02.08.14

Der EU-Kapitalismus ist unmenschlich

Der Kapitalismus der wenigen Superreichen ist unmenschlich, die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weltweit mehr und mehr. Professor Thomas Piketty*, ein französischerWirtschaftswissenschaftler hat in seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" dargelegt warum das so ist: Gewinne aus Kapital sind höher als die Wachstumsraten. Die Folgen sind extreme Formen von Ungleichheit. Auf der einen Seite werden die Millionäre und Milliardäre immer reicher, auf der anderen Seite verhungern noch immer Zig-Millionen im Jahr. "Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Und das auf einem Planeten, der grenzenlosen Überfluss produziert", klagt Jean Ziegler an.

Die Kernaussage des Buches ist, dass seit einigen Jahrzehnten die Vermögen in allen Industrieländern deutlich stärker wachsen als die Einkommen und zudem noch erheblich stärker konzentriert sind. In den USA beziehen die reichsten 0,1 Prozent der Bevölkerung den Großteil ihres Einkommens aus Kapitaleinkünften. Und genau in dieser winzigen Fraktion sieht Piketty die treibende gesellschaftliche Kraft. Die Zukunft gehöre denjenigen, die erben - nicht denjenigen, die Wohlstand erschaffen, so das Manager-Magazin. Der Spiegel schreibt: "Durchschnittlich lag das Wirtschaftswachstum Pikettys Daten zufolge nämlich in den vergangenen 300 Jahren inflationsbereinigt bei einem bis eineinhalb Prozent jährlich. Vermögen stiegen dagegen um vier bis fünf Prozent vor Steuern. Wer schon wohlhabend ist, kann sein Vermögen offenbar breit anlegen und so überdurchschnittlich steigern. Weil Vermögen zudem meist an die eigenen Kinder vererbt werden, pflanzt sich die Ungleichheit über Generationen fort".

 Diesen unmenschlichen  US-"Raubtierkapitalismus" haben die EU-Verträge übernommen und alle maßgeblichen Köpfe aus Wirtschaft und Politik folgen ihm wie einer Religion. Wie kann man dieser Entwicklung entgegentreten? Ein erster Schritt ist sicher auch die von Piketty geforderten hohenVermögensteuern. Aber um diesen Irrweg nachhaltig zu verlassen, muss ein weltweites Umdenken erfolgen. Ein erster Schritt ist die Rückkehr zum menschlichen Maß, zu einer menschlichen Wirtschaftsform, die allen gerecht wird. Der Austritt aus der EU ist erforderlich, das ist von den Völkern zu fordern! Die Einführung von mehr politischer Mitsprache und Neutralität, so wie in der Schweiz würde für alle Menschen Frieden, Freiheit und ein menschenwürdiges Leben bringen. Die Superreichen würden eben etwas weniger reich.

 *"Das Kapital im 20. Jahrhundert" ist ein Werk von außergewöhnlichem Ehrgeiz, von großer Originalität und von beeindruckendem Rigorismus. Es lenkt unser ganzes Verständnis von Ökonomie in neue Bahnen und konfrontiert uns mit ernüchternden Lektionen für unsere Gegenwart. Wie funktioniert die Akkumulation und Distribution von Kapital? Welche dynamischen Faktoren sind dafür entscheidend? Jede politische Ökonomie umkreist die Fragen nach der langfristigen Evolution von Ungleichheit, der Konzentration von Wohlstand und den Chancen für ökonomisches Wachstum. Aber befriedigende Antworten gab es bislang kaum, weil geeignete Daten und eine klare Theorie fehlten. In "Das Kapital im 21. Jahrhundert" untersucht Thomas Piketty Daten aus 20 Ländern, mit Rückgriffen bis ins 18. Jahrhundert, um die entscheidenden ökonomischen und sozialen Muster freizulegen. Seine Ergebnisse werden die Debatte verändern und setzen die Agenda für eine neue Diskussion über Wohlstand und Ungleichheit in der nächsten Generation. Piketty zeigt, dass das moderne ökonomische Wachstum und die Verbreitung des Wissens es uns ermöglicht haben, Ungleichheit in dem apokalyptischen Ausmaß abzuwenden, das Karl Marx prophezeit hatte. Aber wir haben die Strukturen von Kapital und Ungleichheit nicht in dem Umfang verändert, den uns die optimistischen Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg suggeriert haben. Der Haupttreiber der Ungleichheit - dass Gewinne aus Kapital höher sind als die Wachstumsraten - droht heute vielmehr extreme Formen von Ungleichheit hervorzubringen, die den sozialen Frieden gefährden und die Werte der Demokratie unterminieren. Doch ökonomische Trends sind keine Handlungen Gottes. Politisches Handeln hat ökonomische Ungleichheiten in der Vergangenheit korrigiert, sagt Piketty, und kann das auch wieder tun. (amazon)

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1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wenn Unrecht zu Recht wird sind wir alle augerufen Widerstand zu leisten! Schon einmal ueber einen Gesamt europaeischen Steuerboykott nachgedacht? Um diesem kriminellen und korrupten Berufsluegnern genannt Politiker das Kapital fuer Bankenrettungen zu entziehen! Sicher sehr wirksam denn ohne unser Steuergeld kein Krieg und keine Bankenrettungen mehr! Es sollten eigenlich alle Europaeer inzwischen verstanden haben, das wir alle besonders in den letzten 100 Jahren von allen unseren Politikern verraten und verkauft wurden an die Rothschild Mafia gesteuerten Staaten EU USA
Wenn wir nichts dagegen tun gehen bald die Lichter aus!
Gute Nacht Europa