19.04.18

Der Fall Skripal und die Syrien-Giftgas-Behauptung: Fragen und Antworten Russlands.


Außenministerium der Russischen Föderation

№ 617-31-03-2018


Fragen der russischen Seite an Großbritannien in Bezug auf den gegen Russland fabrizierten „Fall der Skripals"



Am 31. März hat die Botschaft der Russischen Föderation in London dem Außenministerium Großbritanniens eine Note mit einer Liste von

Fragen an die britische Seite hinsichtlich des gegen Russland fabrizierten „Falls der Skripals“ gesandt:


1. Warum ist Russland das Recht auf einen konsularischen Zugang zu zwei russischen Staatsbürgern, die auf britischem Territorium zu Schaden

gekommen sind, verwehrt worden?


2. Welche konkreten Gegengifte und in welcher Form sind sie den Betroffenen verabreicht worden? Wieso hatten die britischen Mediziner am

Ort des Zwischenfalls solche Gegengifte?


3. Auf welcher Grundlage wurde Frankreich für eine technische Zusammenarbeit bei der Untersuchung des Zwischenfalls, bei dem russische

Staatsbürger zu Schaden gekommen sind, gewonnen?


4. Hat Großbritannien die OPCW darüber in Kenntnis gesetzt, dass es Frankreich zur Untersuchung des Zwischenfalls von Salisbury

hinzugezogen hat?


5. Was hat Frankreich mit dem Zwischenfall mit den zwei russischen Staatsbürgern auf dem Territorium Großbritanniens zu tun?


6. Welche Normen der prozessualen Gesetzgebung Großbritanniens erlauben, einen anderen Staat zu einer landesinternen Untersuchung

hinzuziehen?


7. Was für Beweise sind Frankreich für eine Untersuchung und Vornahme einer eigenen Nachforschung übergeben worden?


8. Waren französische Spezialisten bei der Entnahme von biologischem Material von Sergej und Julia Skripal zugegen?


9. Ist eine Untersuchung der biologischen Materialien von Sergej und Julia Skripal durch französische Spezialisten vorgenommen worden? Und

konkret in welchen Labors?


10. Verfügt Großbritannien über die Materialien der durch Frankreich vorgenommenen Untersuchung?


11. Sind die Ergebnisse der französischen Untersuchung dem Technischen Sekretariat der OPCW zur Verfügung gestellt worden?


12. Auf der Grundlage welcher Merkmale (Marker) ist die angebliche „russische Herkunft“ des Stoffes festgestellt worden, der in Salisbury

verwendet wurde?


13. Besitz Großbritannien Kontrollmuster des Kampfgiftstoffes, den die britischen Vertreter mit „Nowitschok“ bezeichnen?


14. Sind in Großbritannien Muster eines Kampfgiftstoffes vom Typ „Nowitschok“ (gemäß der britischen Terminologie) oder analoge Stoffe

entwickelt worden?



Außenministerium der Russischen Föderation


№ 618-31-03-2018


31 März 2018


Fragen der russischen Seite an Frankreich in Bezug auf den durch Großbritannien gegen Russland fabrizierten „Fall


der Skripals“



Am 31. März hat die Botschaft der Russischen Föderation in Paris an das Außenministerium Frankreichs eine Note mit einer Liste von Fragen an

die französische Seite hinsichtlich des gegen Russland fabrizierten „Falls der Skripals“ gesandt:


1. Auf welcher Grundlage wurde Frankreich zu einer technischen Zusammenarbeit bei der Untersuchung des Zwischenfalls in Salisbury durch

Großbritannien hinzugezogen?


2. Hat Frankreich der OPCW eine offizielle Benachrichtigung darüber gesandt, dass es zu einer technischen Zusammenarbeit bei der

Untersuchung des Zwischenfalls von Salisbury hinzugezogen worden ist?


3. Welche Beweise wurden Frankreich durch Großbritannien im Rahmen der Gewährung technischer Zusammenarbeit übergeben?


4. Waren französische Spezialisten bei der Entnahme von biologischem Material von Sergej und Julia Skripal zugegen?


5. Wurde eine Untersuchung der Biomaterialien von Sergej und Julia Skripal durch französische Spezialisten vorgenommen? Wenn ja, in

welchem Labor?


6. Auf der Grundlage welcher Merkmale haben die französischen Spezialisten die Schlussfolgerung über den Einsatz eines Kampfgiftstoffes vom

Typ „Nowitschok“ (entsprechend der britischen Terminologie) oder dessen analogen Stoffe gezogen?


