21.04.11

Facebook ist gefährlich

 Immer mehr hört man in den Medien über Facebook. Beispielsweise bringt man in den Ö1 Radio-Nachrichten, dass der US-Präsident über Facebook Fragen beantwortet oder man liest, dass schon 9000 "Freunde"  gegen die Bestellung eines jungen ÖVP-Politikers für den neuen Posten als Staatssekrätar für Integration ist, oder tausende Freunde sind für oder gegen Parteien oder Menschen. Gegen Freunde ist man machtlos. Soziale Netze kennen sogar Kontakte und Mail-Adressen von Menschen, die auf ihre Privatsphäre achten und selbst gar kein Mitglied bei Facebook & Co. sind. Facebook erhebt neu selbst nach der Auflösung von Nutzer-Accounts Anspruch auf die Weiterverwendung von Bildern und Texten. Nach der Änderung der Nutzungsbedingungen kann das weltweit grösste soziale Netzwerk nun auch nach der Löschung eines Nutzer-Kontos die von den Mitgliedern geschaffenen Inhalte «nutzen, kopieren, veröffentlichen, streamen, speichern, aufbewahren, scannen und umformatieren». So steht es seit dem 4. Februar in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Die Nutzung der von den aktiven Mitgliedern gelieferten Inhalte war Facebook bereits nach den alten Nutzungsbedingungen erlaubt. Einerseits führen Facebook-Auftritte die User in die Irre, andererseits nutzen viele User Facebook als Plattform für private Kommunikation. Es unbedeutend, ob irgendeine Facebook-Seite tausende "Freunde" hat, weil sie sich überhaupt nicht kennen und oft gar nicht wissen, um was es auf der Facebook-Seite überhaupt geht. Aber Facebook-Auftritte werden von den großen Medien genutzt, um Menschen auf Linie zu bringen. Dass "Soziale Netzwerke" zahlreiche Gefahren bergen, bestätigt auch eine Studie des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2008. Die Untersuchung mit dem Titel "Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformen" zeigt auf, dass keine der untersuchten Communities ausreichenden Sicherheitsstandards entspricht. Weder "MySpace", "facebook", "studiVZ", "wer-kennt-wen" oder "lokalisten", noch "XING" und "LinkedIn" überzeugten im Test hinsichtlich des Privatsphärenschutzes. Soziale Netzwerke entwickeln magnetische Kraft auf Internet-Fans – und gewinnen so gewaltige Macht über ihre NutzerForscher des Fraunhofer Instituts hatten sich als User bei den Communities angemeldet, die diversen Sicherheitseinstellungen ausprobiert und anschliessend versucht, diese zu umgehen. Auf der Suche nach den von ihnen selbst eingegebenen privaten Daten waren sie erstaunlich häufig erfolgreich. "Mithilfe spezieller Suchmaschinen kamen sie zum Beispiel in den Besitz geschützter Bilder, obwohl diese gar nicht für die Öffentlichkeit freigegeben waren. Auch die politische Orientierung oder der Familienstatus liess sich trotz Sperrung der Daten ermitteln, und selbst nach Aufgabe der Mitgliedschaft blieben bei einer Plattform die persönlichen Gästebuch- und Foreneinträge bestehen", schreibt die Zeitschrift "Computerwoche". "Aus diesen Gründen sollte man gänzlich darauf verzichten, jegliche privaten Daten frei im Internet zu veröffentlichen", lautet ein Fazit der Studie.


  Der Facebook-Auftritt "Volksbegehren: 1 Million Österreicher für den EU Austritt" ist ein Beispiel für die Irreführung der User. Diese Facebook-Seite (http://zh-cn.facebook.com/euaustritt) mit derzeit  111.751 (!) "Freunden" fordert seit Anfang Februar eine Volksabstimmung über den Austritt aus der EU und weist auf die Website www.wetog.com hin. Bis 23. März haben knapp 1300 Personen Namen, Adresse und andere Daten auf einem bereitgestellten Formular eingetragen. Es wird auch ein Newsletter angeboten und um Spenden gebeten. Für allfällige Fragen gibt es eine E-Mail-Adresse (euaustritt@gmail.com) Mit dem Thema EU-Austritt zu "werben" begann diese Facebook- Seite bereits im Vorjahr bald nach der Lancierung des wirklichen Volksbegehrens für den Austritt aus der EU (mit korrekter und amtlich gültiger Unterschriftsleistung in den Magistraten bzw.Gemeindeämtern).

Dieser Facebook-Auftritt hat aber mit der realen Einleitung des EU-Austritts-Volksbegehrens nichts zu tun, die User werden getäuscht. Was die Facebook- Betreiber dabei wirklich im Sinn haben, ist höchst unklar. Will man das Volk "umleiten" und damit das reale Volksbegehren stören bzw. die Facebook- Unterschreiber glauben machen, dass sie damit ein echtes Volksbegehren unterschrieben hätten und für dessen vorgetäuschtes Zustandekommen auch finanziell beitragen sollen???

Denn das reale in der Einleitungsphase befindliche EU-Austritts- Volksbegehren wird auf dieser Facebook-Seite absichtlich totgeschwiegen. Man findet nirgends einen Hinweis auf das echte Volksbegehren und/oder dessen Betreiber - im Gegenteil!  Nach einem Angebot von mir an die Facebook-Betreiber
(die sich nicht zu erkennen geben), ein persönliches Kontaktgespräch mit diesen und den Proponenten des echten Volksbegehrens, Inge Rauscher und mir, herbeizuführen, meldeten sich die Betreiber nicht mehr...

Wer profitiert? Der Gründer und Vorstands-Vorsitzende des Online-Netzwerks "Facebook", Mark Elliot Zuckerberg, ist damit Dollar-Milliardär geworden. Die Daten von "Facebook" werden in den USA gespeichert und gegebenenfalls verwendet. Solche Web-"dienste" oder ähnliche Netzwerke können echte
Volksbegehren und schon gar nicht Volksabstimmungen jedenfalls nicht ersetzen. Im Gegenteil: Man nutzt Facebook wie es passt. Die Menschen werden in die Irre geführt. Die Kommunikation unter den Bürgern reduziert sich aufs Internet, was gefährlich ist. So können Experten manipulieren und so die Meinung der Bevölkerungen beeinflußen. Das Benutzen von Facebook schadet mehr als es nutzt und macht nur Elliot Zuckerberg reicher und diverse Dienste auf dieser Welt haben Informationen, die einmal jeden Nutzer von Facebook schaden können.

Keine Kommentare: