Lobbyist packt aus: EU vereinbart Gesetze im Hinterzimmer „komplett undemokratisch“
Gesetze entstehen auf EU-Ebene nicht mehr in demokratischen
Gremien, sondern über sogenannte „technische“ Weisungen. Die
EU-Kommission gestaltet den Prozess bewusst so kompliziert, dass die
Parlamente mehr oder weniger alles durchwinken. Das Ganze ist völlig
legal: Die Grundlage dafür steht im Lissabon-Vertrag.

Europa
in kommunistischem Ambiente: Die EU-Kommission trifft sich mit der
slownischen Regierung in Krain, im Jahre 2008, aus Anlass der
slowenischen Rats-Präsidentschaft. (Foto: Tina Kosec/bobo)
Das jüngste Beispiel: In der gesellschaftpolitisch höchst relevanten Frage, ob Wasser privatisiert werden soll, wurde der Deutsche Bundestag zu einem Statisten-Ensemble degradiert (hier). Interessant war die Argumentation der Bundesregierung, dass die EU hier entscheiden werde und man in Brüssel schon dafür sorgen werde, dass die richtige Entscheidung getroffen werde. Wer die EU eigentlich ist, blieb offen – und das aus gutem Grund: Denn die EU ist in diesem Fall nicht das EU-Parlament, sondern die Kommission. Und die hat sich, bestehend aus nicht gewählten Ex-Politikern aus den Mitgliedsländern, darauf spezialisiert, Gesetze außerhalb von demokratischen Strukturen durchzudrücken.
Dies erfolgt auf ganz legale, offene Weise. Die Grundlage findet sich im Wesen des Gesetzgebungsverfahrens der EU.
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