7. Über welche Expertenerkenntnisse verfügt Frankreich auf dem Gebiet des Studiums von Kampfgiftstoffen dieses Typs oder dessen analogen

Stoffen?


8. Auf der Grundlage welcher Merkmale (Marker) haben die französischen Spezialisten den „russischen Charakter“ der Herkunft des Stoffes, der

in Salisbury eingesetzt wurde, festgestellt?


9. Besitzt Frankreich Kontrollmuster des Kampfgiftstoffes „Nowitschok“ (entsprechend der britischen Terminologie) oder dessen analogen

Stoffe?


10. Sind in Frankreich Muster eines Kampfgiftstoffes von diesem Typ oder analoge Stoffe entwickelt worden? Wenn ja, zu welchen Zwecken?



Außenministerium der Russischen Föderation


№ 621-01-04-2018



***


Moskau verfügt über unbestrittene Angaben, dass die angebliche Chemiewaffenattacke im syrischen Duma eine Inszenierung unter Beteiligung von ausländischen Geheimdiensten gewesen sei. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow.



„Wir haben unbestrittene Angaben, dass dies (die angebliche C-Waffen-Attacke in Duma – Anm. d. Red.) eine erneute Inszenierung gewesen ist und daran die Geheimdienste eines Landes Hand angelegt haben, das nun danach strebt, in den ersten Reihen einer Anti-Russland-Kampagne zu sein“, sagte Russlands Außenminister bei einer Pressekonferenz in Moskau.


(Quelle: Sputnik-News) mehr lesen>>>



***



Die Skripal-Affäre – eine weitere anti-russische Eskalation

Aus der Geschichte lernen!

Deutschland ist das Land, in dem der Konflikt militärisch ausgetragen würde

Verstörende Akte politischer Selbstjustiz

Die Schweiz weist keine russischen Diplomaten aus
 
Österreich weist niemanden aus
 
Auch Bulgarien weist nicht aus
 
Václav Klaus kritisiert Ausweisungen
 
Militärlabor – kein Beweis für russische Herkunft
 
OSZE-Chef mahnt zu Gesprächen
 
Wolfgang Kubicki: Wir brauchen Russland



















Kommentare:

Anonym hat gesagt…





1 April 2018


Liste von Fragen der russischen Seite an das Technische Sekretariat der OPCW in Bezug auf den durchGroßbritannien gegen Russland fabrizierten „Fall der Skripals“











Am 1. April hat die Ständige Vertretung der Russischen Föderation bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) an das

Technische Sekretariat der Organisation eine Liste von Fragen zum gegen Russland fabrizierten „Fall der Skripals“ gesandt:





1. Um welche Art von Hilfe hat London beim Technischen Sekretariat der OPCW ersucht?





2. Beabsichtigt das Technische Sekretariat der OPCW, in der festgelegten Art und Weise dem Exekutivrat, darunter – versteht sich – auch

Russland, die Informationen mitzuteilen, die die Briten dem Technischen Sekretariat beim Zusammenwirken gemäß Pkt. 38 (e) des Artikels VIII der Konvention (technische Beurteilung im Zuge der Umsetzung der Bestimmung dieser Konvention inkl. der Auswertung der in den Listen genannten und der nicht genannten Chemikalien) zur Verfügung stellen?





3. Hat die britische Seite an das Technische Sekretariat irgendwelche zusätzlichen Informationen (operative, medizinische, rechtliche usw.) in

Bezug auf die eigene nationale Untersuchung gesandt?





4. Was konkret bitten die Briten, das Technische Sekretariat der OPCW zu bestätigen: nur die Tatsache des Einsatzes eines Nervenkampfstoffes

oder doch das, dass er zum Typ „Nowitschok“ gemäß der westlichen Klassifizierung gehört?





5. Welche Art von Angaben und materiellen Beweisen haben die Briten dem Technischen Sekretariat zur Verfügung gestellt (Probenmuster,
Ergebnisse der eigenen Analyse, andere Indizien)?




6. Wer hat die Expertengruppe der OPCW geleitet, die Großbritannien besuchte? Welche Spezialisten gehörten ihr an? Wie lange haben sie
gearbeitet? Mit wem haben sie zusammengearbeitet?







7. Welcher Art war das Prozedere für die Entnahme der Proben? Wurde das grundlegende Prinzip der C-Waffen-Konvention bei der Durchtührung der Untersuchungen (die sogenanntecain of custody“ – Beweismittelkette bzw. chronologische Dokumentation von Beweisen) eingehalten?


