05.01.14

20 Jahre EU-Volksabstimmung: Zahlen und Fakten - Teil 3 - Steueroasen, Zins u. Zinseszins


 Für die Finanzierung der "Rettungsmaßnahmen" für Banken und Spekulanten werden Sparpakete beschlossen. Die Gewinne streifen die Aktionäre jahrelang ein, für die Verluste sollen vor allem die normalen Bürger durch Steuererhöhungen, Kürzungen von sozialen Leistungen, Erhöhungen des Pensionsantrittsalters etc. aufkommen. Das Arbeitslosenheer wird ständig größer. 
Die Reichen werden reicher, die armen ärmer! Die Gewinne werden privatisiert und die Verluste sozialisiert. 

"Von den Top 1%, für die Top !%, durch die Top 1% (Joseph Stiglitz)

 Die Kapitalverkehrsfreiheit der EU ermöglicht die Abwanderung der Milliarden ins Ausland.

In Steueroasen befinden sich bis zu 32.500 Mrd. US-Dollar!

 0.14 % der Weltbevölkerung besitzen über 81 % der weltweiten Nettofinanzvermögen. 

Die Vermögen wachsen exponentiell, während die Massen verarmen. 

Prof. Dr. Christian Kreiß schreibt in seinem Buch "Profitwahn". Warum sich eine menschengerechte Wirtschaft lohnt: 

"Durch unser Sozialabgabensystem wird die arbeitende Bevölkerung doppelt belastet, mit Lohnsteuer und Sozialabgaben, während Nicht-Arbeits-Einkommen (Renteneinkommen) aus Großvermögen für die Finanzierung der Sozialabgaben n i c h t herangezogen werden...

(...) Weder eine substanzielle Erbschaftssteuer von z.B. 50 % noch eine progressive Besteuerung der Einkommen mit einem Spitzesteuersatz von z. B. 50 % oder gar 70 % (...) ist eine dauerhafte Lösung. Sie gehen zwar in die richtige Richtung, aber nicht an die eigentliche Wurzel des Problems, die Vermögenskonzentration als solche. Man muss demnach bei der Wurzel, bei den Vermögen selbst ansetzen, z. B. durch Vermögenssteuern auf die drei Hauptarten von Vermögen: 

1. Grund und Boden (inklusive den darauf befindlichen Immobilien)
2. Anteile an Unternehmen
3. Geldvermögen

Zinseszins:

(...) das unbeschränkte Zulassen von Zinseszins führt (...) regelmäßig zu katastrohalen Konsequenzen. Diejenigen Kulturen, die Zinseszins pratisch nicht zuließen, hatten in ihrer Geschichte auch nicht die Probleme immer wiederkehrender wirtschaftlicher und sozialer Zusammenbrüche...

(...) man übergeht die Fragestellung, wohin unbeschränktes Eigentum führt. Das ist einfach kein Thema. (...) Man übergeht die Fragestellung, wohin die Zinsessinsrechnung über mehr als 100 Jahre hinaus führen muss. Man schneidet zeitlich den Denkhorizont ab.

(...) Das Zins- bzw. Wucherverbot zieht sich wie ein roter Faden durch Religionsgeschichte (...)

"Die Wirtschaftswissenschaft hat seit Jahrhunderten die Interessen der jeweils herrschenden Klasse verteidigt"...



Mehr zum  Zinseszins

http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/12/06/ausbeutung-durch-das-zinssystem/#more-475







1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Aufschlussreiches zum Zinseszins:
http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/12/06/ausbeutung-durch-das-zinssystem/