.

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/BI/BI_00068/index.shtml#tab-Uebersicht
oder auch http://saatgut.eulu.info

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