8. In welchen zertifizierten Labors werden die Proben, die durch das Technische Sekretariat der OPCW während des Großbritannien-Aufenthaltes seiner Experten gewonnen wurden, analysiert?


9. Wieviel Zeit benötigt das Technische Sekretariat der OPCW, um ein entsprechendes Gutachten zu erstellen?




10. Hat das Technische Sekretariat der OPCW einer Offenlegung der Materialien der Untersuchung durch Großbritannien gegenüber den EU-Ländern zugestimmt? (Laut vorliegenden Informationen hat sich Frankreich in vollem Maße der Untersuchung angeschlossen.)




11. Hat Frankreich das Technische Sekretariat der OPCW über seine Hinzuziehung zwecks Gewährung technischer Unterstützung, worum GB ersucht hatte, in Kenntnis gesetzt?




12. Hat Frankreich Materialien der eigenen Nachforschungen (falls es solche geben sollte) dem Technischen Sekretariat der OPCW zur Verfügung gestellt?




13. Kann das Technische Sekretariat der OPCW Russland die Materialien der französischen Untersuchung (falls es solche geben sollte) zur Verfügung stellen um sich mit deren Ergebnissen bekanntzumachen? Wenn nicht – so warum?

Anonym hat gesagt…

Proben nahezu frei von Verunreinigungen

Die OPCW hatte vor einer Woche in einem für die Öffentlichkeit bestimmten Bericht die britischen Untersuchungsergebnisse "in Bezug auf die Identität der toxischen Chemikalie bestätigt". Deutsche Leitmedien hatten daraufhin fälschlicherweise berichtet, die OPCW habe die "russische Herkunft" des gegen die Skripals eingesetzten Giftes festgestellt.

In ihrem Bericht betonte die OPCW, dass die untersuchten Proben beinahe frei von Verunreinigungen waren. Anhand von Verunreinigungen lässt sich der Ursprung einer chemischen Verbindung zurückverfolgen. Britische Chemieexperten im knapp sieben Meilen von Salisbury entfernten Labor von Porton Down hatten zuvor erklärt, dass sie nicht in der Lage seien, die Herkunft des Giftes zu identifizieren. Damit widersprachen sie Aussagen einiger hochrangiger britischer Politiker.

https://deutsch.rt.com/europa/68625-opcw-chef-proben-mit-psychokampfstoff/

Anonym hat gesagt…

Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia wurden Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury aufgefunden. Laut London wurden sie mit Nowitschok angegriffen, wofür die britische Regierung Moskau verantwortlich macht. Großbritannien verweigert Russland jedoch alle Formen des Zugangs zu den Ermittlungen oder Geschädigten. Während Julia Skripal das Krankenhaus inzwischen verlassen hat und an einen unbekannten Ort verbracht wurde, befindet sich auch ihr Vater auf dem Weg der Genesung.

Anonym hat gesagt…

http://eu-austritt.blogspot.co.at/2018/04/protest-gegen-reaktion-der-osterr.html

Anonym hat gesagt…

er legendäre Nah-Ost-Reporter Robert Fisk, in Großbritannien als Auslandskorrespondent des Jahres mehrfach ausgezeichnet, ist auf eigene Faust nach Douma gereist, um die Wahrheit über den angeblichen Giftgasanschlag herauszufinden. Er suchte das unteriridsche Krankenhaus auf, aus dem die Videos von Kindern mit Sauerstoffmasken stammten, die von den „White Helmets“ als Beleg für einen Chemiewaffenangriff in die Welt gesetzt wurden. Als erster Journalist überhaupt sprach Fisk mit dem Leiter der Klinik, Dr. Rahaibani (1):

https://www.rubikon.news/artikel/inszenierter-krieg

Anonym hat gesagt…


Dr. Daniele Ganser
5 Std. ·
Ein Gutachten des Bundestages verurteilt den französischen, britischen und amerikanischen Militärschlag gegen Syrien vom 14. April 2018 als klaren Verstoss gegen das Völkerrecht. Genau das ist der Fall. Der Parlamentarier Alexander Neu von der Linkspartei fordert die Bundeswehr müsse umgehend aus dem Syrienkrieg abziehen. Ich teile diese Meinung. Die Bundeswehr sollte sich nicht an diesem illegalen Krieg beteiligen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-bundestags-gutachten-verurteilt-vergeltungsschlag-von-usa-und-co-a-1204004.html