22.08.14

Wirtschaftsnobelpreisträger Prof. Mirrlees und Geldpolitik-Experte Prof. Sims sinngemäß: Raus aus dem Euro!

Die Welt:


Die ökonomische Elite hält den Euro hinderlich für den Aufschwung. Einige Laureaten sehen im Bruch des Euro sogar die einzige Chance, um das wirtschaftlich lahmende Europa wieder in Schwung zu bringen. "Ich kann mir mit dem Euro keinen wirklichen Aufschwung in der Euro-Zone vorstellen, der auch den Namen Aufschwung verdient", sagte James Mirrlees, Professor für politische Ökonomie in Cambridge.
Ein stures Festhalten an der Gemeinschaftswährung hält der Wirtschaftsnobelpreisträger von 1996 für zu kostspielig. "Die Kosten für den Zusammenhalt der Währungsunion dürften langfristig die Kosten für ein Auseinanderbrechen bei Weitem überschreiten", sagte Mirrlees.

Finanzmärkte haben kaum noch Euro-Sorgen

Überraschend ist der Euro auf die Agenda des Treffens der Wirtschaftsnobelpreisträger in Lindau gekommen. Schließlich hatten die Finanzmarktakteure und die Politik unisono die Diskussion um das Projekt Gemeinschaftswährung für beendet erklärt. Sichtbar wird dies etwa am Euro-Break-up-Index des Analysehauses Sentix.

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Europa hat Konstruktionsfehler der Währung nicht im Griff

Gerade die ersten Jahre des Berufslebens seien entscheidend für die Karriere und den späteren Verdienst. Wenn diese wichtigen Erfahrungen wegen Arbeitslosigkeit wegfielen, drohe dieser Generation eine jahrzehntelange Stagnation. Europa müsse umgehend mit großen Infrastrukturinvestments gegensteuern.
Drastischer formuliert es Christopher Sims, Professor für Geldpolitik in Princeton. Die Politik in Europa habe bis heute nicht die Konstruktionsfehler des Euro nicht in den Griff bekommen. "Wenn ich Politikberater in Griechenland, Portugal oder Spanien wäre, würde ich den Staaten raten, Notfallpläne für den Ausstieg aus der Währungsunion auszuarbeiten", sagt Sims, der 2011 den Nobelpreis bekam.

1 Kommentar:

petra bergerac hat gesagt…

Es geht nicht um den Euro. Der ist nur eine Währung. Es ist unser Schuldgeldsystem, welches die Welt in einem Schuldenmeer ertrinken lässt.
Es dient zur Umverteilung sämtlichen Vermögens von Fleißig nach Reich. Und haben erst einmal die 1 % sämtliche Vermögen, bleibt für die restlichen 99 % nur die Sklaverei.
Erst wenn wir unser Geldsystem ändern werden wir uns al menschliche Zivilisation weiter entwickeln.