09.06.11

Atomenergie ist nicht beherrschbar!

Die Lehre aus Fukushima:

ATOMERNERGIE IST NICHT BEHERRSCHBAR!

Es gibt keine Technik ohne den Preis eines begrenzten Risikos. Das Risiko der Atomenergie aber ist einzigartig, weil es grenzenlos und total ist: radioaktive Verstrahlung über tausende Kilometer, von Millionen Menschen über lange Zeiträume. Weil nicht passieren darf, was passieren kann, darf eine solche Technik nicht eingesetzt werden.

Die nukleare Katastrophe in Japan zeigt einmal mehr, dass die Atomenergie selbst in einem Land mit höchstem technologischen Standard nicht beherrschbar ist. Naturkatastrophen, menschliches Versagen  oder Terrorakte können nirgendwo auf der Welt ausgeschlossen werden, aber eine atomare Energieversorgung potenziert die Verwundbarkeit von Mensch und Umwelt weit über regionale Grenzen hinaus. Der Traum von der Kontrolle des nuklearen Feuers stammt aus einer völligen Selbstüberschätzung eines technokratisch besessenen Geistes, der mit der Gesundheit und Leben von Millionen Poker spielt. Es ist Zeit, den nuklearen Größenwahn von Kernspaltung und Kernfusion endgültig auf den Schrotthaufen der Geschichte zu entsorgen, und mit aller Kraft für einen internationalen Ausstieg aus der Atomenergie einzutreten. 
mehr>>>> in der Zeitschrift „Neue Argumente“ Folge 117, Mai 2011.


Was aber passiert? Österreich ist trotz Ablehnung der Atomkraft der Österreicher noch immer Mitglied bei Euratom. Österreich zahlt deshalb zig Millionen Euro jährlich für die Atomindustrie mit. Der Euratomvertrag ist ein Teil der EU-Verträge. Im März 1957 wurden in Rom die berühmten „Römischen Verträge" unterzeichnet.
Mit dem ersten Vertrag wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und mit dem zweiten die Europäische Atomgemeinschaft, besser bekannt unter dem Namen Euratom, gegründet. Allgemeines Ziel des Euratom-Vertrags ist es, zur Bildung und Entwicklung von Kernindustrien in Europa beizutragen, dafür zu sorgen, dass alle Mitgliedstaaten von der Entwicklung der Atomenergie profitieren, und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Heute wissen wir, dass diese Technologie die Welt zerstören kann und längst gescheitert ist.

Die friedliche Atomenerige wird für Atombomben gebraucht und aus dem Abfall werden  Uranwaffen und Munition erzeugt, welche in allen Kriegen der USA/NATO/EU seit 20 Jahren eingesetzt werden. Beispielsweise am Balkan, im Irak, in Afghanistan und auch in Libyen. Zig-tausende Tote und verstrahlte Menschen weltweit klagen an.

Schon längst könnte Österreich enerigeunabhängig sein. Der Umstieg auf erneuerbare Energie ist leicht machbar, auch weltweit. "Der unverzügliche Wechsel zu erneuerbaren Energien ist keine Last, sondern die größte greifbare soziale und wirtschaftliche Zukunftchance", so Hermann Scheer (Neue Argumente).
Ein Video von Hermann Scheer, der die Energiewende fordert (Video 1 und 2). 

Europaweit gibt es 143 Atomkraftwerke, 13 davon liegen in Grenznähe zu Österreich. Heute sind weltweit in 29 Ländern 443 in Betrieb, einige davon liegen in Gebieten mit hoher seismischer Aktivität. Politische Absichtserklärungen der SPÖ genügen nicht für den wirklichen Ausstieg aus der Atomkraft! EU-Bürgerinitiativen, so wie von der SPÖ vorgeschlagen sind zahnlos und für die EU nicht verbindlich.

Atomkraftwerke müssen aufgrund von einer erfolgreichen EU-Bürgerinitiavie nicht zusperren und werden weiter gebaut. Laut IAEA sind 64 neue Reaktoren im Bau.

Auch Russland will an seinen Atomkraft-Plänen nichts ändern
Bericht von Christina Nagel
Der russische Präsident Wladimir Putin.
Der russische Präsident Wladimir Putin. (AP)
"Wir werden unsere Pläne nicht ändern, aber natürlich unsere Schlüsse daraus ziehen, was im Moment in Japan passiert", erklärte gestern Wladimir Putin. Russland will auch im Export von Atomkraftwerken eine führende Position auf dem Weltmarkt einnehmen und baut derzeit in Indien, China und im Iran Nuklearrektoren. Bis zum Jahr 2030 sollen in Russland 26 Atomreaktoren stehen. Der Anteil des Atomstroms soll von derzeit 16 auf etwa 33 Prozent wachsen.
Christina Nagel berichtet


Fordern wir ein Importverbot von Atomstrom und den Ausstieg Österreichs aus dem Euratom-Vertrag. Die Millionen für Euratom sollen für die Umstellung auf erneuerbare Energien verwendet werden! Die Haftung nach Atomunfällen sollen die Betreiber der AKW´s tragen und nicht die Bevölkerungen.




1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ja da kommt ihr ja früh drauf das atomstrom zu riskant ist, das land pokert schon lange mit leben anderer menschen.. Abgesehn davon auch wenn in österreich kein werk mehr ist , sind wir überall nur einige kilometer weiter um die nächste grenze umzingelt von diesen Dingern, in diw Eu einzutreten war wie das eigene Grab zu schaufln, neutral hat immer funktioniert aber nein wir haben nicht genug staatsschulden wir brauchen mehr, es wurde versprochen alles würde billig und jetzt? Ist alles 3 mal so teuer, ich bin villeicht nicht so lange auf der Welt wie ihr es seit, doch sogar ein kind würde bessere entscheidungen treffen als ihr...