10.04.11

„Staatsbankrott noch heuer“

Wirtschaftsprofessor Hörmann: Wer Bankschulden zurückzahlt, macht einen Fehler

Franz Hörmann, Gastprofessor an der Linzer JKU, übt viel Kritik am aktuellen Wirtschaftssystem. Er spricht über Banken und darüber, wie unser Geld demnächst verschwindet.

BezirksRundschau: Wann, wie und wodurch wird das Geld verschwinden?

Franz Hörmann: Noch heuer durch den kompletten Staatsbankrott. Wenn sowohl die Vereinigten Staaten als auch die größten europäischen Länder nicht einmal noch die Zinsen auf die Staatsschuld bezahlen können, ist das die Definition des Staatsbankrotts. Das hat unmittelbar zur Konsequenz, dass sämtliche Staatsanleihen, die ja als Deckung des Geldes gelten, wertlos sind. Damit ist dann auch das Geld wertlos. Das ist eine einfache Sache und passiert mathematisch zwingend in diesem Jahr. mehr>>
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Hans-Werner Sinn ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Präsident des ifo-Instituts: Was Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesbank verschweigen: Der Rettungsschirm rettet den Euro nicht - aber er lastet Deutschland ungeheure Risiken auf. Die Höhe der Haftung übersteigt die schlimmsten Ahnungen der Öffentlichkeit. mehr>>>
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Uni-Professor Schneider in der Bezirksrundschau zweifelt an Prof. Hörmanns Aussagen:
„Es gibt keinerlei Anzeichen für einen Staatsbankrott“. mehr>>>

Andreas Mitterlehner, Generaldirektor der HYPO OÖ : „Die Aussagen von Professor Hörmann sind nicht nur weltfremd, sondern entspringen auch keiner wissenschaftlich belegbaren Theorie. Wer von Staatsbankrott und Wertlosigkeit unseres Geldes spricht, betreibt nur verantwortungslose Panikmache.

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Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank:

„Das ist blanker Unsinn und absurd“ „Herrn Hörmanns Milchmädchenrechnungen sind blanker Unsinn, absurd. Wir haben Vollbeschäftigung und ein Wirtschaftswachstum weit über EU-Durchschnitt. Was nicht heißt, dass es nicht auch in Österreich Handlungsbedarf gibt und wir Strukturreformen angehen müssen.

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Kommentar von Helmut Schramm: 

Es gibt keine Alternative zur Rückkehr zu nationalen Währungen, die den Wirtschaftsleistungen der jeweiligen Volkswirtschaften entsprechen und weg vom Euro mit dem fixen Wechselkursen. Den PIIGS-Ländern hat man vorher die Kredite umsonst gegeben und hat sie dadurch zum Schuldenmachen regelrecht verführt. Jetzt sollen EU-Länder, welche noch eine starke Wirtschaftsleistung haben, permanent für die Schulden aufkommen. Die "PIIGS" (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien)  müssen wieder ihre Währungen abwerten können. Der Ausstieg aus der EU und damit aus dem Euro ist die Heilung.

Lesen Sie über die Bürgerbeschwerde gegen den permanten "Rettungsschirm" der EU von Professor K. A. Schachtschneider und die  letzten Artikel von Professor Wilhelm Hankel über das Scheitern des Euro.
Österreich ist als Mitglied der EU zum Spielball und der internationalen Hochfinanz geworden. Es werden weiterhin jeden Tag Irrsinnsbeträge virtuell im globalen Casino eingesetzt. Wenn es schiefgeht, werden die Verluste sowieso wieder durch den "Rettungsschirm" ausgeglichen. Man kauft sich mit Milliarden höchstens Zeit, statt die Banken mit geeigneten Gesetzen in die Schranken zu weisen. Die Politik schützt das Kapital und nicht die Bevölkerung. Die Menschen wollen eine Politik, welche dem Gemeinwohl, der Solidarität, der Nächstenliebe und den Frieden dient.  Das Volk trägt am Ende für diesen Raubtierkapitalismus die Schuldenlast samt Zinsen in Form von Geldentwertung, neuer und erhöhter Steuern auf nationaler und bald auf EU- Ebene (EU-Steuern sind bereits möglich und angedacht). Weitere Szenarien die in den nächsten Jahren zu erwarten sind:  hohe Preise, niedrige Löhne und Pensionen und weitere Kürzungen im sozialen Bereich.
  
Kopp-Verlag: Dritter EU-»Staatsbankrott«: Portugal

Hanebu7 Blog: Retten Sie ihr Geld

Man darf auf die Reaktion von Prof. Hörmann gespannt sein. Wir freuen uns auf eine Diskussion in den Medien! 

1 Kommentar:

Maria Bauer (Pseudonym) hat gesagt…

EU-Versager kosten uns 22 Milliarden
Jetzt schlüpft auch Problem-Kind Portugal unter den EU-Rettungsschirm.

steht unter dem Absatz ....
"Auf Dauer nicht durchzuhalten"
sagt der Fachmann "Ulrich Schuh", dass: Ddie EU kann kein großes Land retten. Bei Spanien sind die Sorgenfalten schon sehr tief. Italien, das auch gefährdet ist, kann ich mir unter dem Rettungsschirm nicht mehr vorstellen.

Demnach können wir davon ausgehen, je länger der Prozess mit Herrn Berlusconi dauert, desto länger haben wir Österreicher (und alle aktiven EU-Länder die noch zahlungsfähig sind), Zeit uns vorzubereiten. Danach, wahrscheinlich im Herbst und wahrscheinlich, wenn Berlusconi "ausgeschaltet" ist, könnte Italien wahrscheinlich ansuchen, damit es auch unter den Rettungs-Schirm kommt.

Und was passiert mit einem Schirm der zu voll ist oder einem Ballon, der überspannt ist?
Er platzt.

Wozu dann noch die EU?